Kollaboratives Arbeiten in Lehre und Studium

Logo: Co3 Learn Communication Cooperation Collaboration

In der Interaktion mit Peers liegt ein entscheidendes Potenzial für die Förderung individueller wie auch kooperativer Lernprozesse (vgl. Kozar 2010). Für Lehrveranstaltungen im Hochschulkontext werden daher nicht selten kurzfristig oder auch langfristig angelegte Gruppenarbeiten in die Veranstaltungsplanung integriert. Die methodisch-didaktische Ausgestaltung dieser Arbeitsphasen auf den drei Ebenen ‚Kommunikation‘, ‚Kooperation‘ und ‚Kollaboration‘ (zur Unterscheidung der drei Ebenen siehe Gräsel, Fußangel, Pröbstel 2006) legt dabei einen Grundstein für die Qualität der Zusammenarbeit sowie die Unterstützung der individuellen Reflexionsfähigkeit.

Darauf Bezug nehmend, präsentiert diese Seite in verschiedenen Blogreihen das Projekt Co3Learn (Communication, Cooperation, Collaboration) der Technischen Universität Braunschweig, Leibniz Universität Hannover und Georg-August-Universität Göttingen und seine Ergebnisse für die Förderung kooperativer Prozesse im Lehren und Lernen durch die Nutzung digitaler Lösungen. Während der drei Projektjahre (Förderung durch die Stiftung Innovation in der Hochschullehre) wurden verschiedene digitale Tools ausgewählt, im Lehrkontext getestet, in ihrer Nutzung evaluiert und im Anschluss unter Berücksichtigung der jeweiligen Datenschutzbestimmungen an den drei Verbundhochschulen (teilweise per SSO Login über die Academic Cloud) angebunden. Zusätzlich wurden didaktisch-methodische Konzepte und Anwendungsbeispiele erarbeitet, um Lehrende bei der Integration von digital angereicherten Gruppenarbeitsphasen in ihre Lehrveranstaltung zu unterstützen.

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In den verschiedenen Blogreihen zeigen wir Möglichkeiten für die Integration kooperativer und kollaborativer Arbeitsphasen in die Hochschullehre auf und präsentieren unterschiedliche Perspektiven und Stimmen von Lehrenden, Studierenden, Projektmitarbeitenden von Co3Learn, wie auch anderen Kooperationsprojekten zu den Themen digitale Kooperation und Kollaboration.

Die Beiträge aus „Good Practices, Erfahrungen und Ideen zur digitalen Kooperation und Kollaboration“ richten sich an Lehrende und an Lehramtsstudierende, und stellen eine Auswahl an Good-Practice-Beispielen bereit, in der Lehrende anhand konkreter Lehr-Lern-Szenarien aus der Praxis einen anschaulichen Einblick in den Einsatz digitaler Lösungen in ihrer eigenen Lehre anbieten und diese mit Leben füllen. Außerdem werden weiterführende Ideen zum Einsatz der Tools für kooperatives und kollaboratives Lehren und Lernen geteilt.

Die Blogreihe „Starthilfe Digitale Kooperation und Kollaboration“ beinhaltet zusammengestellte Informationspakete, die Sie bei der Umsetzung von kooperativen und kollaborativen Arbeitsphasen mithilfe digitaler Technologien unterstützen sollen. Die Pakete orientieren sich an didaktischen Zielsetzungen und bestehen aus Toolempfehlungen, Beispielen für Anwendungsmöglichkeiten und weiterführenden Informationen.

Beiträge von Studierenden zu ihrer Toolnutzung finden sich in der Blogreihe „Studentische Beiträge und Beteiligung“. Außerdem finden sich hier Beispiele für die Integration und Interaktion von  Studierenden in Lehrveranstaltungen.

Kooperation und Kollaboration findet ebenso innerhalb der Verbundprojekte der aktuellen Förderlinie „Digitalisierung in der Hochschullehre stärken“ statt. Erfahrungen verschiedener Projektmanagement-Strategien auf Ebene der Hochschullehre und zusammen mit weiteren Stakeholdern (Rechenzentren, Unternehmen) zeigen andere Verbundprojekte in der Blogreihe „Wie wir zusammenarbeiten – Kooperation nach innen und außen in (Verbund-)Projekten“ auf.

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Im Rahmen der Projektlaufzeit werden die Blogreihen stetig mit Beiträgen erweitert. Wir freuen uns auf den Austausch zum Thema kollaboratives Arbeit in Lehre und Studium!

  • Gräsel, Cornalia; Fußangel, Kathrin; Pröbstel, Christian (2006): Lehrkräfte zur Kooperation anregen – eine Aufgabe für Sisyphos?. In: Zeitschrift für Pädagogik, 52(2), S. 205-219. Verfügbar hier (letzter Zugriff 16.10.2023).
  • Kozar, Olga (2010): Towards Better Group Work: Seeing the Difference between Cooperation and Collaboration. In: English Teaching Forum, 48(2), S. 16-23. Verfügbar unter: https://files.eric.ed.gov/fulltext/EJ914888.pdf (letzter Zugriff 16.10.2023).
Logos der Universitäten Braunschweig, Hannover und Göttingen sowie des Verbundprojekts CO3Learn und der Stiftung Innovation in der Hochschullehre.
Dieser Beitrag entstand im Rahmen des Verbundprojektes Co³Learn der Technischen Universität Braunschweig, Georg-August-Universität Göttingen und Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover (Laufzeit 01.08.2021 – 31.07.2024). Das Ziel des Projektes ist es, die universitäre Lehre mit digitalen Tools (Programme, Apps) für die Kommunikation, Kooperation und Kollaboration in Studium und Lehre zu unterstützen.
Alle Tool-Empfehlungen basieren auf einer gründlichen Exploration der digitalen Tool-Landschaft mit Blick auf innovative Funktionalitäten, Nutzungskonzepte und sowie einer Bedarfserhebung von Lehrenden und Studierenden. Die Testphasen der Tools wurden in Absprache mit dem  Datenschutzmanagement der drei Verbundhochschulen durchgeführt und mit  Hilfe der Nutzungserfahrungen von Lehrenden und Studierenden evaluiert.
Bitte beachten Sie die Hinweise zur Lizenzierung der Tools an den einzelnen Verbundhochschulen. (Stand 12-2023)

Mitarbeitende Co³Learn

Anna Scarcella ist Sprach- und Kommunikationswissenschaftlerin (M.A., Schwerpunkte interkulturelle und institutionelle Kommunikation) und arbeitet seit Oktober 2021 als Mediendidaktikerin im Projekthaus der Technischen Universität Braunschweig für das Projekt Co3Learn.

Dennis Riether unterstützt seit August 2022 als Mitarbeiter der Zentralen Einrichtung für Qualitätsentwicklung in Studium und Lehre (ZQS/elsa, Leibniz Universität Hannover) das Projekt Co3Learn mit seiner Expertise aus den Bereichen Bildungs- und Sozialwissenschaften.

Katharina Stimming arbeitet seit 2019 in der mediendidaktischen Beratung an der Zentralen Einrichtung für Qualitätsentwicklung in Studium und Lehre (ZQS/elsa, Leibniz Universität Hannover). Dort koordinierte sie das abgeschlossene studentische Angebot MELT (Medienkompetenzen: Entwickeln, Lernen, Teilen) und arbeitet seit 2021 im Projekt Co³Learn, insbesondere für die Entwicklung von Formaten zur Unterstützung der (digitalen) Kollaboration von Studierenden.

Foto: Jesko Thiel

Sebastian Utermann arbeitet seit 2021 im Team Digitales Lernen und Lehren der Georg-August-Universität Göttingen für das Projekt Co³Learn. Schwerpunkte der Tätigkeit sind die   Auswahl und Erprobung von Softwarelösungen für digitale Kollaboration, die Entwicklung von Einsatzszenarien für die fachübergreifende Nutzung sowie die Schulung und Beratung zur Integration in die digitale Lehre.

Dr. Sophie Domann ist seit 2021 im Projekthaus der Technischen Universität Braunschweig für das Projekt Co³Learn als Koordinatorin tätig. Daneben unterstützt sie darin partizipativ die Prozesse der studentischen Zusammenarbeit in digitalen, hybriden und analogen Lehr-Lernsettings. Aus ihrer Lehre und Forschung der Sozial- und Organisationspädagogik bringt sie Expertise aus den Bereichen partizipative Lehre, Digitalisierung und Hochschuldidaktik mit.