Neues Diskussionspapier: Stabilität durch Wandel? Ein Problemaufriss zur digitalen Resilienz an Hochschulen
In den letzten Jahren sind Hochschulen in einen Modus geraten, den man als „reaktives Management“ bezeichnen könnte: Pandemie-Management auf die Schnelle, ad-hoc-Lösungen für Cyber-Sicherheitslücken, irgendwie Schritt halten mit generativen KI-Tools. Dieses Papier argumentiert: Wer in einer unübersichtlichen Welt die Bildungslandschaft von morgen aktiv mitgestalten will, braucht digitale Resilienz. Denn digital resiliente Hochschulen erkennen Herausforderungen frühzeitig, bleiben bei Störungen in digitalen Infrastrukturen handlungsfähig und sie integrieren neue Technologien wie KI souveräne in Lehre, Forschung und Verwaltung.
Um den Stand strategischer Prozesse und operativer Maßnahmen zur Integration von (generativer) KI in Studium und Lehre an deutschen Hochschulen zu untersuchen, wurden von Mai bis Mitte Juni 2025 hochschuldidaktischen Einrichtungen an öffentlichen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) befragt.
Das HFD veröffentlicht den zweiten Monitor Digitalisierung 360°. Befragt wurden Hochschulleitungen, Lehrende, Studierende und Supportmitarbeiter:innen für einen umfassenden Rundumblick zum Stand der Digitalisierung in Studium und Lehre an deutschen Hochschulen. Die Studie zeigt unter anderem: (Angereicherte) Präsenzlehre bleibt die Norm an deutschen Hochschulen. Knapp die Hälfte der Lehrenden kennt die Lehrstrategie der eigenen Hochschule und berücksichtigt sie in der Lehrplanung. Die Zufriedenheit mit der technischen Ausstattung ist gestiegen, es fehlt aber an Fachpersonal in der IT. Und auch Zukunftskompetenzen und kompetenzorientierte Lernformate haben einen Platz in der Lehre gefunden.
In diesem Diskussionspapier setzen sich Johanna Leifeld und Jannica Budde mit der strategischen Bedeutung der Digitalisierung im Maschinenbau auseinander und zeigen auf, warum die Fachbereiche diesen Wandel aktiv gestalten müssen und wie dies gelingen kann. Neben konkreten Empfehlungen für die Entwicklung von Studiengängen und Curricula, die den Anforderungen des digitalen Zeitalters gerecht werden, regt das Diskussionspapier dazu an, sich im Fachbereich der Aufgabe zu stellen, Interessierte zusammenzubringen, Studierende für diese Prozesse zu gewinnen und gemeinsam die richtigen Fragen zu stellen.
Wo stehen deutsche Hochschulen in Bezug auf die Implementierung von (generativer) KI in Studium und Lehre? Wie nutzen Studierende und Lehrende KI-Tools und was tun Hochschulen insgesamt? Ein neuer HFD-Blickpunkt gibt Antworten auf diese Fragen und formuliert Handlungsempfehlungen für das Hochschulmanagement.
(Generative) KI hat das Prüfungssystem auf den Kopf gestellt. Die Angst vor Betrugsversuchen durch Studierende dominiert nach wie vor die Diskussion. Doch an der Universität von Adelaide in Australien hat sich der Fokus auf akademische Integrität und die Unterstützung der Studierenden verlagert. In diesem Interview erklärt Edward Palmer, Professor und Direktor der Unit of Digital Education and Training an der School of Education, die Auswirkungen von KI auf Prüfungen und wie sich Einstellungen zu Prüfungen ändern müssen.
Im Rahmen der Peer-to-Peer-Strategieberatung unterstützt das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) seit 2017 Hochschulen bei der Digitalisierung von Studium und Lehre. Das Programm richtet sich an Hochschulen, die die digitale Transformation in Studium und Lehre aktiv gestalten wollen. Expert:innen aus dem Hochschulbereich begleiten diesen Prozess und sprechen konkrete Empfehlungen aus, die auf den Zielen und Themen der jeweiligen Hochschule basieren. Die Empfehlungen der Peer-Expert:innen sind so vielfältig wie die Zielsetzungen und Profile der Hochschulen selbst. Dennoch haben sich in den letzten Jahren wiederkehrende Herausforderungen und entsprechende Empfehlungen herauskristallisiert.
Das Diskussionspapier entwirft basierend auf einer Workshopreihe aus dem Sommer 2023 eine Prüfungskultur von morgen: Wie sehen Vorbedingungen, ermöglichende Rahmenbedingungen sowie grundlegend Werte für Prüfungen aus, damit Hochschulen angemessen auf den technologischen Wandel reagieren können? Darüber hinaus identifizieren die Autor:innen zentrale Herausforderungen und Reibungspunkte im aktuellen Diskurs.
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