Digitale Barrierefreiheit und Lehrveranstaltungsevaluation
Digitale Barrierefreiheit und Lehrveranstaltungsevaluation
03.02.26
In diesem Blogbeitrag beschäftigt sich Dr. Björn Fisseler damit, wie Studierende die Barrierefreiheit ihrer Universität bewerten können. Dazu betrachtet er die gängigen Fragebögen, die in der Lehre zur Evaluation eingesetzt werden, genauer und untersucht, inwiefern diese die Bewertung der Barrierefreiheit durch Studierende erfassen. Er gibt außerdem Beispiele aus Kanada und den USA und macht Vorschläge, wie die Evaluationsmittel verbessert werden könnten.
Vor einer Weile hat mich ein Arbeitskollege angeschrieben und gefragt, wie er den Aspekt der digitalen Barrierefreiheit in der Evaluation einer Lehrveranstaltung berücksichtigen könnte. Die Frage habe ich so verstanden, dass er die Studierenden nach ihrer subjektiven Wahrnehmung in Bezug auf die Barrierefreiheit im Studium befragen wollte. Er wollte also wissen, ob es etablierte Formulierungen oder Items gäbe, die er verwenden könnte. Ich hatte nicht sofort eine Antwort darauf und habe mich deshalb auf die Suche gemacht. Da die Ergebnisse meiner Recherche auch für andere Hochschulen und Personen interessant sein könnten, habe ich meine Überlegungen in diesem Beitrag zusammengetragen.
Evaluation an Hochschulen
Die regelmäßige Evaluation von Lehrveranstaltungen ist zentraler Bestandteil des Qualitätsmanagements an Hochschulen. Durch Evaluation werden nicht nur die Lehr- und Lernbedingungen kontinuierlich verbessert, sondern auch Transparenz und Verantwortung innerhalb der akademischen Institutionen sichergestellt. Durch regelmäßige und systematische Rückmeldungen von Studierenden bekommen Lehrende wertvolle Einblicke in die Wirksamkeit ihrer Lehrmethoden und die Qualität der vermittelten Inhalte. Außerdem fordern die Hochschulgesetze der Länder in Deutschland, dass Hochschulen die Erfüllung ihrer Aufgaben evaluieren, und eine zentrale Aufgabe von Hochschulen ist die qualitativ hochwertige Lehre und Ausbildung von Studierenden. Im § 7 Abs. 2 des Hochschulgesetz NRW heißt es beispielsweise:
Ziel der Evaluation ist es, die Stärken und Schwächen von Lehrveranstaltungen zu identifizieren, um darauf aufbauend gezielte Anpassungen und Verbesserungen vorzunehmen. Dies fördert nicht nur die Lernmotivation der Studierenden, sondern trägt auch zur Entwicklung innovativer Lehrkonzepte bei. In einer zunehmend digitalen Lernumgebung wird es zudem immer wichtiger, darauf zu achten, dass die Lehrangebote barrierefrei sind, um allen Studierenden gerecht zu werden und Chancengleichheit zu gewährleisten.
In der Gestaltung der Evaluation sind die Hochschulen relativ frei. So wird ihnen nicht im Detail vorgegeben, was sie die Studierenden fragen und wie sie die studentische Lehrevaluation umsetzen sollen. In der Regel erfolgt die Lehrevaluation digital und online, nur die wenigsten Hochschulen arbeiten noch mit Papierfragebögen. Aus Perspektive der Barrierefreiheit sind damit zwei Aspekte relevant: nicht nur inhaltlich sollte die Barrierefreiheit eine Rolle spielen und abgefragt werden, sondern auch die Form der Evaluation, also die für die Evaluation genutzte Software muss barrierefrei sein. Ob typische Lehrevaluations-Software barrierefrei ist, habe ich für diesen Beitrag allerdings nicht überprüft. Ich habe stattdessen einen Blick auf die Inhalte von Veranstaltungsevaluationen geworfen.
Instrumente zur Lehr-Lern-Evaluation
Im deutschsprachigen Raum gibt es eine Reihe an Vorlagen für die Lehrveranstaltungsevaluation, die auf wissenschaftlicher Grundlage entwickelt wurden. Viele dieser Vorlagen sind auch hinsichtlich der Gütekriterien Objektivität, Reliabilität und Validität überprüft worden. Oft entwickeln Hochschulen aber auch eigene Fragebögen mit selbst gewählten Items, um selbstgewählte inhaltliche Schwerpunkte in der Evaluation setzen können.
Fragebogen zur Beurteilung einer Lehrveranstaltung durch Studierende (FB-LV)
Der FB-LV (Westermann et al., 2018) wurde durch Studierende zur Evaluation von Vorlesungen und Seminaren entwickelt. Das Instrument umfasst insgesamt 55 feste Items zu fünf inhaltlichen Dimensionen und kann durch eigene Items ergänzt werden. Die fünf inhaltlichen Dimensionen fragen die Ziele der Studierenden in der Lehrveranstaltung ab, ihre allgemeine Bewertung der Lehrveranstaltung, Aspekte in Bezug auf die Lehrenden und Studierenden sowie Randbedingungen.
Der Fragebogen enthält keine Fragen zur Barrierefreiheit oder anderen Aspekten der Berücksichtigung von beeinträchtigungsbedingten Bedarfen. Solche Items müssten bei Verwendung des FB-LV also ergänzt werden.
Münsteraner Fragebogen zur Evaluation
Die Universität Münster hat verschiedene Instrumente zur Lehr-, Studiengangs- und Prüfungsevaluation konzipiert und erprobt. Für die Lehrevaluation wurden der Münsteraner Fragebogen zur Evaluation von Vorlesungen (MFE-Vr) (Thielsch & Hirschfeld, 2010) und von Seminaren (MFE-Sr) (Oberhoff, 2025) entwickelt. Diese Kernfragebögen können um weiteren Module beispielsweise zu KI in der Lehre, zu digitaler Lehre oder computergestützter Lehre ergänzt werden.
Für die Studiengangsevalution wurden insgesamt vier Instrumente entwickelt, von denen jeweils zwei den Verlauf des Bachelor- und des Masterstudiums erfassen. Mit 57 bis 67 Items sind diese Instrumente deutlich umfangreicher als die Fragebögen zur Veranstaltungsevaluation.
Weder die Instrumente zur Lehrevalutaion noch die zur Studiengangsevaluation enthalten Fragen zur Barrierefreiheit oder anderen Aspekten von beeinträchtigungsbedingten Bedarfen. Es ist auch nicht vorgesehen, solche Items in den Instrumenten zu ergänzen.
Trierer Inventar zur Lehrevaluation (TRIL)
Das Trierer Inventar zur Lehrevaluation (TRIL) (Gläßer et al., 2002) erfasst in der aktuellen Fassung insgesamt vier Dimensionen mit 15 bis 34 Items. Die Dimensionen sind: Struktur und Didaktik, Anregungsgehalt, Veranstaltungsklima sowie Anwendungs- und Praxisbezug. Bei der Konstruktion des Verfahrens wurden die Items ausdrücklich so gewählt, dass sie den Dozierenden explizite Informationen zur qualitativen Verbesserung ihrer Lehrveranstaltung bieten.
Auch das TRIL enthält keine Fragen zur Barrierefreiheit oder anderen Aspekten von beeinträchtigungsbedingten Bedarfen. Es ist nicht klar ersichtlich, ob eigene Fragen ergänzt werden sollen oder können.
Fragebogen zur Evaluation von Vorlesungen (FEVOR) und Seminaren (FESEM)
Die beiden von Staufenbiel (2000) konzipierten Instrumente dienen zur Evaluation von Seminaren (FESEM) bzw. Vorlesungen (FEVOR) durch Studierende. Beide Instrumente erfassen mit 27 Items die verschiedene Dimensionen: Planung und Darstellung, Umgang mit Studierenden, Interessantheit und Relevanz, Qualität der Referate (nur FESEM) sowie Schwierigkeiten und Umgang.
Auch hier enthält keines der Instrumente Fragen zur Barrierefreiheit oder zu anderen Aspekten beeinträchtigungsbedingter Bedarfe. Eigene Items zu ergänzen, ist nicht vorgesehen.
Modularer Fragebogen zur Evaluation digitaler Lehr-Lern-Szenarien (MOFEDILLS)
Explizit zur Evaluation von (teil-)digitalen Lehrveranstaltungen wurde der MOFEDILLS-Fragebogen (auch eduValuation+ genannt) entwickelt und erprobt (Kärchner et al., 2023). Der Fragebogen besteht aus zwei Teilen:
- Der erste Teil enthält Basismodule wie allgemeine Charakteristika der befragten Person und der Veranstaltung, Gelingensbedingungen der Veranstaltung, Lern- und Leistungsoutcomes sowie Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge.
- Der zweite Teil umfasst spezifische Module für verschiedene Lernformate und Werkzeuge, um beispielsweise den Einsatz von Lernvideos, Selbstlernmodulen oder Virtual Reality zu erfassen.
Zwar wird in einigen spezifischen Modulen nach der Verständlichkeit der Sprache gefragt, aber auch dieses Instrument enthält weder Fragen zur Barrierefreiheit noch zu anderen Aspekten beeinträchtigungsbedingter Bedarfe. Auch ist es offenbar nicht vorgesehen, den Fragebogen um eigene Fragen zu ergänzen. Andererseits wäre gerade bei den spezifischen Modulen denkbar, beispielsweise nach dem Vorhandensein von Untertiteln und Transkription bei Lernvideos zu fragen.
Weitere Evaluationsinstrumente
Diese Übersicht zu wissenschaftlich fundierten Instrumenten zur Evaluation von Lehrveranstaltungen ist sicherlich nicht vollständig, sondern das Ergebnis einer schnellen Überblicksrecherche. Von Heiner Rindermann liegen beispielsweise zahlreiche Beiträge zur Lehrveranstaltungsevaluation vor und er hat mit den Instrumenten HILVE (Rindermann & Amelang, 1994) und HILVE-II (Rindermann et al., 2007) zwei Fragebögen entwickelt, die von Hochschulen zur Evaluation von Lehrveranstaltungen genutzt werden. Ein weiteres Evaluationsinstrument ist KIEL (Gediga, 2000), was für Kommunikations-Instrument für die Evaluation von Lehrveranstaltungen steht. Ich vermute aber, dass auch diese Fragebögen keine Items zur Erfassung der wahrgenommenen Barrierefreiheit oder beeinträchtigungsbedingter Bedarfe enthalten.
Welche Fragen andere Hochschulen stellen
Die vorgestellten Instrumente sind zum größten Teil bereits älter, nur MOFEDILLS wurde erst 2023 veröffentlicht. Aber offensichtlich spielen Aspekte der digitalen Barrierefreiheit oder grundsätzlich des Umgangs mit studentischer Vielfalt keine oder nur eine geringe Rolle bei der Evaluation. Eine kurze Recherche nach den tatsächlich an Hochschulen eingesetzten Instrumenten zeigt, dass auch im Alltag der Lehr- und Studiengangssituation solche Fragen nicht gestellt werden. Aber warum eigentlich nicht? Ich möchte hier ein paar Beispiele geben, wie andere Hochschulen mit studentischer Vielfalt im Rahmen von Evaluationen umgehen.
McGill University, Montreal, Canada
Die McGill stellt neben detaillierten Informationen zur Veranstaltungsevaluation auch eine sehr umfangreiche Fragensammlung zur Evaluation bereit. Offenbar geht es der Hochschule vor allem darum, Feedback von Studierenden einzuholen, das für weitere Maßnahmen genutzt werden kann. Die Lehrenden sollen sich aus der Fragensammlung ein eigenes Evaluationsinstrument zusammenstellen.
In der Kategorie „Diversity, inclusion, and accessibility“ enthält die Fragensammlung insgesamt zehn Fragen, von denen sich jeweils fünf auf die Lehrveranstaltung und die Lehrperson beziehen. Gefragt wird beispielsweise (Übersetzung durch mich):
- Die Kursmaterialien (zum Beispiel PDFs, E-Texte) wurden in einem barrierefreien Format angeboten.
- Die Lehrmaterialien (zum Beispiel Folien) wurden in einem barrierefreien Format präsentiert.
- Die Übungen und Prüfungen wurden in einem barrierefreien Format angeboten.
- Die Lehrperson zeigte Respekt für individuelle Unterschiede (zum Beispiel Behinderung, Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit).
- Die Lehrperson nahm Anpassungen vor, um den individuellen Möglichkeiten gerecht zu werden.
- Die Lehrperson ging mit den Studierenden so um, dass gegenseitiger Respekt gefördert wurde.
Diese Fragen können grundsätzlich auf einer fünfstufigen Likert-Skala, einem Instrument zur Messung von Einstellungen, Meinungen und Wahrnehmungen, beantwortet werden, die folgende Antwortmöglichkeiten umfasst: (1) Stimme überhaupt nicht zu, (2) Stimme nicht zu, (3) Neutral, (4) Stimme zu, (5) Stimme voll und ganz zu. Bei einigen Fragen kann auch eine Antwortmöglichkeit „nicht zutreffend“ hinzugefügt werden, um mehr Flexibilität bei der Beantwortung zu bieten.
Lafayette College, Easton/PA, USA
Auch das Lafayette College stellt eine Fragensammlung bereit, aus der Fragen für die Veranstaltungsevaluation zusammengestellt werden können. Unter der Kategorie „Diversity, Inclusion, Equity, & Accessibility“ sind insgesamt 28 Fragen enthalten, die sich auf das Veranstaltungsklima, die Lehr-Lernmaterialien, die Lehrperson sowie die Studierenden beziehen. Beispiele für Fragen sind:
- Die Veranstaltungsthemen haben verschiedene Perspektiven geboten.
- Die Kursmaterialien wurden in verschiedenen Formaten angeboten.
- Es gab eine Vielzahl an Lernaktivitäten, die unterschiedliche Fähigkeiten und Fertigkeiten hervorhoben.
- Die Kursmaterialien wurden in einem barrierefreien Format angeboten.
- Die Lernaktivitäten wurden in einem barrierefreien Format durchgeführt.
- Ich konnte vorab auf die Lernmaterialien zugreifen.
Weitere Vorschläge
Lehrveranstaltungsevaluation können nicht beliebig lang ein und häufig wird an Hochschulen lange darüber diskutiert, welche Fragen gestellt werden sollen, um einen hohen Rücklauf an Fragebögen zu erreichen. Mögliche Einzelfragen zur Erfassung der subjektiv wahrgenommenen Barrierefreiheit könnten daher sein:
- Wie beurteilen Sie die Barrierefreiheit der Ihnen zur Verfügung gestellten Lehr-Lernmaterialien (zum Beispiel Skripte, Präsentationen, digitale Inhalte) im Studium? (Skala: von „sehr schlecht“ bis „sehr gut“)
- Die von mir genutzten Lehrmaterialien sind für mich barrierefrei zugänglich und nutzbar. (Likert-Skala)
- Ich kann die bereitgestellten Lehrmaterialien (zum Beispiel Skripte, Folien, digitale Inhalte) ohne Einschränkungen nutzen. (Likert-Skala)
- Ich bin mit der Barrierefreiheit der mir bereitgestellten Lehrmaterialien zufrieden. (Likert-Skala)
- Wie zugänglich/barrierefrei nutzbar sind die Lehrmaterialien für Sie? (Skala: von „überhaupt nicht zugänglich“ bis „völlig zugänglich“)
Zusätzlich würde ich noch ein Freitextfeld ergänzen, in dem die Studierenden konkrete Probleme oder Herausforderungen genauer benennen können. Das ist natürlich nur dann sinnvoll, wenn die Freitextantworten auch gesichtet und die dort genannten Probleme ernst genommen werden.
Auch in Studierendenbefragungen oder Studienverlaufsbefragungen kann und sollte nach der wahrgenommenen Barrierefreiheit gefragt werden. Außerdem könnte die Hochschule nach der Berücksichtigung von beeinträchtigungsbedingten Anforderungen fragen. Dazu könnten beispielsweise die entsprechenden Fragen aus der Sozialerhebung (siehe Modul C2, ab S. 40) oder best2-Befragung (Frage SB3, S. 34) übernommen und angepasst werden. Hochschulen bekommen so mehr Daten zu Kriterien, die für den Studienerfolg relevant sind, und können nachhalten, ob und wie sich Maßnahmen auf den Erfolg einer vulnerablen Studierendengruppe auswirken.
Fazit
Fragen zur Barrierefreiheit ersetzen keine sorgfältige Überprüfung und Evaluation durch Expert:innen, wie ich sie im Blogbeitrag „Digitale Barrierefreiheit und inklusive Digitalisierung evaluieren“ skizziere. Es ist entscheidend, dass Hochschulen Fachkräfte einbeziehen, die über das notwendige Wissen und die Erfahrung verfügen, um die Barrierefreiheit von digitalen Inhalten, Kursumgebungen in Lernmanagementsystemen oder auch Lehrveranstaltungen umfassend zu beurteilen. Diese Expert:innen können spezifische Anforderungen und Herausforderungen identifizieren, die möglicherweise nicht durch allgemeine Fragen abgedeckt werden.
Darüber hinaus entbinden Fragen zur Berücksichtigung beeinträchtigungsbedingter Anforderungen Hochschulen nicht von ihrer Fürsorgepflicht. Die Verantwortung, eine inklusive und gerechte Lernumgebung zu schaffen, liegt bei den Hochschulen selbst. Dies bedeutet, dass sie proaktive Maßnahmen ergreifen müssen, um sicherzustellen, dass alle Studierenden, unabhängig von ihren individuellen Möglichkeiten und Bedarfen, Zugang zu den Lehrangeboten haben und daran vollumfänglich teilhaben können.
Die Einbeziehung von Aspekten der digitalen Barrierefreiheit und ganz grundsätzlich der Inklusion und Teilhabe in die Lehrveranstaltungsevaluation ermöglicht es Hochschulen, eine Umgebung zu schaffen, in der alle Studierenden erfolgreich teilhaben und lernen können. So wird die Evaluation nicht nur zu einem Instrument der Qualitätssicherung, sondern auch zu einem Schlüssel für eine gerechte und zugängliche Hochschulbildung.
Und nicht zuletzt signalisieren Fragen zur Barrierefreiheit und Inklusion den Studierenden, dass ihre individuellen Bedarfe den Hochschulen wichtig sind. Durch die gezielte Erhebung von Feedback zu Barrierefreiheit und Inklusion erkennen Hochschulen an, dass jede:r Studierende einzigartige Herausforderungen und Anforderungen hat. Diese Wertschätzung fördert nicht nur das Vertrauen in die Hochschule, sondern motiviert die Studierenden auch, sich aktiv an der Gestaltung zu beteiligen. Wenn Studierende merken, dass ihre Meinungen gehört und ernst genommen werden, stärkt das ihr Engagement und ihre Identifikation mit der Hochschule.
Indem Hochschulen die individuellen Bedarfe ihrer Studierenden in den Evaluationsprozessen berücksichtigen, schaffen sie eine inklusive Kultur, die Vielfalt wertschätzt und fördert. Dies ist ein entscheidender Schritt, um die Qualität der Lehre kontinuierlich zu verbessern und allen Studierenden eine gerechte und zugängliche Bildung zu bieten.
Quellen
- Arbeitskreis „Lehrevaluation“ Im Fach Psychologie, Zentrum Für Psychologische Diagnostik, B. U. E. (ZDiag)., Gläßer, E., Gollwitzer, M., Kranz, D., Meiniger, C., Schlotz, W., Schnell, T., & Voß, A. (2002). TRIL – Trierer Inventar zur Lehrevaluation. ZPID (Leibniz Institute for Psychology) – Open Test Archive. https://doi.org/10.23668/PSYCHARCHIVES.6590
- Gediga, G. (Hrsg.). (2000). KIEL: ein Kommunikations-Instrument für die Evaluation von Lehrveranstaltungen ; Bericht über die Entwicklung und Anwendungsmöglichkeiten einer formativen Evaluationsprozedur im universitären Alltag. Methodos-Verl.
- Kärchner, H., Gehle, M., & Schwinger, M. (2023). Entwicklung Und Validierung Des Modularen Fragebogens Zur Evaluation Digitaler Lehr-Lern-Szenarien (MOFEDILLS). ZeHf – Zeitschrift für empirische Hochschulforschung, 6(1), 62–84.
- Oberhoff, S. T., L. (2025). Münsteraner Fragebogen zur Evaluation von Seminaren – 2. Revision (MFE-Sr2). Zusammenstellung sozialwissenschaftlicher Items und Skalen (ZIS). https://doi.org/10.6102/zis363
- Rindermann, H., & Amelang, M. (1994). Das Heidelberger Inventar Zur Lehrveranstaltungs-Evaluation (HILVE). Handanweisung. [Gedruckt]. Asanger.
- Rindermann, H., Kohler, J., & Meisenberg, G. (2007). Quality of Instruction Improved by Evaluation and Consultation of Instructors [Gedruckt; Online]. International Journal for Academic Development, 12(2), 73–85.
- Staufenbiel, T. (2000). Fragebogen zur Evaluation von universitären Lehrveranstaltungen durch Studierende und Lehrende. Diagnostica, 46(4), 169–181. https://doi.org/10.1026//0012-1924.46.4.169
- Thielsch, M. T., & Hirschfeld, G. (2010). Münsteraner Fragebogen zur Evaluation von Vorlesungen – revidiert (MFE-Vr). Zusammenstellung sozialwissenschaftlicher Items und Skalen (ZIS). https://doi.org/10.6102/ZIS85
- Westermann, R., Spies, K., Heise, E., & Wollburg-Claar, S. (2018). FB-LV – Fragebogen zur Beurteilung einer Lehrveranstaltung durch Studierende (Kurzskala zur Erfassung der globalen Lehrveranstaltungszufriedenheit; Göttinger Fragebogen zur Beurteilung einer Lehrveranstaltung durch Studierende). ZPID (Leibniz Institute for Psychology) – Open Test Archive. https://doi.org/10.23668/PSYCHARCHIVES.4652
Autor

Dr. Björn Fisseler hat Sonderpädagogik studiert und in Rehabilitationswissenschaften promoviert. Er arbeitet als Experte für digitale Bildung an der FernUniversität in Hagen. Seit mehr als 15 Jahren forscht er zu Fragen der barrierefreien und inklusiven Gestaltung digitaler Bildung.
Mauritz Danielsson 
Peter van der Hijden 
Annalisa Biehl 