Peer-to-Peer-Strategieberatung 2026: KI in der Hochschulbildung

KI verändert Hochschulen – gestalten Sie den Wandel aktiv mit! Die Strategieberatung des HFD begleitet Sie dabei – peer-gestützt, individuell und zielorientiert. Mit der Peer-to-Peer-Strategieberatung „KI in der Hochschulbildung“ bietet das Hochschulforum Digitalisierung Hochschulleitungen 2026 erneut die Möglichkeit, diesen Transformationsprozess strukturiert, partizipativ und strategisch zu begleiten. Mitte März wurden aus 40 Einreichungen die vier teilnehmenden Hochschulen ausgewählt: die Hochschule für Technik Stuttgart, die RPTU Kaiserslautern-Landau, die Hochschule RheinMain und die Universität Hamburg.

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Die Peer-to-Peer-Strategieberatung

Die Strategieberatung des Hochschulforum Digitalisierung ist ein seit 2017 etabliertes Entwicklungsinstrument für Hochschulen, die der digitalen Transformation strategisch begegnen möchten. Im Zentrum steht das Peer-to-Peer-Prinzip: ein lösungsorientierter Austausch zwischen hochschulinternen Akteur:innen und externen Expert:innen auf Augenhöhe. Ziel der Beratung ist es, strategische Ziele zu schärfen, Rahmenbedingungen zu analysieren und Handlungsoptionen für die Weiterentwicklung zu erschließen. 

Die Beratung richtet sich primär an Hochschulleitungen, die den Beratungsprozess hochschulweit verankern und steuern. Eine breite Beteiligung aller Statusgruppen ist dabei entscheidend, um neben der Leitungsperspektive auch konkrete Umsetzungs- und Nutzungsebenen einzubeziehen. So entstehen tragfähige Konzepte, die nicht nur auf Papier entstehen, sondern hochschulweit Wirkung entfalten.

Die Peer-to-Peer-Strategieberatung … 

  • schafft neue Perspektiven durch Peer-Austausch.
  • gibt konkrete Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung.
  • bietet einen vertraulichen Rahmen und professionelle Prozessbegleitung. 
  • nutzt aktivierende und partizipationsfördernde Methoden. 
  • nimmt die Hochschule als Ganzes in den Blick.

Fokusthema 2026 – KI in der Hochschulbildung

Der Umgang mit und der Einsatz von (generativer) künstlicher Intelligenz hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem transformativen Schlüsselfaktor für die Zukunftsfähigkeit von Hochschulen entwickelt. Systeme, die in der Lage sind, Texte, Bilder oder Code eigenständig zu verarbeiten, verändern Forschung, Verwaltung und insbesondere das Lernen und Lehren – und formen die Erwartungen von Studierenden und Lehrenden grundlegend neu. Was gestern noch Pilotprojekt war, ist heute Teil des Hochschulalltags. Dabei wirft der KI-Einsatz fundamentale Gestaltungsfragen auf, die Hochschulen unter enormen Handlungsdruck setzen. Hochschulleitungen stehen vor der Aufgabe, diesen tiefgreifenden Wandel proaktiv und strategisch zu gestalten, um die Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulen zu sichern, ihre Attraktivität für Studierende und Forschende zu steigern und ihre Verantwortung für eine ethisch fundierte, zukunftsorientierte Bildung wahrzunehmen. 

Mit diesen Anforderungen stellen sich zahlreiche strategische Fragen, u.a.: 

  • Welche Strukturen und (Arbeits-)Prozesse sind erforderlich, um diese sich rasant entwickelnde Technologie innovativ, verantwortungsvoll und nachhaltig in der Hochschulbildung zu integrieren?
  • Wie verändert KI das professionelle Selbstverständnis und die Aufgaben von Lehrenden – und welche Orientierung will die Hochschule dazu geben?
  • Wie versteht sich die Hochschule als Lern- und Bildungsort in einer Zeit, in der KI zentrale akademische Praktiken mitvollzieht?
  • Wie lassen sich Befürchtungen und grundlegende Bedenken im Umgang mit KI als Hochschule gemeinsam bearbeiten, ohne Innovationsräume zu schließen?
  • Wie können Curricula, Kompetenzziele und Prüfungsformate so weiterentwickelt werden, dass Studierende KI reflektiert nutzen und gleichzeitig eigenständige fachliche Kompetenzen nachweisen?
  • Wie kann ein strukturierter Kompetenzaufbau und eine konsistente Personalentwicklung an Hochschulen gelingen?
  • Für welche Anwendungsfälle besteht Bedarf, KI einzusetzen, und welche Anforderungen an die Infrastruktur ergeben sich daraus?

Die “Peer-to-Peer-Strategieberatung: KI in der Hochschulbildung” unterstützt Hochschulleitungen dabei, Fragen wie diese anzugehen, und orientiert sich an den konkreten Fragestellungen und Bedarfen der jeweiligen Hochschule. Damit schafft sie einen fokussierten Diskursraum und den Rahmen, um eine klare Linie im Umgang mit KI zu entwickeln.

Ablauf der Beratung 2026

Die Beratung wird 2026 in neuer Form umgesetzt. Das Angebot baut auf Erfahrungen aus rund 50 Peer-to-Peer-Beratungsprozessen im HFD auf und wurde wirkungsorientiert weiterentwickelt. Der Beratungsprozess umfasst drei Phasen:

Analysephase: Schärfung der Ziele und Status-quo-Analyse

In der ersten Phase der “Peer-to-Peer-Strategieberatung: KI in der Hochschulbildung” werden auf Grundlage einer gemeinsamen Auftragsklärung die individuelle Zielsetzung geschärft und die Ausgangslage der jeweils ausgewählten Hochschule analysiert. Die Ergebnisse werden in einem Statusbericht festgehalten. Zum Auftakt kommen alle ausgewählten Hochschulen zu einem gemeinsamen Kick-off-Workshop in Berlin zusammen. Anschließend folgt ein erster Hochschulbesuch mit Peers (1,5 Tage), bei dem die Analyse vertieft und Empfehlungen für die weitere Konzeptentwicklung formuliert werden.

Bearbeitungsphase: Entwicklung eines Strategie- oder Handlungskonzepts

In der Bearbeitungsphase entwickeln die teilnehmenden Hochschulen ein eigenes Strategie- oder Handlungskonzept, inklusive einer Maßnahmenplanung. Ein gemeinsames Austauschtreffen im Rahmen des University:Future Festivals 2026 in Berlin bietet Gelegenheit, erste Erkenntnisse zu reflektieren und Impulse aus der Community aufzunehmen. Den Abschluss der Phase bildet ein zweiter Hochschulbesuch mit Peers (1 Tag) im Herbst, bei dem die Konzepte weiter geschärft und konkrete Umsetzungsschritte reflektiert werden.

Abschluss- und Transferphase

In der Abschluss- und Transferphase reflektieren die Hochschulen den gesamten Beratungsprozess und leiten auf dieser Basis einen konkreten Plan für die nachhaltige Zielerreichung ab. Den Abschluss bildet ein gemeinsamer Workshop in Berlin, bei dem die Ergebnisse präsentiert und Erfahrungen ausgetauscht werden. Der Transfer von Erkenntnissen aus den Beratungsprozessen in die Hochschul-Community ist hier ebenfalls geplant. 

Das Jahr ist als Pilotphase angelegt, in der der Prozess gemeinsam mit den teilnehmenden Hochschulen weiterentwickelt wird.

Zeitplan

Der folgende Zeitplan gibt Orientierung zum konkreten Ablauf und zeitlichen Umfang der Beratung. Wir bitten, diesen bei Ihrer Bewerbung zu berücksichtigen und feste Termine bereits im Kalender freizuhalten.

Die Präsenztermine an den Hochschulen werden in enger Abstimmung mit dem HFD vorbereitet, der organisatorische Rahmen vor Ort liegt in der Verantwortung der jeweiligen Hochschule. Zusätzlich zu berücksichtigen sind interne Abstimmungsprozesse und Arbeitsphasen sowie die Koordination mit dem HFD.

Auswahlprozess: abgeschlossen

Analysephase: Schärfung der Ziele und Status-quo-Analyse

  • März 2026 – Individueller Online-Termin nach Auswahl durch Jury 
  • 2. April 2026 – Kick-Off-Workshop aller ausgewählten Hochschulen in Präsenz (Berlin)
  • Statusbericht: Status-quo-Analyse und Zieldefinition durch die Hochschule
  • Mai –  Juli 2026  – 1. Hochschulbesuch mit Peers (1,5 Tage)
  • Kurzbericht: Empfehlungen der Peers

Bearbeitungsphase: Entwicklung eines Strategie- oder Lösungskonzepts

  • Entwicklung eines Strategie- oder Lösungskonzeptes durch die Hochschule 
  • 22.-24. Juni 2026– Austauschtreffen im Rahmen des University:Future Festivals 2026 (Berlin)
  • Oktober – November – 2. Hochschulbesuch mit Peers (1 Tag)

Abschluss- und Transferphase:

  • Weitere Schritte: Ableitung eines Plans für die nachhaltige Zielerreichung
  • 15. Januar 2027 – Abschluss-Workshop aller Hochschulen in Präsenz (Berlin)

Ansprechpartner:innen

Portrait von Aline Röttger
Aline Röttger
Stifterverband, Programmmanagerin Strategieberatung
Barbara Wagner
Barbara Wagner
Stifterverband, Stellv. Geschäftsstellenleiterin & Teamleiterin: Beraten, Qualifizieren & stud. Partizipation
Portraitfoto Amelie Bohlen
Amélie Bohlen
Stifterverband, Programmmanagerin Strategieberatung