Ideenwettbewerb Digitale Souveränität: Preisträger stehen fest

Ideenwettbewerb Digitale Souveränität: Preisträger stehen fest

06.10.26

Illustration von drei am Schreibtisch arbeitenden Personen. Text: Blog. Ideenwettbewerb digitale Souveränität. Preisträger stehen fest. Ein Blogbeitrag von Christoph Koitka-Fieke und Uwe Reckzeh-Stein

Digitale Souveränität wird an den Hochschulen im DACH-Raum aktiv gestaltet: Dieses Bild zeichnen die zahlreichen guten Einreichungen für unseren einschlägigen Wettbewerb. Die Projekte „openEduSuite“ (Marburg), „KIT-GenAI-Kit“ (Karlsruhe) und „LLMduckt“ (Graz) konnten die Jury am meisten überzeugen.

In unserem Ideenwettbewerb Digitale Souveränität hatten wir Ende Juli zum Mitmachen eingeladen. Insgesamt 19 Projekte reichten eine Bewerbung ein – von der Projektskizze bis zum bereits laufenden Großvorhaben. Die thematische Bandbreite reichte dabei von Künstlicher Intelligenz über Governance-Fragen bis hin zum souveränen Datenmanagement. 

Die Jury zeigte sich beeindruckt von der hohen Qualität der Einreichungen. Außerdem auffällig: Wie erwartet beschäftigten sich viele Einreichungen mit KI, aber auch abseits davon gab es preiswürdige Einreichungen. Die Siegerprojekte werden jetzt mit Partnern aus dem HFD-Netzwerk zusammengebracht, um die guten Ideen skalieren zu können und auch in anderen Hochschulen nutzbar zu machen. Wir danken allen Einreichenden für die rege Beteiligung – wir bleiben mit allen gerne weiter in Kontakt und finden Wege, das Thema der Digitalen Souveränität gemeinsam weiterzutreiben.

Die ausgezeichneten Projekte im Überblick

openEduSuite (Tobias Weiß / Philipps-Universität Marburg)

Die openEduSuite ist ein modulares, Kubernetes-natives Ökosystem, das Bildungsdienste als austauschbare Komponenten bereitstellt. Jeder Dienst kann einfach ersetzt oder ergänzt werden – ohne die gesamte Plattform zu ändern. 

Die Jury sagt: „Genau das, was als Grundlage gebraucht wird. Endlich eine Infrastruktur für deutsche Hochschulen!“

Portraitfoto von Tobias Weiß

Innovationsraum für generative KI am KIT – GenAI@KIT (Andreas Sexauer / Karlsruher Institut für Technologie)

Das Projekt verfolgt das Ziel, den kompetenten Einsatz generativer KI am KIT zu fördern und gleichzeitig Risiken verantwortungsvoll zu adressieren. Es soll ein Entwicklungsrahmen für die Nutzung von generativer KI am KIT entwickelt werden, der sowohl die technologische Infrastruktur als auch praxisorientierte Anwendungen voranbringen soll. Durch die Kombination von explorativen Ansätzen und konkreten Use Cases soll die nachhaltige Nutzung von KI sichergestellt und die Weiterentwicklung der Technologie aktiv mitgestaltet werden. Ein besonderes Augenmerk liegt darauf, auch Kolleg:innen ohne Vorkenntnisse den Zugang zu generativer KI zu erleichtern. 

Die Jury sagt: „Alle relevanten Aspekte für den Fokus auf KI sind adressiert. Verständlich, umfangreich, sensationell!“

Portraitfoto von Andreas Sexauer

LLMduckt (Benedikt Brünner / Technische Universität Graz)

Lehre mit KI-Sprachmodellen braucht nicht nur Chatoberflächen, sondern auch Zugänge zur Programmierschnittstelle – und dafür für jede Studierende und jeden Studierenden einen eigenen Schlüssel. LLMduckt stellt beides bereit: Lehrende wählen die Modelle, das TeachCenter verteilt die API-Schlüssel an den Kurs.

Die Jury sagt: „Ein schönes Projekt und gut übertragbar auf einzelne Hochschulen. Die Perspektive der Veröffentlichung als Open Source Software ist ein Bonus.“

Die Jury

Karin Vosseberg ist Professorin für Informatik und Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Bremerhaven. Seit 2021 ist sie Aufsichtsratsmitglied der HIS eG.

Matthias Bandtel ist Geschäftsführer des Hochschulnetzwerks Digitalisierung der Lehre Baden-Württemberg (HND-BW). Etwaige regionale Befangenheit wurde deswegen im Vorfeld der Jurytätigkeit angesprochen; Seine Stimme ist deswegen bei der Diskussion zum Preisträger aus dem Karlsruher Institut für Technologie nicht eingeflossen. 

Reinhard Karger ist Sprecher des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz.

Simone Rehm ist CIO und hauptamtliche Prorektorin für Informationstechnologie an der Universität Stuttgart.

Portraitfoto von Karin Vosseberg
Portraitfoto von Reinhard Karger
Portraitfoto von Simone Rehm

Autoren

Christoph Koitka-Fieke ist HFD-Referent für IT und Technologie bei der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Er arbeitet an der Schnittstelle von digitaler Transformation, Technologie-Governance und strategischer Entwicklung im Hochschulkontext. Sein Fokus liegt auf Trendanalyse, Foresight und strategischer Priorisierung, um technologische Entwicklungen einzuordnen und für Entscheidungen nutzbar zu machen. MBA in Management & Innovation mit Hintergrund in Multimedia-Journalismus und internationaler Zusammenarbeit.

Portraitfoto

Uwe Reckzeh-Stein ist bei der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) Projektreferent für das Hochschulforum Digitalisierung. Dort betreut er die Community, organisiert deren regionale Vernetzung und koordiniert die AG-Arbeit seitens der HRK. Nach einer Ausbildung zum Technischen Assistenten für Informatik, studierte er Katholische und Ökumenische Theologie in Münster und Bonn. Er arbeitete als Vikar in Karlsruhe und als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Uni Bonn. Zwischen 2017 und 2020 forschte er zu Kirchen- und Militärgeschichte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert