Bot-Camp – Wissensbasierte KI-Assistenten an Hochschulen einsetzen

Das Bot-Camp von Hochschulforum Digitalisierung und KI-Campus lädt dazu ein, wissensbasierte KI-Assistenten im Hochschulkontext gemeinsam zu erkunden, Erfahrungen auszutauschen und neue Konzepte zu entwickeln. Es verbindet interaktive Online-Veranstaltungen mit einer individuellen Experimentierphase und richtet sich an alle, die KI-Assistenten an Hochschulen verstehen, gestalten und in konkreten Projekten praktisch anwenden möchten.
Hintergrund
Spezialisierte KI-Assistenten mit eigener Wissensbasis sind eine wichtige Weiterentwicklung im Bereich generativer KI. Sie unterstützen Nutzer:innen, indem sie domänenspezifisches Wissen gezielt erschließbar machen und die Umsetzung kontextbezogener Anwendungen ermöglichen. Der Chatbot-Einsatz wird so effizienter, zuverlässiger und rechtssicherer gestaltet.
Auch an Hochschulen werden KI-Assistenten zunehmend genutzt und erprobt – in Lehre, Verwaltung, Forschung und Transfer. Damit verbunden sind hohe Erwartungen an Qualität und Genauigkeit, aber auch an die Zugänglichkeit und Rechtssicherheit der generierten Inhalte.
Zentrale Fragen sind
- In welchen organisatorischen und didaktischen Kontexten lohnt sich der Einsatz – und für welche Ziele?
- Wie lassen sich KI-Assistenten strategisch in unterschiedliche Handlungsfelder einbetten?
- Welche technischen und organisatorischen Voraussetzungen braucht es?
- Wie gelingt eine sinnvolle, anwendungsorientierte Entwicklung für Studium, Lehre und Verwaltung?
Das Hochschulforum Digitalisierung und der KI-Campus laden die Hochschulcommunity ein, diese und weitere Fragen gemeinsam zu diskutieren.
Das Format
Das Bot-Camp bietet Interessierten und Expert:innen aus Hochschulen einen (digitalen) Raum für Austausch, Diskussion und gemeinsames Lernen rund um den Aufbau wissensbasierter KI-Assistenten z. B. auf Basis von RAG (Retrieval-Augmented Generation). Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Einblicke, Good-Practice-Beispiele sowie die kollaborative Entwicklung eigener Ansätze und die lösungsorientierte Auseinandersetzung mit den damit verbundenen Herausforderungen.
Phase 1 (20. März 2026, Online-Meeting)
Praxisimpulse, gemeinsame Standortbestimmung, Einführung in Experimentierumgebung
In der ersten Phase werden Erfahrungen und Erwartungen anhand ausgewählter Praxisbeispiele strukturiert reflektiert. Der Start ins Bot-Camp wird von vier Praxisimpulsen begleitet: Malte Persike (RWTH Aachen), Andreas Sexauer (Karlsruher Institut für Technologie), Vincent Timm (HAWK Hildesheim / Holzminden / Göttingen) und Louis Dunkel (Goethe-Universität Frankfurt) werden in ihren Beiträgen anwendungsorientiert und basierend auf konkreten Anwendungsszenarien in die Arbeit mit wissensbasierten KI-Chatbots einführen.
Anhand der vorab ermittelten Interessen und Bedarfe setzen sich die Teilnehmenden in Kleingruppen mit zentralen Themen und Fragestellungen auseinander. Es findet zudem eine Einführung in die Erstellung eigener Bots auf Grundlage der bereitgestellten Experimentierumgebung statt.
Zwei methodische Tools werden in Phase 1 eingeführt:
- der Canvas „KI-Assistenten – Strukturen und Prozesse“ mit zentralen Fragen zur Infrastruktur und Organisationsentwicklung sowie
- der Canvas „KI-Assistenten – Anwendung“ mit anwendungsorientierten Fragestellungen zum Themenkomplex Lehre und Verwaltung.
Phase 2 (asynchron)
Experimentieren und Entwickeln
Nach dem ersten Termin folgt eine Phase der selbstgesteuerten, individuellen Auseinandersetzung mit eigenen Vorhaben auf Grundlage der erarbeiteten Canvas-Vorlagen.
Im Zentrum von Phase 2 steht das freie Experimentieren mit der bereitgestellten (oder eigenen) Entwicklungsumgebung: Hier können Konzepte für KI-Assistenten entwickelt und direkt realisiert werden. Ideen für eigene Projekte können als Grundlage für Phase 3 bereits bei der Anmeldung oder im Verlauf des Bot-Camps eingereicht werden.
Phase 3 (17. April 2026)
Peer-to-Peer-Werkstatt
In Phase drei setzen sich die Teilnehmenden in der Peer-to-Peer Werkstatt in Kleingruppen mit den erarbeiteten Prototypen auseinander. Angelehnt an eine „kollegiale Fallberatung“ arbeiten sie an der Weiterentwicklung und Optimierung der eigenen KI-Assistenten und Prototypen. Den Hintergrund bilden die in Phase 2 gesammelten Erfahrungen und Herausforderungen.
Lernziele und Ergebnisse
Nach Abschluss des Bot-Camps kennen die Teilnehmenden Erfolgsfaktoren und Herausforderungen bei der Umsetzung von KI-Assistenten, verfügen über eigene Anwendungsszenarien für ihren Arbeitskontext und haben Kontakte zu Peers aufgebaut, die ähnliche Vorhaben verfolgen.
Begleitend wird eine explorative Umfrage durchgeführt, um den aktuellen Stand und Good-Practice-Beispiele zur Entwicklung und Nutzung von KI-Assistenten an Hochschulen sichtbar zu machen.
Zielgruppe
Das Bot-Camp richtet sich an Gestalter:innen, Multiplikator:innen und Expert:innen, die das Thema KI-Assistenten mit Wissensbasis an Hochschulen mit konkreten Vorhaben vorantreiben wollen. Das betrifft:
- Mitarbeitende aus technischen und didaktischen Support-Einrichtungen, die technologische, organisatorische oder didaktische Voraussetzungen für den Einsatz von KI-Assistenten schaffen möchten
- Lehrende und Forschende, die KI-Assistenten in ihrer Lehr- und Forschungstätigkeit einsetzen möchten
- Verwaltungsmitarbeitende, die Prozesse mit KI-Assistenten effizienter gestalten und anbieten möchten
Die Veranstaltung richtet sich auch an Interessierte mit wenig technischer Vorerfahrung, die aber Expertise in Didaktik sowie Verwaltungs- oder Prozesswissen einbringen können. Ziel ist eine konzeptionelle, anwendungs- und lösungsorientierte Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten wissensbasierter KI-Assistenten – aus organisatorischer und didaktischer Perspektive.
Ablauf
- Anmeldung bis Montag, 09. März 2026
- Phase 1 (Freitag, 20. März 2026, 09:30 – 13:00 Uhr per Zoom): Praxisimpulse, gemeinsame Standortbestimmung, Einführung in die Experimentierumgebung
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- Praxisbeispiele von Malte Persike (RWTH Aachen), Andreas Sexauer (Karlsruher Institut für Technologie), Vincent Timm (HAWK Hildesheim / Holzminden / Göttingen) und Louis Dunkel (Goethe-Universität Frankfurt)
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- Austausch und gemeinsame Reflexion in Kleingruppen
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- Einführung in die Canvas-Vorlagen für die Weiterarbeit (Infrastruktur/Organisation sowie Lehre/Verwaltung)
- Phase 2 (asynchron): Individuelles Experimentieren und Entwickeln
- Phase 3 (Freitag, 17. April 2026, 09:30 – 13:00 Uhr per Zoom): Peer-to-Peer-Werkstatt
- Weiterentwicklung eigener KI-Assistenten und Prototypen im Peer-to-Peer-Format
Vorbereitung und technische Rahmenbedingungen
Die RWTH Aachen richtet für das Bot-Camp eine Experimentierumgebung ein, über die voll funktionsfähige wissensbasierte KI-Assistenten erstellt werden können. Die Umgebung steht allen Teilnehmenden für die Dauer des Bot-Camps zur Verfügung.
Ermöglicht wird das Angebot durch die Unterstützung von KI:connect.nrw und dem KI-Servicezentrum West AI. Außerdem wird allen Teilnehmenden in Kooperation mit der HAWK Hildesheim / Holzminden / Göttingen und mit Unterstützung der JLU Gießen ein Zugang zur Chatumgebung HAWKI zur Verfügung gestellt.
Zur Vorbereitung können aber auch hochschulintern vorhandene technische Angebote und Projekte zum Aufbau von KI-Assistenten recherchiert, getestet und in die Diskussion eingebracht werden.
Für alle Interessierten steht auf dem KI-Campus der Kurs KI praktisch anwenden – Step by Step zu deinem Chatbot! kostenfrei zur Verfügung. Der Kurs vermittelt, als hilfreiche Ergänzung zum Bot-Camp, wie Chatbots ohne Programmierkenntnisse umgesetzt werden können. Die Teilnahme an dem Kurs ist aber keine Voraussetzung für die Teilnahme am Bot-Camp oder die Nutzung der Experimentierumgebung.
Warteliste
Die Nachfrage nach dem Bot-Camp – Wissensbasierte KI-Assistenten im Hochschulkontext entwickeln ist so groß, dass wir die Anmeldung leider schließen mussten. Sie können sich mit Eintrag ins Formular aber auf die Warteliste setzen lassen. Wir melden uns rechtzeitig zurück, wenn sich noch eine Möglichkeit zur Teilnahme ergibt.
Selbstverständlich erhalten Sie so auch die Zusammenfassung und Ergebnisse der Veranstaltung.
Umfrage
Unabhängig von einer Teilnahme am Bot-Camp laden wir zu einer kurzen Umfrage zu Interessen und bisherigen Erfahrungen mit KI-Assistenten an Hochschulen ein. Hinweis: Sollten Sie sich zum Bot-Camp anmelden, ist die Umfrage bereits Teil der Anmeldung.
Die Ergebnisse fließen in die Veranstaltung sowie die anschließende Dokumentation ein. Vielen Dank fürs Mitmachen!
Konzeption, Durchführung und Kontakt
Malte Miram (HFD)
Antonia Dittmann (HFD)