FAQ zur „Peer-to-Peer-Strategieberatung 2026: KI in der Hochschulbildung”
Auf dieser Seite beantworten wir Fragen zur Beratung 2026. Hochschulen können sich ab Dezember 2025 mit einer Interessenbekundung für die Peer-to-Peer-Strategieberatung „KI in der Hochschulbildung“ bewerben.

Fragen zur Ausschreibung
Das Angebot 2026 unterscheidet sich von der bisherigen Beratung vor allem durch den klaren Fokus auf strategische Fragestellungen rund um künstliche Intelligenz. Der erfolgreiche Peer-to-Peer-Ansatz wird beibehalten, der Ablauf der Beratung ist deutlich stärker strukturiert und zeitlich getaktet. Auch dem Austausch zwischen den ausgewählten Hochschulen wird mit mehr Präsenztreffen zusätzlicher Raum gegeben. Inhaltlich wird die Strategie- und Konzeptentwicklung in den Mittelpunkt der Beratung gerückt.
Ziel der Beratung ist es, Hochschulen dabei zu unterstützen, ihre strategische Positionierung im Bereich KI zu schärfen, Entwicklungsbedarfe sichtbar zu machen und tragfähige, institutionell verankerte Maßnahmenpakete zu entwickeln.
Das Programm adressiert insbesondere strategische Fragestellungen zu KI in der Hochschulbildung. Dazu zählen unter anderem:
- die Entwicklung eines hochschulspezifischen KI-Profils,
- die curriculare Verankerung von KI-Kompetenzen,
- der Einsatz von KI-gestützten Tools in Lehre, Lernen und Prüfen,
- sowie Fragen zum organisationalen Kompetenzaufbau einschließlich Personalentwicklung, Strukturen und Infrastruktur.
Verwaltungsnahe Fragestellungen mit Bezug zu Studium und Lehre können ebenfalls im Rahmen der Beratung fokussiert werden. Herausforderungen und Anwendungsfälle in der Forschung sind nicht Teil der Ausschreibung. Sie können jedoch insofern berücksichtigt werden, als sie Schnittstellen zu Studium und Lehre aufweisen (z. B. wissenschaftliches Arbeiten, Forschungsprojekte mit Fokus auf die Lehre) oder für die strategische Gesamtentwicklung der Hochschule im Umgang mit KI relevant sind.
Teilnehmen können staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen aller Hochschularten, die sich strategisch mit dem Einsatz von KI in Studium und Lehre auseinandersetzen möchten. Voraussetzung ist, dass die Hochschule eine konkrete strategische Herausforderung im Themenfeld KI benennen kann und bereit ist, die Peer-to-Peer-Strategieberatung aktiv in ihre Hochschulentwicklung einzubinden.
Das Angebot richtet sich sowohl an Hochschulen, die bereits erste Erfahrungen mit KI gesammelt haben, als auch an Hochschulen, die sich noch am Anfang dieses Prozesses befinden.
Fragen zum Bewerbungsprozess
Die Auswahl der teilnehmenden Hochschulen erfolgt durch eine Jury, die sich aus Mitgliedern des Lenkungskreises des Hochschulforums Digitalisierung sowie externen Expert:innen zusammensetzt.
Der Auswahlprozess gestaltet sich wie folgt:

Zentrale Bewertungskriterien der Jury sind:
- klar benannte Herausforderungen & Ziele
- die strategische Aufhängung der Beratung
- die Sicherstellung der systemischen Wirkung
- die nachhaltige Verankerung des Themas
- die Beteiligung relevanter Statusgruppen
Der Pitch vor der Jury ist ein Bestandteil des Auswahlverfahrens. Hochschulen, die nach Sichtung der schriftlichen Interessenbekundungen in die engere Auswahl kommen, werden eingeladen, ihre strategische Herausforderung und ihre Zielsetzung während der Jurysitzung am 13. März in einem kurzen, 5-10-minütigen Pitch vorzustellen. Anschließend bekommen die Jurymitglieder die Gelegenheit, Fragen zu stellen.
Das Gespräch mit der Jury dient dazu, die Passung zwischen Hochschule und Programm zu prüfen und einen vertieften Eindruck von den geplanten Vorhaben zu gewinnen.
Nach Abschluss des Auswahlverfahrens werden die final ausgewählten Hochschulen am 16. März per E-Mail durch das Hochschulforum Digitalisierung informiert. Hochschulen, die nicht berücksichtigt werden können, erhalten ebenfalls eine Rückmeldung.
Ja, Hochschulen können sich erneut bewerben, auch wenn sie sich in der Vergangenheit bereits für die Peer-to-Peer-Strategieberatung beworben haben – unabhängig davon, ob sie damals ausgewählt wurden oder nicht. Auch Hochschulen, die bereits an einer Peer-to-Peer-Strategieberatung teilgenommen haben, können eine neue Interessenbekundung einreichen, sofern eine strategische Fragestellung im Themenfeld KI vorliegt.
Fragen zum Beratungsprozess
Neben dem neuen inhaltlichen Schwerpunkt hat sich auch der Beratungsprozess verändert. Dieser verläuft anhand von drei aufeinander aufbauenden Phasen – Analyse, Bearbeitung sowie Abschluss & Transfer – und umfasst entsprechende Beratungsbausteine.

Die beratenden Expert:innen stammen aus dem Netzwerk des Hochschulforums Digitalisierung und verfügen über unterschiedliche Kompetenzprofile. Sie kommen aus verschiedenen Statusgruppen der Hochschulen (z. B. Hochschulleitung, Lehrende, Studierende) sowie aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Die Auswahl der Peers erfolgt passgenau zur jeweiligen strategischen Herausforderung der Hochschule. Vorschläge für bestimmte Kompetenzfelder oder Expert:innen können bereits in der Interessenbekundung gemacht werden. Die finale Zusammenstellung des Peer-Teams erfolgt in Abstimmung zwischen Hochschule und Hochschulforum Digitalisierung.
Das Hochschulforum Digitalisierung übernimmt die Reisekosten und Honorare der beratenden Expert:innen und die Ausrichtung gemeinsamer Workshops der ausgewählten Hochschulen.
Die teilnehmenden Hochschulen tragen die Kosten für:
- das Catering während der Beratungstermine an der Hochschule,
- die Bereitstellung von Räumen und Arbeitsmaterialien,
- sowie ein gemeinsames Abendessen im Rahmen des ersten Beratungsbesuchs für das Hochschulprojektteam, die Peers und die Vertreter:innen des Hochschulforums Digitalisierung.
Darüber hinaus tragen die Hochschulen die Reisekosten ihrer eigenen Vertreter:innen, die im Rahmen der übergreifenden Workshops anfallen.
Für den Beratungsprozess sollte ein Projektteam aus verschiedenen zentralen Akteuren der Hochschule zusammengestellt werden. Dazu gehören Vertreter:innen der Fachbereiche, Studierende, Lehrende sowie Vertreter:innen zentraler oder dezentraler Einrichtungen, die für die Weiterentwicklung von Studium und Lehre verantwortlich sind. Die Hochschulleitung muss ebenfalls aktiv in den Prozess eingebunden sein, da sie eine zentrale Rolle bei der Analyse der Hochschule sowie der Erarbeitung und Umsetzung konkreter Maßnahmen spielt.
An den Beratungsterminen soll zudem ein möglichst breiter Kreis an Hochschulangehörigen – einschließlich Studierender – teilnehmen. Die Hochschule sorgt dafür, dass allen relevanten Gruppen die Teilnahme ermöglicht wird, und informiert ihre Mitglieder rechtzeitig über die Termine. Eine Analyse der relevanten Statusgruppen findet in der Analysephase der Beratung statt.
Das Präsidium bzw. die Hochschulleitung spielt eine zentrale Rolle im Beratungsprozess. Die Projektleitung liegt bei einem Mitglied des Präsidiums (z. B. Vizepräsident:in für Studium und Lehre, Vizepräsident:in Digitalisierung, Chief Information Officer).
Die aktive Einbindung der Hochschulleitung ist wichtig, um die strategische Relevanz der Ergebnisse sicherzustellen und deren Umsetzung in der Hochschulentwicklung zu unterstützen. Bei den Beratungsterminen ist es wünschenswert, wenn auch der:die Präsident:in bzw. Rektor:in an einzelnen Gesprächsrunden teilnimmt und weitere Mitglieder des Präsidiums, sofern es thematische und strategische Überschneidungen der Ressorts gibt. Eine Teilnahme aller Mitglieder des Präsidiums ist jedoch nicht erforderlich.
Ansprechpartnerinnen
Aline Röttger
Barbara Wagner