Künstliche Intelligenz und Hochschulen

Künstliche Intelligenz und Hochschulen

Künstliche Intelligenz und Hochschulen

Aktuelle Highlights:

Illustration mit Verlinkung auf Arbeitspapier (PDF): Agentische KI im Hochschulsystem. Einsatzszenarien, Kompetenzverschiebungen und Steuerungsmöglichkeiten
Illustration mit Verlinkung auf Blickpunkt (PDF): Leitlinien-Check 2026: Ein Update generativer KI an Hochschulen
Illustration mit Verlinkung auf Arbeitspapier (PDF): KI als Managementaufgabe der Hochschule. Arbeitspapier zur organisationalen Einordnung des KI-Umgangs

KI im Fokus

Künstliche Intelligenz (KI) bezeichnet die Fähigkeit von Computern und Systemen, Aufgaben zu erledigen, die normalerweise menschliche Intelligenz erfordern. Dazu gehören das Verstehen natürlicher Sprache, Bilderkennung, Problemlösung und Entscheidungsfindung. KI-Systeme nutzen Algorithmen und Daten, um Muster zu erkennen und selbstständig dazuzulernen, was ihnen ermöglicht, komplexe Aufgaben effizient und präzise zu bewältigen. 

Bereits seit Jahren werden KI-Systeme auch in der Bildung eingesetzt, unter anderem in Form von virtuellen Assistenten und Chatbots, Lernanalyse, Benotung, Übersetzung, Forschung und bei Zulassungsverfahren. Eine besondere Aufmerksamkeit erlangte Künstliche Intelligenz mit der Veröffentlichung von ChatGPT Ende 2022. ChatGPT gehört zum Feld der generativen Künstlichen Intelligenz, die auf sogenannten großen Sprachmodellen basiert. Generative Künstliche Intelligenz beschreibt Systeme, die in der Lage sind, Inhalte wie Texte, Bilder, Musik oder Videos zu erstellen. Dabei nutzen sie insbesondere neuronale Netze, um aus vorhandenen Daten Muster zu erkennen und eigenständig neue Ergebnisse zu generieren. 

Texte sind an Hochschulen das zentrale Medium der Wissensvermittlung und -erlangung. KI-Tools haben damit Auswirkungen auf nahezu alle Praktiken, die an Hochschulen auf den verschiedensten Ebenen anfallen. Das potenzielle Einsatzspektrum reicht vom Lernen, Lehren, Forschen und Prüfen bis hin zu Verwaltungs- und Kommunikationsaufgaben. Die Unterstützung durch KI-Tools ist jedoch nicht frei von Risiken und Herausforderungen. Diese reichen von ethischen Bedenken über didaktische und prüfungsrechtliche Fragen bis hin zur Unsicherheit darüber, welche Kompetenzen in einer von KI geprägten Gesellschaft relevant werden.

Das Hochschulforum Digitalisierung und Künstliche Intelligenz

Der Einsatz von KI wird zunehmend selbstverständlich bei Studierenden und Lehrenden. Gleichzeitig gibt es offene Fragen, wie akademisch angemessenen mit KI umgegangen werden sollte. Das Hochschulforum Digitalisierung bietet einen Ort für einen konstruktiven Diskurs über KI in der akademischen Bildung. Gerade weil Studium und Lehre durch KI so umfassend herausgefordert werden, verstehen wir es als Anstoß, die Rolle der Hochschulbildung weiter zu denken. 

In der Auseinandersetzung mit KI sieht das HFD seine Aufgabe darin, die Hochschulen auf dem Weg zu einem kompetenten Umgang mit generativer KI in Studium und Lehre zu unterstützen. Das bedeutet, dass sich die Hochschulangehörigen sowohl der Risiken und Grenzen der Technologie als auch ihrer Chancen bewusst sind. Dadurch soll ein gewinnbringender und verantwortungsvoller Einsatz von KI zum Normalfall werden. In diesem Kontext informiert das HFD über einen nüchternen Blick auf die Technologie und problematisiert übersteigerten Hype und unbegründete Ablehnung.

Treten Sie mit uns in den Austausch!

Wenn Sie Fragen zum Thema KI in der Hochschullehre oder Ideen für eine Zusammenarbeit haben, kontaktieren Sie uns gern.

Anfragen an: ki@hochschulforum.org

Publikationen

Diskussionspapier Nr. 41: Gefährdet generative KI die digitale Autonomie im Studium?

Unregulierte Handlungsfreiheit beim Einsatz generativer KI ist nicht gleichbedeutend mit digitaler Autonomie. Das Diskussions-papier zeigt, wie eine intensive KI-Nutzung grundlegende akade-mische Kompetenzen beeinträchtigen und Bildungsziele gefähr-den kann. Es beschreibt, welche Verantwortung Fächer, Lehrende und Studierende tragen, um Deskilling einzudämmen und selbst-bestimmtes digitales Handeln im Studium zu ermöglichen.

Diskussionspapier Nr. 40: Stabilität durch Wandel? Ein Problemaufriss zur digitalen Resilienz an Hochschulen

In den letzten Jahren sind Hochschulen in einen Modus geraten, den man als „reaktives Management“ bezeichnen könnte: Pandemie-Management auf die Schnelle, ad-hoc-Lösungen für Cyber-Sicherheitslücken, irgendwie Schritt halten mit generativen KI-Tools. Dieses Papier argumentiert: Wer in einer unübersichtlichen Welt die Bildungslandschaft von morgen aktiv mitgestalten will, braucht digitale Resilienz. Denn digital resiliente Hochschulen erkennen Herausforderungen frühzeitig, bleiben bei Störungen in digitalen Infrastrukturen handlungsfähig und sie integrieren neue Technologien wie KI souveräne in Lehre, Forschung und Verwaltung.

Blickpunkt: Use Cases in Bewegung. Wie KI Studium und Lehre weiter verändert

Der Blickpunkt zeigt, wie generative KI aktuell in Studium und Lehre an Hochschulen eingesetzt, erprobt und weiterentwickelt wird: Was wird hier mit KI möglich? Welche KI-Chancen plausibilisieren sich? Wo entstehen Herausforderungen? Welche institutionellen Rahmenbedingungen sind hilfreich? Dafür untersuchen die Autor:innen 52 eingereichte KI-Use-Cases für Studium und Lehre an Hochschulen. Neun Anwendungsfälle werden intensiver beleuchtet.

Diskussionspapier Nr. 39: On how to bring up baby robots

Wie können Hochschulen Verantwortung übernehmen, um Bias-Sensibilität im Umgang mit KI strukturell, nachhaltig und wirksam zu verankern? Dieser Text geht der Frage auf den Grund und gibt einige Empfehlungen, auch mit Blick auf zukünftige Kompetenzen von Studierenden und Lehrenden.

Blickpunkt: KI-Leitlinien im Check. Ein Update von 2024 zu 2026

Nach der ersten Auseinandersetzung mit den KI-Leitlinien deutscher Hochschulen von 2024 folgt nun eine aktualisierte und erweiterte Analyse. Das Autorenteam hat 30 Leitlinien aus allen Bundesländern untersucht und verglichen - untereinander, aber auch in Bezug auf die früheren Erkenntnisse. Dabei geht es um technische, organisatorische und ethische Fragen, vor allem für gute Lehre und Praxis und für das Prüfungswesen.

Publikation: Agentische KI im Hochschulsystem

KI-Agenten sind eine Weiterentwicklung von KI-Chatbots: Sie antworten nicht nur, sondern können selbstständig handeln – zum Beispiel Informationen beschaffen, Buchungen vornehmen oder Dokumente aktualisieren. Diese Publikation befasst sich mit neuen Einsatzszenarien und Herausforderungen, die sich daraus für Hochschulen ergeben. Sie soll, differenziert nach Gruppen, Orientierung bieten: Was kommt auf strategische Stabsstellen zu, worauf sollten Mitarbeitende in den Verwaltungen achten, was ist für Lehr- und Lernzentren wichtig?

Arbeitspapier Nr. 92: KI als Managementaufgabe der Hochschule – Den Umgang mit KI in sinnvolle Bahnen lenken

Das Arbeitspapier ordnet den Umgang mit Künstlicher Intelligenz in Studium und Lehre als organisationale Managementaufgabe ein. Auf Grundlage qualitativer Interviews zeigt es, wie Hochschulen unter Unsicherheit versuchen, Orientierung im KI-Umgang herzustellen, und entwickelt eine Heuristik, mit der sich Strategie, Infrastruktur, Qualifizierung und Lehrpraxis in einen Gesamtzusammenhang überführen lassen.

Arbeitspapier Nr. 91: Die KI-Nutzung in Studium und Lehre. Ein Review auf Grundlage empirischer Studien

Im neuen HFD-Arbeitspapier „Die KI-Nutzung in Studium und Lehre. Ein Review auf Grundlage empirischer Studien“ haben sich Elke Bosse, Klaus Wannemacher und Maren Lübcke verschiedene nationale und internationale Studien zur KI-Nutzung unter Studierenden genau angeschaut und die Ergebnisse zusammengetragen – so bieten sie einen umfassenden Überblick über die Rolle von KI im Hochschulalltag. Die ausgewerteten Studien befassen sich sowohl mit Nutzungshäufigkeiten und -mustern, Einstellungen gegenüber KI generell, KI-Kompetenzen sowie mit institutionellen Rahmenbedingungen aus Sicht von Studierenden und Lehrenden.

Blickpunkt: Lessons from the Lab – Erkenntnisse und Impulse des 1. HFD KI-Labs 2025

Als neues kollaboratives Format hat das KI-Lab 2025 Expert:innen und Entscheider:innen verschiedener Hochschulen zusammengebracht, um anhand konkreter Fallfragen strategische Ansätze im Umgang mit KI zu entwickeln. Dieser Blickpunkt dokumentiert Ergebnisse aus dem ersten Lab. So wird aus einer punktuellen Intervention für einzelne Hochschulen und Hochschulverbünde ein Impuls für eine Transformation im Hochschulsystem.