HFD-Monitor 2026: Personalisiertes Lernen
Wie verändert sich Lernen an Hochschulen im Zuge der Digitalisierung und des Einsatzes Künstlicher Intelligenz? Der HFD-Fokusmonitor 2026 untersucht, welche Bedeutung personalisiertes Lernen an deutschen Hochschulen hat und wie weit entsprechende Lerntechnologien bereits umgesetzt sind.
Digitale Technologien versprechen, Lernen individueller, flexibler und effizienter zu gestalten. Learning Analytics, adaptive Lernumgebungen oder digitale Feedbacksysteme ermöglichen es, Lernprozesse auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Studierenden einzugehen. Der Blickpunkt zeigt, dass (generative) Künstliche Intelligenz der Diskussion um entsprechende Lerntechnologien und -formate neuen Wind gegeben hat.
Mit dem HFD-Fokusmonitor „Digitale Lernprozesse“ 2026 hat das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) Vizepräsident:innen und Prorektor:innen für Lehre an deutschen Hochschulen zum Stand der strategischen Auseinandersetzung mit digitalen und KI-gestützten Lernprozessen befragt. Im Mittelpunkt standen die Fragen, welche Bedeutung personalisiertes Lernen für die strategische Entwicklung von Studium und Lehre hat, wie weit entsprechende Lerntechnologien und -szenarien an den Hochschulen verbreitet sind und welche Rolle Künstliche Intelligenz dabei spielt.
Was die Befragung zeigt
Auf strategischer Ebene beschäftigen sich Hochschulen mit der Personalisierung und Flexibilisierung im Kontext der Digitalisierung von Studium und Lehre, allerdings eher mit mittlerer Priorität: Während für 83 Prozent der Hochschulen die Vorbereitung der Studierenden auf eine KI- und digital geprägte Lebens- und Arbeitswelt im Kontext der Digitalisierung von Studium und Lehre ein strategisch sehr wichtiges Ziel ist, geben dies für das Thema Individualisierung/Personalisierung nur 34 Prozent an.
Spezifische Lerntechnologien und -szenarien, wie beispielsweise adaptives Lernen, lernbegleitendes Feedback und Selbstlernkurse stehen auch auf der strategischen Agenda. Allerdings berichten beispielsweise nur 14 Prozent, dass adaptive Lernsysteme an ihrer Hochschule (weitestgehend) verbreitet sind. Gleichzeitig wird dem Thema eine sehr hohe strategische Relevanz zugesprochen: 92 Prozent der Befragten stufen Adaptives Lernen als „eher relevant“ oder „sehr relevant“ ein. Dies deutet darauf hin, dass Adaptives Lernen für Hochschulen ein wichtiges Zukunftsthema ist, auch wenn die praktische Umsetzung vielerorts noch am Anfang steht.
Bei Learning Analytics und KI-Chatbots passiert schon mehr auf der Umsetzungsebene: 43 Prozent der befragten Hochschulen stellen Learning Analytics als Infrastruktur für personalisiertes Feedback an Studierende Im Regel- oder Pilotbetrieb bereit. KI-gestützte Lernassistenten sind an 53 Prozent der befragten Hochschulen in der Umsetzung. Dies macht deutlich, dass (generative) Künstliche Intelligenz das Feld, was Lerntechnologien angeht, “von hinten aufräumt” und neue Möglichkeiten für die Realisierung personalisierter Lernprozesse an deutschen Hochschulen schafft.
Die Ergebnisse im Überblick
Die zentralen Ergebnisse des HFD-Fokusmonitors sind im HFD-Blickpunkt „Personalisiertes Lernen im KI-Zeitalter“ aufbereitet. Ergänzend können die erhobenen Daten in einer interaktiven Darstellung erkundet werden.

Blickpunkt: Personalisiertes Lernen im KI-Zeitalter
Der Blickpunkt gibt einen Überblick über die Ergebnisse des HFD-Fokusmonitors 2026. In dieser Reihe macht das HFD Trends und Themen des digitalen Wandels in Studium und Lehre an deutschen Hochschulen transparent, evidenzbasiert und ganzheitlich sichtbar. Im Gegensatz zum Monitor Digitalisierung 360° wird für den HFD-Fokusmonitor jeweils nur eine Zielgruppe befragt, um einen Einblick zu speziellen Fragestellungen zu bekommen. Die diesjährige Fokusbefragung widmet sich dem Thema personalisiertes Lernen. Befragt wurden Vizepräsident:innen/Prorektor:innen für Lehre aller deutschen Hochschulen zwischen Mai und Juni 2026.
Ansprechpartnerinnen
Jannica Budde
Theresa Sommer
