Insights der Agora [Zukunft] 2026

Was bewegt die Community und wie gelingt die digitale Transformation der Hochschulbildung? Die Agora [Zukunft] identifiziert Veränderungsbedarfe, priorisiert Themen und gibt Impulse für Kollaboration und Lösungsentwicklung.

Title Image
Title Image

Was bewegt die Community und wie gelingt die digitale Transformation der Hochschulbildung? Die Agora [Zukunft] identifiziert Veränderungsbedarfe, priorisiert Themen und gibt Impulse für Kollaboration und Lösungsentwicklung.

Agora [Zukunft] – ein kontinuierlicher Prozess

Das Hochschulforum Digitalisierung möchte zentrale Herausforderungen und Zukunftsfragen der digitalen Transformation an Hochschulen sichtbar machen, gemeinsam mit der Community  einordnen und konkrete Handlungsperspektiven entwickeln. Hierfür ist die Agora [Zukunft] als mehrstufiger Prozess angelegt. 

Der Prozess erfolgt stets im engen Austausch mit der HFD-Community über aktuelle Themen der Hochschulentwicklung. Das Format wird dabei an aktuelle Bedarfe angepasst. 2026 setzt das HFD den jährlichen Zyklus des Events fort.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Woran wir anknüpfen

 

Beim Community-Event im Berliner silent green kamen am 9. September über 200 ausgewählte Gestalter:innen aus Hochschulen, Landes- und Bundespolitik, Netzwerkorganisationen und Studierendeninitiativen zusammen. Neben Impulsen und Diskussionen im Plenum stand vor allem die gemeinsame Arbeit in Workshops im Mittelpunkt. Dort wurde an zehn Schwerpunkten gearbeitet, in denen sich auch zuvor per Umfrage identifizierte Problemfelder spiegelten. Aus den Workshops gingen Lösungsansätze hervor, die über den Tag hinaus wirken sollen. [Methodik und Einordnung]

Die Ergebnisse der Agora [Zukunft] 2025 wurden auf der Website des HFD sowie in einer Publikation umfassend dokumentiert. Die Dokumentation bündelt die zentralen Ergebnisse des Community-Events Agora [Zukunft] und zeigt, welche Herausforderungen und Chancen die Hochschul-Community in der digitalen Transformation sieht. Sie bietet einen kompakten Überblick und eine Grundlage für Austausch und die Entwicklung zukunftsorientierter Lösungen.

Agora [Zukunft] 2026

 

Am 15. September 2026 lädt das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) erneut zur Agora [Zukunft] nach Berlin ein. Diese besondere Präsenz-Veranstaltung schafft einen innovativen Denk- und Verständigungsraum, in dem drängende Herausforderungen und erfolgversprechende Ansätze der digitalen Transformation im Hochschulbereich sichtbar gemacht, gemeinsam eingeordnet und weitergedacht werden. 

Ausgewählte Vertreter:innen aus Hochschulleitung, Lehre und Forschung, Verwaltung, studentischen Initiativen sowie Politik und förderpolitischen Institutionen kommen hier zusammen, um Handlungsbedarfe und Entwicklungsperspektiven kollaborativ und lösungsorientiert zusammenzuführen.

Bei der Agora [Zukunft] 2026 werden vier richtungsweisende Themen aufgegriffen, die im vergangenen Jahr angestoßen wurden und derzeit im besonderen Maße eine gemeinsame Vertiefung und Weiterbearbeitung erfordern. Die Themen beschäftigen nicht nur uns als HFD. Wir freuen uns daher, dass wir für jedes dieser Fokusthemen eine Organisation als Netzwerkpartner gewinnen konnten.

Grafische Darstellung eines dreistufigen Beteiligungsprozesses. Oben: „Vorbereitung“ mit Briefumschlag-Symbol und dem Hinweis „Expertisen und Gestalter:innen akquirieren“. Links: „Fokusthemen sondieren“ mit Lupen-Symbol und dem Hinweis „Bedarfe sichtbar machen“. Rechts: „Community-Event“ mit Handschlag-Symbol und dem Hinweis „Bearbeitung und Diskussion der Fokusthemen“. Unten mittig: Glühbirnen-Symbol mit „Handlungsansätze & Materialien“ sowie der Aussage „Impulse in HFD-Aktivitäten übertragen“. Die Elemente sind kreisförmig angeordnet und verdeutlichen den Weg von der Vorbereitung über Bedarfsermittlung und Diskussion hin zu konkreten Ergebnissen und deren Umsetzung.

Fokusthemen im Überblick

KI-Strategien

Die rasante Entwicklung von KI stellt Hochschulen vor strategische Entscheidungen, die weit über den Einsatz einzelner Technologien hinausgehen. Gefragt sind Antworten darauf, wie sich Hochschulen als Lern- und Bildungsorte in einer von KI geprägten Welt positionieren, welche Strukturen Innovation unterstützen und wie Veränderungsprozesse gemeinsam gestaltet werden können. Zwischen Aufbruch, Unsicherheit und neuen Gestaltungsspielräumen entsteht die Herausforderung, KI nicht nur zu integrieren, sondern ihre Auswirkungen auf Studium, Lehre und Institution aktiv zu gestalten.

Netzwerkpartner

Themenillustration für Strategieentwicklung mit Hand und Stift, die einen Haken auf ein Klemmbrett setzen.

Fokusfragen

Wie verändert KI die Rolle der Hochschule als Lern- und Bildungsort?

Welche neuen Profile, Schwerpunkte oder Studienangebote entstehen durch KI?

Welche Strukturen, Prozesse und Akteursgruppen helfen dabei, KI in Studium und Lehre wirksam und innovativ zu verankern?

Wie können Hochschulen Unsicherheiten und Bedenken zu KI konstruktiv aufgreifen und gleichzeitig Innovationsräume offen halten?

Wie verändert KI die Rolle von Lehrenden und wie kann dazu Orientierung hergestellt werden?

Good Practices

KI-Strategie der FernUniversität in Hagen

 

Die FernUniversität in Hagen hat eine KI-Strategie entwickelt, die in einem partizipativen Prozess entstanden ist und unterschiedliche Handlungsfelder der Hochschule adressiert. Die Strategie dient zugleich als Ausgangspunkt für die Weiterentwicklung von Strukturen und Prozessen im Umgang mit KI. Dabei steht insbesondere die Verbindung von strategischer Ausrichtung und Governance-Fragen im Fokus, um den Einsatz und die Entwicklung von KI an der Hochschule organisatorisch zu verankern.

KI als Identitätsaspekt einer Technischen Universität (TU Braunschweig)

 

Die TU Braunschweig befasst sich im Rahmen ihrer strategischen Entwicklung mit der Frage, welche Rolle künstliche Intelligenz für das Profil und das Bildungsverständnis einer Technischen Universität spielt. Im Mittelpunkt stehen Überlegungen dazu, wie Lern-, Lehr- und Prüfungsformate in einer von KI geprägten Hochschullandschaft weiterentwickelt werden können. Begleitend wurde mit dem AI4TUBS Lab ein hochschulweites Format geschaffen, das verschiedene Perspektiven aus der Hochschule zusammenführt und die Entwicklung von Strategie und Leitlinien unterstützt.

Ansprechpartner:innen

Barbara Wagner
Barbara Wagner
Stifterverband, Stellv. Geschäftsstellenleiterin & Teamleiterin: Beraten, Qualifizieren & stud. Partizipation
Portraitfoto von Jens Tobor
Jens Tobor
CHE Centrum für Hochschulentwicklung, Projektmanager Hochschulforum Digitalisierung

AI Literacy

AI Literacy entwickelt sich zunehmend zu einer zentralen Zukunftsaufgabe für Hochschulen. Dabei geht es nicht nur um den Erwerb technischer Kenntnisse, sondern um die Frage, welche KI-bezogenen Kompetenzen Studierende, Lehrende und Mitarbeitende benötigen und wie diese systematisch aufgebaut werden können. Hochschulen stehen vor der Herausforderung, passende Kompetenzrahmen zu entwickeln, Qualifizierungsangebote nachhaltig zu verankern und AI Literacy als Bestandteil von Studium, Lehre und Personalentwicklung strategisch zu gestalten.

Netzwerkpartner

Themenillustration für AI Literacy mit einem Laptop auf dem eine aus Papier geschnittene Glühbirne klebt. Daneben ein Stapel Bücher.

Fokusfragen

Welche Strukturen und Angebote braucht es für den Kompetenzaufbau von Mitarbeitenden und Lehrenden?

Welche Strukturen und Angebote braucht es für den Kompetenzaufbau von Studierenden?

Wie lassen sich gelingende Formate des KI-Kompetenzaufbau nachweislich befördern und skalieren?

Wie setzt man ein zum Hochschulprofil passendes AI-Literacy-Framework in der Hochschulentwicklung um?

Good Practices

Curriculumentwicklung in den Niederlanden: Analysen und Erfahrungen von SURF

 

SURF beschäftigt sich mit der Frage, wie Hochschulen KI-bezogene Kompetenzen systematisch in Studienangebote integrieren können. Grundlage bildet eine Untersuchung zur Curriculumentwicklung im Kontext von KI, die Erfahrungen und Entwicklungen aus dem niederländischen Hochschulsystem aufgreift. Im Fokus stehen Ansätze für den nachhaltigen Kompetenzaufbau von Studierenden sowie die Weiterentwicklung curricularer Strukturen.

KI-Kompetenzen an Hochschulen stärken: Integration von KI-Campus-Kursen (Stifterverband und TH Nürnberg)

 

Im Rahmen des Projekts „KI-Kompetenzen an Hochschulen stärken“ werden Ansätze erprobt, um KI-Kompetenzen von Studierenden durch curricular und extracurricular eingebundene Lernangebote zu fördern. Die TH Nürnberg zeigt dabei beispielhaft, wie Online-Selbstlernkurse des KI-Campus in Studienangebote integriert werden können. Das Projekt verbindet hochschulübergreifende Zusammenarbeit mit konkreten Umsetzungsansätzen auf institutioneller Ebene.

Ansprechpartner:innen

Portraitfoto Malte Miram
Malte Miram
Stifterverband, Programmmanager Qualifizierung
Dr. Jannica Budde
Jannica Budde
CHE Centrum für Hochschulentwicklung, Senior Projektmanagerin Hochschulforum Digitalisierung

Digitale Souveränität

Digitale Souveränität beschreibt die Fähigkeit von Hochschulen, digitale Technologien und Infrastrukturen selbstbestimmt, resilient und im Einklang mit ihren Zielen einzusetzen. Angesichts wachsender Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern, steigender Anforderungen an Sicherheit und zunehmender Komplexität digitaler Systeme stellt sich die Frage, wie Hochschulen ihre Handlungsfähigkeit langfristig sichern können. Dabei geht es nicht nur um technische Entscheidungen, sondern auch um geeignete Governance-Strukturen, nachhaltige Kooperationsmodelle und die Abwägung zwischen Kontrolle, Nutzbarkeit und Ressourcenaufwand.

Netzwerkpartner

Themenillustration Digitale Souveränität mit einer Hand, einem Roboterkopf über dem eine Krone schwebt und einem Fragezeichen

Fokusfragen

Wie entscheiden Hochschulen, welche digitalen Infrastrukturen sie selbst kontrollieren sollten und wo Kooperationen oder externe Lösungen sinnvoll sind?

Wie werden Hochschulen resilient gegenüber Ausfällen zentraler digitaler Dienste?

Welche Kooperationen ermöglichen mehr digitale Handlungsfähigkeit?

Wie lassen sich Zielkonflikte zwischen Sicherheit, Nutzbarkeit und Kosten produktiv bearbeiten?

Good Practices

KI-Expertise-Zentrum NRW

 

Das KI-Expertise-Zentrum NRW bündelt verschiedene landesweite Aktivitäten und Unterstützungsstrukturen rund um den Einsatz von KI an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen. Der Ansatz umfasst unterschiedliche Ebenen, von der Qualifizierung von Nutzer:innen über die Entwicklung hochschulspezifischer Anwendungen bis hin zu Fragen von Modellen und Infrastruktur. Im Fokus steht der Aufbau gemeinsamer Kompetenzen und Strukturen, die Hochschulen im Umgang mit KI unterstützen und hochschulübergreifende Zusammenarbeit ermöglichen.

Open Source Development Network

 

Das Open Source Development Network ist ein hochschulübergreifender Verbund in Niedersachsen, der sich mit der kooperativen Weiterentwicklung und Pflege von Open-Source-Software beschäftigt. Dabei stehen Fragen der Softwarequalität, Sicherheit, Barrierefreiheit, Nutzbarkeit und langfristigen Wartung im Mittelpunkt. Das Projekt betrachtet digitale Infrastruktur nicht nur als Betriebsaufgabe, sondern auch als kontinuierlichen Entwicklungsprozess, der durch gemeinsame Governance- und Kooperationsstrukturen unterstützt wird.

Level Up (innovative) Lehre

Innovative Lehre entsteht dort, wo Hochschulen neue Wege des Lehrens und Lernens erproben, gemeinsam weiterentwickeln und dauerhaft verankern. Angesichts sich wandelnder Anforderungen an Studium und Lehre stellt sich die Frage, wie innovative Lehr-Lernformate gefördert, erfolgreiche Ansätze skaliert und Studierende aktiv in Gestaltungsprozesse eingebunden werden können. Für Hochschulen geht es dabei nicht nur um einzelne Projekte, sondern um die Schaffung von Rahmenbedingungen, Netzwerken und Kooperationen, die kontinuierliche Innovation und organisatorisches Lernen ermöglichen.

Netzwerkpartner

Themenillustration für Lehre mit einem Rucksack, einem Puzzleteil und einem aufwärts gerichteten Pfeil

Fokusfragen

Wie können neue Lehr-Lernformate gemeinsam mit Studierenden, Lehrenden und weiteren Akteur:innen gestaltet und weiterentwickelt werden?

Welche Ressourcen, Unterstützungsstrukturen und Kulturen fördern innovative Lehr-Lernformate und ihren Transfer innerhalb und zwischen Hochschulen?

Welche Rahmenbedingungen ermöglichen innovative Lehr- UND Studienangebote?

Wie können hochschulübergreifende Kooperationen die nachhaltige Entwicklung innovativer Lehr- UND Studienangebote befördern?

Good Practices

Lehrlabor³

 

Lehrlabor³ bringt Studierende, Lehrende und Hochschuldidaktiker:innen in gemeinsamen Teams zusammen, um innovative Lehr-Lernformate zu entwickeln und zu erproben. In einem mehrstufigen Prozess werden Ideen für die Hochschullehre weiterentwickelt, erprobt und durch kollegialen Austausch reflektiert. Das Projekt setzt auf hochschulübergreifende Zusammenarbeit und die Einbindung unterschiedlicher Perspektiven in die Gestaltung von Lehre.

Campus in Transition (CiT) – Eine flexible Lehrarchitektur

 

Campus in Transition ist ein Verbundprojekt der TU Braunschweig, der Universität Göttingen und der Leuphana Universität Lüneburg. Ziel ist die Entwicklung einer flexibleren Lehr- und Studienarchitektur, die hochschulübergreifende Bildungsangebote und individuelle Bildungswege unterstützt. Dafür arbeiten die Hochschulen gemeinsam an neuen Konzepten für Studienstrukturen, Lehrkooperationen und administrative Rahmenbedingungen, die eine standortübergreifende Zusammenarbeit in Studium und Lehre ermöglichen sollen.

Ansprechpartnerinnen

Profilbild von Dr. Yasmin Djabarian
Yasmin Djabarian
Stifterverband, Teamleitung Stifterverband: Innovation & Internationalisierung
Antonia Dittmann
Antonia Dittmann
Stifterverband, Programmmanagerin Qualifizierung

Ausblick

Die Agora [Zukunft] versteht sich als kontinuierlicher Prozess. Diese Seite dokumentiert die Ergebnisse und Lösungsansätze der zweiten Iteration und wird um weiterführende Aktivitäten, Materialien und Impulse aus dem Hochschulforum Digitalisierung ergänzt. Damit bleibt der Dialog zu den identifizierten Problemfeldern geöffnet: In kommenden Formaten greifen wir Themen auf, entwickeln sie gemeinsam weiter und verknüpfen sie mit Initiativen des HFD.