Ansprechpartner:innen
Barbara Wagner
Jens Tobor
Was bewegt die Community und wie gelingt die digitale Transformation der Hochschulbildung? Die Agora [Zukunft] identifiziert Veränderungsbedarfe, priorisiert Themen und gibt Impulse für Kollaboration und Lösungsentwicklung.
Was bewegt die Community und wie gelingt die digitale Transformation der Hochschulbildung? Die Agora [Zukunft] identifiziert Veränderungsbedarfe, priorisiert Themen und gibt Impulse für Kollaboration und Lösungsentwicklung.
Das Hochschulforum Digitalisierung möchte zentrale Herausforderungen und Zukunftsfragen der digitalen Transformation an Hochschulen sichtbar machen, gemeinsam mit der Community einordnen und konkrete Handlungsperspektiven entwickeln. Hierfür ist die Agora [Zukunft] als mehrstufiger Prozess angelegt.
Der Prozess erfolgt stets im engen Austausch mit der HFD-Community über aktuelle Themen der Hochschulentwicklung. Das Format wird dabei an aktuelle Bedarfe angepasst. 2026 setzt das HFD den jährlichen Zyklus des Events fort.
Beim Community-Event im Berliner silent green kamen am 9. September über 200 ausgewählte Gestalter:innen aus Hochschulen, Landes- und Bundespolitik, Netzwerkorganisationen und Studierendeninitiativen zusammen. Neben Impulsen und Diskussionen im Plenum stand vor allem die gemeinsame Arbeit in Workshops im Mittelpunkt. Dort wurde an zehn Schwerpunkten gearbeitet, in denen sich auch zuvor per Umfrage identifizierte Problemfelder spiegelten. Aus den Workshops gingen Lösungsansätze hervor, die über den Tag hinaus wirken sollen. [Methodik und Einordnung]
Die Ergebnisse der Agora [Zukunft] 2025 wurden auf der Website des HFD sowie in einer Publikation umfassend dokumentiert. Die Dokumentation bündelt die zentralen Ergebnisse des Community-Events Agora [Zukunft] und zeigt, welche Herausforderungen und Chancen die Hochschul-Community in der digitalen Transformation sieht. Sie bietet einen kompakten Überblick und eine Grundlage für Austausch und die Entwicklung zukunftsorientierter Lösungen.
Am 15. September 2026 lädt das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) erneut zur Agora [Zukunft] nach Berlin ein. Diese besondere Präsenz-Veranstaltung schafft einen innovativen Denk- und Verständigungsraum, in dem drängende Herausforderungen und erfolgversprechende Ansätze der digitalen Transformation im Hochschulbereich sichtbar gemacht, gemeinsam eingeordnet und weitergedacht werden.
Ausgewählte Vertreter:innen aus Hochschulleitung, Lehre und Forschung, Verwaltung, studentischen Initiativen sowie Politik und förderpolitischen Institutionen kommen hier zusammen, um Handlungsbedarfe und Entwicklungsperspektiven kollaborativ und lösungsorientiert zusammenzuführen.
Bei der Agora [Zukunft] 2026 werden vier richtungsweisende Themen aufgegriffen, die im vergangenen Jahr angestoßen wurden und derzeit im besonderen Maße eine gemeinsame Vertiefung und Weiterbearbeitung erfordern. Die Themen beschäftigen nicht nur uns als HFD. Wir freuen uns daher, dass wir für jedes dieser Fokusthemen eine Organisation als Netzwerkpartner gewinnen konnten.

Die rasante Entwicklung von KI stellt Hochschulen vor strategische Entscheidungen, die weit über den Einsatz einzelner Technologien hinausgehen. Gefragt sind Antworten darauf, wie sich Hochschulen als Lern- und Bildungsorte in einer von KI geprägten Welt positionieren, welche Strukturen Innovation unterstützen und wie Veränderungsprozesse gemeinsam gestaltet werden können. Zwischen Aufbruch, Unsicherheit und neuen Gestaltungsspielräumen entsteht die Herausforderung, KI nicht nur zu integrieren, sondern ihre Auswirkungen auf Studium, Lehre und Institution aktiv zu gestalten.

Die FernUniversität in Hagen hat eine KI-Strategie entwickelt, die in einem partizipativen Prozess entstanden ist und unterschiedliche Handlungsfelder der Hochschule adressiert. Die Strategie dient zugleich als Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung von Strukturen und Prozessen im Umgang mit KI. Dabei steht insbesondere die Verbindung von strategischer Ausrichtung und Governance-Fragen im Fokus, um den Einsatz und die Entwicklung von KI an der Hochschule organisatorisch zu verankern.
Die TU Braunschweig befasst sich im Rahmen ihrer strategischen Entwicklung mit der Frage, welche Rolle künstliche Intelligenz für das Profil und das Bildungsverständnis einer Technischen Universität spielt. Im Mittelpunkt stehen Überlegungen dazu, wie Lern-, Lehr- und Prüfungsformate in einer von KI geprägten Hochschullandschaft weiterentwickelt werden können. Begleitend wurde mit dem AI4TUBS Lab ein hochschulweites Format geschaffen, das verschiedene Perspektiven aus der Hochschule zusammenführt und die Entwicklung von Strategie und Leitlinien unterstützt.
Barbara Wagner
Jens Tobor
AI Literacy entwickelt sich zunehmend zu einer zentralen Zukunftsaufgabe für Hochschulen. Dabei geht es nicht nur um den Erwerb technischer Kenntnisse, sondern um die Frage, welche KI-bezogenen Kompetenzen Studierende, Lehrende und Mitarbeitende benötigen und wie diese systematisch aufgebaut werden können. Hochschulen stehen vor der Herausforderung, passende Kompetenzrahmen zu entwickeln, Qualifizierungsangebote nachhaltig zu verankern und AI Literacy als Bestandteil von Studium, Lehre und Personalentwicklung strategisch zu gestalten.

SURF beschäftigt sich mit der Frage, wie Hochschulen KI-bezogene Kompetenzen systematisch in Studienangebote integrieren können. Grundlage bildet eine Untersuchung zur Curriculumentwicklung im Kontext von KI, die Erfahrungen und Entwicklungen aus dem niederländischen Hochschulsystem aufgreift. Im Fokus stehen Ansätze für den nachhaltigen Kompetenzaufbau von Studierenden sowie die Weiterentwicklung curricularer Strukturen.
Im Rahmen des Projekts „KI-Kompetenzen an Hochschulen stärken“ werden Ansätze erprobt, um KI-Kompetenzen von Studierenden durch curricular und extracurricular eingebundene Lernangebote zu fördern. Die TH Nürnberg zeigt dabei beispielhaft, wie Online-Selbstlernkurse des KI-Campus in Studienangebote integriert werden können. Das Projekt verbindet hochschulübergreifende Zusammenarbeit mit konkreten Umsetzungsansätzen auf institutioneller Ebene.
Malte Miram
Jannica Budde
Digitale Souveränität beschreibt die Fähigkeit von Hochschulen, digitale Technologien und Infrastrukturen selbstbestimmt, resilient und im Einklang mit ihren Zielen einzusetzen. Angesichts wachsender Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern, steigender Anforderungen an Sicherheit und zunehmender Komplexität digitaler Systeme stellt sich die Frage, wie Hochschulen ihre Handlungsfähigkeit langfristig sichern können. Dabei geht es nicht nur um technische Entscheidungen, sondern auch um geeignete Governance-Strukturen, nachhaltige Kooperationsmodelle und die Abwägung zwischen Kontrolle, Nutzbarkeit und Ressourcenaufwand.

Das KI-Expertise-Zentrum NRW bündelt verschiedene landesweite Aktivitäten und Unterstützungsstrukturen rund um den Einsatz von KI an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen. Der Ansatz umfasst unterschiedliche Ebenen, von der Qualifizierung von Nutzer:innen über die Entwicklung hochschulspezifischer Anwendungen bis hin zu Fragen von Modellen und Infrastruktur. Im Fokus steht der Aufbau gemeinsamer Kompetenzen und Strukturen, die Hochschulen im Umgang mit KI unterstützen und hochschulübergreifende Zusammenarbeit ermöglichen.
Das Open Source Development Network ist ein hochschulübergreifender Verbund in Niedersachsen, der sich mit der kooperativen Weiterentwicklung und Pflege von Open-Source-Software beschäftigt. Dabei stehen Fragen der Softwarequalität, Sicherheit, Barrierefreiheit, Nutzbarkeit und langfristigen Wartung im Mittelpunkt. Das Projekt betrachtet digitale Infrastruktur nicht nur als Betriebsaufgabe, sondern auch als kontinuierlichen Entwicklungsprozess, der durch gemeinsame Governance- und Kooperationsstrukturen unterstützt wird.
Uwe Reckzeh-Stein
Christoph Koitka-Fieke
Innovative Lehre entsteht dort, wo Hochschulen neue Wege des Lehrens und Lernens erproben, gemeinsam weiterentwickeln und dauerhaft verankern. Angesichts sich wandelnder Anforderungen an Studium und Lehre stellt sich die Frage, wie innovative Lehr-Lernformate gefördert, erfolgreiche Ansätze skaliert und Studierende aktiv in Gestaltungsprozesse eingebunden werden können. Für Hochschulen geht es dabei nicht nur um einzelne Projekte, sondern um die Schaffung von Rahmenbedingungen, Netzwerken und Kooperationen, die kontinuierliche Innovation und organisatorisches Lernen ermöglichen.

Lehrlabor³ bringt Studierende, Lehrende und Hochschuldidaktiker:innen in gemeinsamen Teams zusammen, um innovative Lehr-Lernformate zu entwickeln und zu erproben. In einem mehrstufigen Prozess werden Ideen für die Hochschullehre weiterentwickelt, erprobt und durch kollegialen Austausch reflektiert. Das Projekt setzt auf hochschulübergreifende Zusammenarbeit und die Einbindung unterschiedlicher Perspektiven in die Gestaltung von Lehre.
Campus in Transition ist ein Verbundprojekt der TU Braunschweig, der Universität Göttingen und der Leuphana Universität Lüneburg. Ziel ist die Entwicklung einer flexibleren Lehr- und Studienarchitektur, die hochschulübergreifende Bildungsangebote und individuelle Bildungswege unterstützt. Dafür arbeiten die Hochschulen gemeinsam an neuen Konzepten für Studienstrukturen, Lehrkooperationen und administrative Rahmenbedingungen, die eine standortübergreifende Zusammenarbeit in Studium und Lehre ermöglichen sollen.
Yasmin Djabarian
Antonia Dittmann
Die Agora [Zukunft] versteht sich als kontinuierlicher Prozess. Diese Seite dokumentiert die Ergebnisse und Lösungsansätze der zweiten Iteration und wird um weiterführende Aktivitäten, Materialien und Impulse aus dem Hochschulforum Digitalisierung ergänzt. Damit bleibt der Dialog zu den identifizierten Problemfeldern geöffnet: In kommenden Formaten greifen wir Themen auf, entwickeln sie gemeinsam weiter und verknüpfen sie mit Initiativen des HFD.
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