Editor’s Pick: Diese Sessions wollen Franzi und Swantje beim U:FF 2026 nicht verpassen
Editor’s Pick: Diese Sessions wollen Franzi und Swantje beim U:FF 2026 nicht verpassen
28.05.26
Welche Programmpunkte sollten Sie beim University:Future Festival 2026 nicht verpassen – und warum? Franzi und Swantje, unsere studentischen Mitarbeiterinnen des U:FF Teams, geben Einblicke in ihre persönlichen Programmhighlights. Im Fokus stehen Sessions zu digitaler Gewalt, kreativer Wissensvermittlung, KI, psychischer Gesundheit und den Herausforderungen, vor denen Hochschulen aktuell stehen. Ganz im Sinne des Festivalmottos „Under Pressure“.
📌 Stellt euch in 2–3 Sätzen kurz vor. Wer seid ihr, was macht ihr und warum interessiert euch das U:FF?
FRANZI: Ich bin Franzi und unterstütze als studentische Mitarbeiterin das University:Future Festival bei den Vorbereitungen und der Durchführung vor Ort in Berlin. Während des Festivals bin ich wahrscheinlich irgendwo zwischen den Bühnen, dem Backstage und dem Experience:Space unterwegs, dort, wo gerade etwas gebraucht wird. Ich freue mich auf das U:FF, weil ich zum ersten Mal dabei bin und gespannt darauf bin, wie das Programm und die Abläufe vor Ort zusammenkommen.


SWANTJE: Ich bin Swantje und in diesem Jahr zum zweiten Mal als studentische Mitarbeiterin Teil des Teams des University:Future Festival. Mein Fokus liegt insbesondere auf der digitalen Plattform sowie der technischen Umsetzung der digital-first-Veranstaltung. Schon im letzten Jahr hat mich begeistert, wie aus der intensiven Planung am Ende ein lebendiges Festival entsteht, deshalb freue ich mich besonders darauf zu sehen, wie unsere neuen Ideen und Funktionen in diesem Jahr bei den Teilnehmenden ankommen.
📌 Ein Programmpunkt, den ich auf keinen Fall verpassen will, ist …
FRANZI: Angst, Horror und das neue Monster der Gegenwart (Nabila Bushra, Maria do Mar Castro Varela, Farah Bouamar) · Dienstag, 23.06, 11:00 – 11:45 Uhr · Landing:Stage Berlin
Diese Session zeigt, wie eng Gefühle wie Kontrollverlust, Unsicherheit und Wandel mit unserer Gegenwart verwoben sind. Spannend finde ich, wie Horror als Erzählform hilft, solche Ängste zu verstehen und Hochschulen neue Perspektiven auf das Lernen unter Druck und den Umgang mit Unsicherheit eröffnet.


SWANTJE: Letting Go: vom Ende guter Ideen (Lorenz Mrohs, Mandy Schiefner-Rohs) · Montag, 22.06, 11:55 – 12:45 Uhr · Landing:Stage Berlin
Diese Session finde ich besonders spannend, weil im Innovationskontext oft über erfolgreiche Projekte gesprochen wird, selten jedoch über die, die nicht weitergeführt werden. Mich interessiert, was genau dazu führt, dass gute Ideen scheitern oder aufgegeben werden. Gleichzeitig steckt darin ein großes Lernpotenzial: Wie kann man gescheiterte Ansätze neu denken? Und wann ist es vielleicht auch sinnvoll, eine Idee bewusst loszulassen? Gerade dieser reflektierte Umgang mit Innovation macht diese Session für mich besonders wertvoll.
ℹ️ Neu in diesem Jahr: Die digitalen Bühnen sind erstmals entlang der sieben Tracks strukturiert, Future Skills, People, Connected University… und sorgen so für mehr Orientierung im Programm. Den vollständigen Überblick finden Sie hier: Programmübersicht.
📌 Wenn ich anderen Teilnehmenden nur eine Session weiterempfehlen dürfte, wäre es…
FRANZI: Hürden machen kreativ – Wie wir gemeinsam Herausforderungen im Studium mit Behinderung begegnen (Marlon Schwarze, Jojo Petters) · Dienstag, 23.06., 16:45 – 17:15 Uhr · Garden:Stage Berlin
In dieser Session geht es darum, wie Barrieren im Studienalltag kreativ angegangen werden und wie viel Stärke in gemeinsamer Selbstorganisation steckt. Damit wird sichtbar, wie wichtig Vernetzung und Zugänglichkeit für Studierende sind und wie Hochschulen davon lernen können.


SWANTJE: Don’t get silent! – Schutz vor und Umgang mit digitaler Gewalt (Ella Lassner) · Montag, 22.06., 12:10 – 13:15 Uhr · The Bigger Picture (Digital)
Diese Session halte ich für besonders relevant, da digitale Gewalt im Zuge der zunehmenden Digitalisierung immer stärker in den Fokus rückt. Oft herrscht Unsicherheit darüber, welche Formen digitaler Gewalt es gibt und wie man damit umgehen kann. Genau hier setzt die Session an: Sie schafft Bewusstsein, zeigt Handlungsmöglichkeiten auf und stärkt die eigene Handlungssicherheit. Gerade im Hochschulkontext ist das Thema hochaktuell, etwa im Spannungsfeld von Meinungsfreiheit, demokratischen Diskursen und dem Schutz von digitalen Räumen.
📌 Dieser Programmpunkt spiegelt für mich besonders gut das Motto Under Pressure wieder:
FRANZI: Zwischen Freiheit, Vereinnahmung und Verantwortung: Wissenschaft im Stresstest (Hartmut Graßl, Alexandra Retkowski, Maria Reinisch, Heike Bartholomäus) · Montag, 22.06., 10:05 – 10:35 Uhr · The Bigger Picture (Digital)
Dieser Programmpunkt spiegelt für mich besonders gut das Motto wider, weil die Session zeigt, wie Wissenschaft heute gleichzeitig unter Erwartungsdruck, politischer Spannung und ethischer Verantwortung steht und wie herausfordernd es ist, in diesem Spannungsfeld souverän zu bleiben.


SWANTJE: Welche menschliche Kompetenz bleibt, wenn die KI alles kann? (Alexandra Müller, Salomé Kalessi, Sebastian Suckow) · Dienstag, 23.06., 12:10 – 12:40 Uhr · AI Force:Stage Graz
Diese Session trifft den Kern des Festival-Mottos sehr gut, da sie den zunehmenden Druck durch technologische Entwicklungen thematisiert. Künstliche Intelligenz wird immer leistungsfähiger und das wirft bei vielen, insbesondere bei jungen Menschen, Fragen nach dem eigenen Wert und den eigenen Fähigkeiten auf. Die Unsicherheit darüber, welche Kompetenzen künftig noch „menschlich“ bleiben, erzeugt spürbaren Druck und macht die Auseinandersetzung mit dieser Frage besonders relevant.
📌 Diese Pressure Points sind im Hochschulkontext momentan besonders akut – und dieser Programmpunkt greift dieses Thema direkt auf…
FRANZI: Bias, Macht und die Zukunftsverantwortung von Hochschulen (Johanna Leifeld, Sarah Becker) · Montag, 22.06., 11:25 – 11:55 Uhr · The Bigger Picture (Digital)
… weil hier sichtbar wird, wie stark Hochschulen unter dem Druck stehen, KI sowohl technisch als auch gesellschaftlich verantwortungsvoll zu gestalten. Die Session zeigt, wie tief Bias in Daten und Entscheidungsprozessen verankert ist und warum genau darin eine zentrale Zukunftsaufgabe für Hochschulen liegt.


SWANTJE: Psychische Gesundheit von Studierenden im Fokus (Simone Kaminski) · Montag, 22.06., 11:25 – 11:55 Uhr · People (Digital)
Ein zentraler Pressure Point im Hochschulkontext ist aus meiner Sicht die psychische Gesundheit von Studierenden. Leistungsdruck, Unsicherheiten und hohe Anforderungen können schnell zu Überlastung führen. Gleichzeitig fehlen häufig ausreichende Unterstützungsangebote oder Wissen darüber, wie man mit solchen Situationen umgeht. Diese Session greift genau diese Herausforderungen auf und lenkt die notwendige Aufmerksamkeit auf ein Thema, das noch viel stärker in den Fokus rücken sollte – auch mit Blick darauf, welche Rolle Hochschulen bei Prävention und Unterstützung spielen können.
📌 Beim U:FF 2026 freue ich mich besonders auf…
FRANZI: Die Sessions, die neue Wege für die Hochschulbildung eröffnen und zeigen, wie viel kreative Energie in digitalen Formaten und moderner Lehre steckt. Und ich gebe zu: die Abendveranstaltung ist für mich das heimliche Highlight, der Moment, an dem all die Eindrücke des Tages zusammenkommen.


SWANTJE: Ich freue mich besonders auf die Vielfalt des Programms und darauf, neue Perspektiven kennenzulernen, die mir Impulse für meinen eigenen Hochschulalltag geben. Besonders schön finde ich in diesem Jahr die Einführung der Reflection Sheets (auf Talque verfügbar): Sie bieten eine tolle Möglichkeit, die vielen Eindrücke bewusst zu reflektieren und die Highlights der Festivaltage festzuhalten. Insgesamt freue ich mich auf drei inspirierende Tage voller spannender Einblicke, innovativer Ideen und interessanter Begegnungen.


Matti Flieger 
