MasterLab #TheNewNormal – Die Fellows stellen sich vor!

MasterLab #TheNewNormal – Die Fellows stellen sich vor!

Sie sind nah dran, sie leben den #DigitalTurn und sie forschen am Zahn der Zeit: Die Rede ist von den studentischen Fellows des MasterLab #TheNewNormal! Das MasterLab wird finanziell gefördert vom Stifterverband und der Heinz-Nixdorf Stiftung und ideell unterstützt vom Hochschulforum Digitalisierung. Die 20 geförderten Student*innen forschen zum NewNormal inmitten der Corona-Pandemie. Aus vielen unterschiedliche Fachrichtungen – Psychologie, Kunstgeschichte, Informatik, Mediendidaktik, Maschinenbau, uvm. – schauen sie auf den #DigitalTurn in Zeiten von Corona und zeigen Lösungswege auf. In diesem ersten Blogbeitrag (Beitrag zwei ist hier zu finden) kommen die Student*innen selbst zu Wort. Sie stellen uns ihre Projekte vor und machen deutlich, wo sie noch Unterstützung brauchen. Sie können helfen? Dann zögern Sie nicht und schreiben uns. Wir stellen den Kontakt her.

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Investigating the effectiveness of an internet–based stress management intervention for students: A naturalistic study

Sven Auerswald / Justus-Liebig-Universität Gießen /M.Sc. Psychologie, Fachbereich Psychologie und Sportwissenschaft (FB 06) 

1. Kannst Du Dich und Deinen Forschungsschwerpunkt und deine Forschungsmethode kurz vorstellen?
Mein Name ist Sven Auerswald und als Psychologiestudent mit Perspektive einer Psychotherapeutenausbildung bin ich besonders daran interessiert, Studenten in ihrem Stressmanagement zu unterstützen.

Im Lichte der allgegenwärtigen Corona-Pandemie vergisst man leicht, dass schon seit Jahren eine weitere Pandemie um sich greift: chronischer Stress. Davon sind besonders Studenten betroffen, was auch dazu führt, dass sie sogar als Risikogruppe für psychiatrische Krankheiten gelten (z.B. Depression, Angststörungen). Eine Ursache könnte darin liegen, dass sie nicht über die ausreichenden Fähigkeiten verfügen, um mit den Anforderungen umgehen zu können. Eine solche zentrale Fähigkeit ist beispielsweise Zeitmanagement. Doch hier liegt auch ein Ansatzpunkt, um einerseits die persönlichen Fähigkeiten von Studenten zu stärken und andererseits das Stresslevel zu senken.

Dazu haben wir ein online-gestütztes Trainingsmodul zum Thema „Zeitmanagement“ entwickelt, das aus vier zentralen Kapiteln besteht (Lernpausen, Lernplan, Prioritäten und Ziele setzen). Zwar gibt es schon einige viele solcher Online-Module, allerdings sind nur sehr wenige wissenschaftlich auf ihre Wirksamkeit hin evaluiert worden um deren Qualität sicher zu stellen. Daher ist die Frage meiner Thesis: Ist unser Online-Modul wirklich effektiv um Stress zu reduzieren und persönlichen Fähigkeiten zu stärken?

Diese Fragestellung untersuche ich in zwei Studien, anhand von qualitativen und quantitativen Daten. In Studie 1 lade ich ca. 12 Studierende zum Interview ein und befrage sie nach ihren Erfahrungen (z.B. Inwiefern hat der Lerntransfer geklappt? Was waren Hürden?). In Studie 2 vergleiche ich Fragebogenwerte von Studierenden vor und nach der Bearbeitung des Trainingsmoduls.

2. Wie kamst Du auf die Idee zu Deiner Masterarbeit und warum ist sie gerade in Hinblick auf die Corona-Pandemie besonders relevant?
Meine Abteilung für klinische Psychologie und Psychotherapie bietet eine Stressmanagement-Beratung für Studierende an, die allerdings bereits schon vor Corona ausgelastet war. Um den vielen Anfragen gerecht zu werden, war daher die Idee, einen Teil der Beratung auszulagern. Nun, durch die Corona-Pandemie sind Studierende zusätzlich besonders herausgefordert eigenständig zu arbeiten und ihre Zeiten verantwortungsvoll einzuteilen, was der Evaluation unseres Zeitmanagement-Modul eine noch höhere Wichtigkeit verleiht.

 3. In welchen Bereichen suchst Du noch Expert*innenwissen? Wo und wie erhoffst Du Dir ideelle Unterstützung vom HFD und dessen Netzwerk?
Ich möchte in diesem Schwerpunkt promovieren und suche nach möglichen Stipendien oder Kooperationspartner*innen.

 

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Fostering online learning communities that promote critical thinking for artificial intelligence education

Nikita Banga / Ludwig-Maximilians-Universität München / M.Sc. Psychology (Learning Sciences) at Munich Center of the Learning Sciences 

1. Kannst Du Dich und Deinen Forschungsschwerpunkt und deine Forschungsmethode kurz vorstellen?
I am Nikita Banga, a student of the master’s degree program in Psychology (Learning Sciences) at Ludwig Maximilian University in Munich. I am also employed by the firm AppliedAI at UnternehmerTUM as a working student. It is under their supervision that I am carrying out the research for my master’s thesis on the topic “Fostering online learning communities that promote critical thinking for artificial intelligence education”. Using a mixed-methods approach, I am investigating whether feeling a sense of community predicts motivation to think critically for learners in the context of online AI education. In addition, I aim to identify the specific features of an online learning platform that can be manipulated to build online learning communities. 

2. Wie kamst Du auf die Idee zu Deiner Masterarbeit und warum ist sie gerade in Hinblick auf die Corona-Pandemie besonders relevant?
The demand, and acceptance, for online education has grown exponentially in the past decade, especially this year due to the corona pandemic. However, the physical separation between learners in online courses tends to result in a reduced sense of community due to feelings of disconnectedness and isolation. This results in learners experiencing a lack of motivation, persistence, and focus, thereby impacting their individual learning journeys and causing them to drop out. As a student myself, I encountered firsthand the pitfalls of distance learning this year and heard of similar experiences from my peers. Therefore, I chose to explore how feelings of community and connectedness can be developed for the online learning context.

3. In welchen Bereichen suchst Du noch Expert*innenwissen? Wo und wie erhoffst Du Dir ideelle Unterstützung vom HFD und dessen Netzwerk?
I would benefit greatly from the insights provided by online teachers or instructional designers who have attempted to engage learners in collaborative online spaces. 

 

Flipped Classroom digital

Michelle Bieber / Otto-von-Guericke Universität Magdeburg / Informatik (Master of Science)

1. Kannst Du Dich und Deinen Forschungsschwerpunkt und Deine Forschungsmethode kurz vorstellen?
Ich bin Michelle Bieber, 26 Jahre alt und studiere im Master Informatik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Mein Thema lautet: „Flipped Classroom digital – Neukonzeptionierung und Evaluierung des Moduls ‚Logik‘ für das Online-Sommersemester 2020 auf Grundlage der Methode Flipped Classroom“.

2. Wie kamst Du auf die Idee zu Deiner Masterarbeit und warum ist sie gerade in Hinblick auf die Corona-Pandemie besonders relevant?
Meine Masterarbeit entstand aus dem Wunsch heraus die Grundlagen-Lehrveranstaltung „Logik“ an der Fakultät für Informatik methodisch zu überarbeiten und damit eine bessere Lehr- und Lernbedingung für Studierende zu schaffen. Dazu sollte die Lehrveranstaltung mit Hilfe der Blended Learning Methode „Flipped Classroom“ umgestellt werden. Flipped Classroom ermöglicht es jene Ereignisse, die innerhalb des Klassenraumes stattgefunden haben, wie das Präsentieren des neuen Stoffes, mittels Video oder Skript auszulagern um mehr Zeit für eine aktive Auseinandersetzung mit dem Gelernten unter Aufsicht der Lehrperson innerhalb des Klassenraumes zu haben. Durch die Corona-Pandemie und das damit einhergehende Online-Sommersemester wurde das Projekt kurzfristig auf ein rein digitales Format umgestellt.

Im Rahmen meiner Arbeit betrachte ich die Konzeption, Durchführung und damit einhergehend die Evaluation der Lehrveranstaltung während ihrer methodischen Umgestaltung. Die Betrachtung der Veränderung und die damit einhergehende ständige Verbesserung findet im Rahmen der Aktionsforschung statt und soll eine Hilfe zur Lösung lehrbezogener praktischer Probleme bieten. Neben der zyklische Veränderung während des Semesters soll die Masterarbeit eine weitere Verbesserung der Lehrveranstaltung in Zukunft ermöglichen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse und Hinweise können auf andere Lehrveranstaltungen übertragen werden.

3. In welchen Bereichen suchst Du noch Expert*innenwissen? Wo und wie erhoffst Du Dir ideelle Unterstützung vom HFD und dessen Netzwerk?
Unterstützung suche ich vor allem durch Hochschuldidaktiker*innen (bestenfalls mit Vorerfahrung im Bereich Aktionsforschung) und Personen mit Vorerfahrung im Bereich Sozialforschung für quantitative Evaluierungen. Ich benötige Hilfe dabei, Methoden und Methodologie zur Evaluation von Lehrveranstaltungen in Bezug auf quantitative Analysen auszuwählen und deren Auswertung durchzuführen. Ich benötige einen Raum zur Vorstellung und kritischen Betrachtung der Methodik meiner Arbeit.

 

Lehramt hoch 3: Digitalisierung, Internationalisierung und Zukunftsorientierung

Erik Gebel / Technische Universität Dresden / Master Lehramt an Gymnasien, Fächer: Deutsch und Gemeinschaftskunde

1. Kannst Du Dich und Deinen Forschungsschwerpunkt und deine Forschungsmethode kurz vorstellen?
Ich bin Erik Gebel, 22 Jahre alt und studiere an der TU-Dresden Gymnasiallehramt mit der Fächerkombination Deutsch und Politik/Wirtschaft. Ursprünglich komme ich aber aus dem Wirtschaftsingenieurwesen. Das vergangene digitale Semester hat meine Begeisterung für die digitale Lehre und deren Chancen und Perspektiven geweckt. Dementsprechend werde ich auch meine Staatsexamensarbeit zu einem speziellen Teilgebiet der digitalen Bildung schreiben.

Mein Forschungsschwerpunkt setzt bei der Konzeption von digitaler Lehre an, die eine sogenannte „Internationalisierung von Zuhause“ ermöglichen möchte. Durch die Corona-Pandemie konnten und können viele Studierende nicht ihren geplanten Auslandsaufenthalt wahrnehmen. Damit versäumen zahlreiche Studierende die Möglichkeit einer interkulturellen Ausbildung. Dennoch ist, gerade durch die immer größer werdenden Herausforderungen im Lehramtsberuf – im Hinblick auf kulturelle Vielfalt und wachsende Heterogenität der Lerngruppen – eine Förderung und Unterstützung des interkulturellen Wissens und des Umgangs mit verschiedenen Kulturen unabdingbar, um offene, tolerante und fortschrittliche Lehrkräfte auszubilden.

Ich möchte mit meiner Arbeit verschiedene Projekte an Universitäten und Hochschulen vorstellen und untersuchen, die genau diese Internationalisierung von Zuhause auf Modul- oder Seminarebene schon durchführen und damit eine didaktisch eingeordnete Übersicht über Methoden und Abläufe zur Konzeption einer Internationalisierung von Zuhause liefern. Als Forschungsmethode möchte ich hierfür qualitative Interviews mit den Leitungspersonen bzw. Dozierenden dieser Seminare führen.

2. Wie kamst Du auf die Idee zu Deiner Masterarbeit und warum ist sie gerade in Hinblick auf die Corona-Pandemie besonders relevant?
Im vergangenen (digitalen) Semester habe ich ein Seminar mit dem Titel „Politikfeldanalyse Coronakrise“ belegt. In diesem Seminar haben wir eine einzelne Sitzung via Zoom in Kooperation mit einer Universität in Pakistan und einer Universität in den USA geführt. Bei dieser Sitzung ging es um den Austausch unserer persönlichen Erfahrungen während der Pandemie sowie um die politischen Regelungen und Auswirkungen, die in den einzelnen Ländern zur Bekämpfung der Pandemie greifen.

Dieser Austausch zeigte mir, wie wichtig interkulturelle Kompetenzen auch im digitalen Miteinander sind. Denn die Lebenswelten und Erfahrungen, die bei dieser Sitzung aufeinanderprallten, waren fundamental unterschiedlich. Nach dieser Sitzung war ich beeindruckt und geerdet. Und ich überlegte mir, welche weiteren Potenziale eine internationale Zusammenarbeit in digitaler Form bei Seminaren noch möglich sein könnten. Somit wuchs in mir die Idee, doch einmal näher zu betrachten, inwieweit so eine „Internationalisierung von Zuhause“ und damit auch das Erlernen interkultureller Kompetenzen in einer Seminarstruktur umgesetzt werden kann bzw. schon umgesetzt wird. Zudem ergeben sich durch diese Umsetzung in der digitalen Lehre auch noch ganz andere Vorteile, da niedrigschwellig Synergien zwischen Universitäten geschaffen werden können und auch Studierende, die aus diversen Gründen keinen Auslandsaufenthalt bestreiten können oder wollen, trotzdem die Möglichkeit einer internationalisierten Lehre bekommen können.

3. In welchen Bereichen suchst Du noch Expert*innenwissen? Wo und wie erhoffst Du Dir ideelle Unterstützung vom HFD und dessen Netzwerk?
Ich bin momentan auf der Suche nach spannenden Projekten, die diese von mir angesprochene „Internationalisierung von Zuhause“ umsetzen. Dabei ist mir zunächst nicht so wichtig, ob diese Projekte schon durchgeführt worden oder sich gerade in der Umsetzung befinden. Besonders geeignet sind dabei Konzepte, die auch für das Lehramtsstudium nutzbar gemacht werden können, da hierbei ein zusätzlicher Schwerpunkt meiner Arbeit liegt. Ich meine damit aber explizit nicht nur die Lehramtsstudierenden, die eine Fremdsprache studieren. Wie mein Beispiel aus der vorherigen Frage gezeigt hat, kann dieses Konzept auch in anderen Disziplinen funktionieren. Ich erhoffe mir, dass ich durch das HFD auf ein breites Spektrum an Ideen und Pioniergeist stoße, damit meine Arbeit eine größere Vielfalt abbilden kann und somit auch differenzierter und vielseitiger wird. Zudem hoffe ich, dass ich meine Ergebnisse am Ende auch öffentlich zur Verfügung stellen kann, damit andere von diesen profitieren können.

 

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Entwicklung von Kriterien zur Einstufung von digitalen Reifegraden in der Hochschulverwaltung

Karlson Hanke / Technische Universität Clausthal / Master Wirtschaftsinformatik 

1. Kannst Du Dich und Deinen Forschungsschwerpunkt und deine Forschungsmethode kurz vorstellen?
Mein Name ist Karlson Hanke und ich studiere den Master Wirtschaftsinformatik an der Technischen Hochschule Clausthal.

Ich habe ein IT-Management Tool entwickelt, das die Elemente der digitalen Transformation enthält (bspw. Prozesse, Daten, Schnittstellen) und in unterschiedlichen Reifegraden beschreiben soll. Bei einer komplexen Struktur des IT-(Projekt-)Managements bietet dieses Referenzmodell Transparenz über alle Hierarchiestufen hinweg und legt den Fortschritt der digitalen Transformation im Zeitverlauf offen. In meiner Forschungsarbeit möchte ich prüfen, ob das allgemein erstellte Referenzmodell auf den Bereich der Hochschulen abgeleitet werden kann. Darüber hinaus ist von Interesse, anhand welcher Kriterien eine Einstufung digitaler Reifegrade in der Hochschulverwaltung möglich ist und wie diese aktuell ausgeprägt sind.

Die TECHNISCHE UNIVERSITÄT CLAUSTHAL steht mir mit ihren Verwaltungsmitarbeitern zur Verfügung. Im ersten Schritt muss evaluiert werden, welche Verwaltungsprozesse für die Durchführung der Expert*inneninterviews ausgewählt werden. Anschließend werden Expert*inneninterviews mit den Verwaltungsmitarbeiter*inen durchgeführt und eine grobe Einteilung der Ausprägungen der Elemente der digitalen Transformation in analog, gering digital, überwiegend digital und digitalisiert vorgenommen. Die Erkenntnisse aus den Interviews werden zusammengefasst und evaluiert, ob eine allgemeingültige Einteilung über die betrachteten Verwaltungsleistungen möglich ist. Für den positiven Fall wird eine Reifegradeinteilung für den Hochschulbereich abgeleitet.

Aus den vorliegenden digitalen Reifegraden in der Verwaltung wird eine Gap-Analyse mit dazugehöriger Handlungsempfehlung dem Präsidium der TU CLAUSTHAL vorgelegt.

2. Wie kamst Du auf die Idee zu Deiner Masterarbeit und warum ist sie gerade in Hinblick auf die Corona-Pandemie besonders relevant?
Die Idee zum Forschungsvorhaben „Allgemeines Referenzmodell zur Digitalen Transformation im öffentlichen Sektor“ entsprang aus Digitalisierungsvorhaben des Bundes, wie bspw. dem Onlinezugangsgesetz. Dieselben Problemstellungen mit gering digitalen Prozessen sind auch im Hochschulbereich vorhanden. Daher bietet sich an das Referenzmodell in der Hochschule anzuwenden. Aktuell ist der Druck groß, Arbeiten von zu Hause aus durchzuführen, um unter anderem Kontakte während der Corona-Pandemie zu vermeiden. Allerdings wird zukünftig weiterhin das ortsungebundene Arbeiten gewünscht sein.

Nun gilt es herauszubekommen, welche Elemente der Digitalen Transformation in welchen Ausprägungen vorherrschen und welche Elemente digitalisiert werden müssen.

3. In welchen Bereichen suchst Du noch Expert*innenwissen? Wo und wie erhoffst Du Dir ideelle Unterstützung vom HFD und dessen Netzwerk?
Das kombinierte Referenz- und Reifegradmodell soll als Messinstrument Digitaler Reifegrade etabliert werden. Ich wünsche mir, dass das Modell von anderen Hochschulen verwendet wird und so eine Vergleichbarkeit zwischen allen Hochschulen möglich wird. Digitale Vorreiterinnen können so Nachzüglerinnen mit ihrer Expertise unterstützen. Ich wünsche mir, die Verbreitung von dem Allgemeinen Referenzmodell weiter voranzutreiben. Mein spezifisches Wissen von der TU CLAUSTHAL möchte ich durch andere Hochschulen oder Verwaltungen ergänzen. Aus diesem Grund ist der Kontakt zu IT-Expert*innen im Bereich der Hochschulleitung (CDO/CIO) oder IT-Referent*innen aus der Verwaltung von Kommune, Land und Bund von großem Interesse für mich.

 

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Semantic Web in Enhancing Personalized Learning in Higher Education

Oxana Malyshkina / Justus-Liebig-Universität Gießen / Master Sprache, Literatur und Kultur 05

1. Kannst Du Dich und Deinen Forschungsschwerpunkt und deine Forschungsmethode kurz vorstellen?
Mein Name ist Oxana Malyshkina. Ich studiere Computerlinguistik und Texttechnologie als Hauptfach und Deutsch als Fremdsprache als Nebenfach an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Im Rahmen meiner Masterarbeit zum Thema “Semantic Web in Enhancing Personalized Learning” untersuche ich, wie die Personalisierung mit Hilfe von semantischen Technologien zur erfolgreichen Anwendung gebracht werden kann. Anhand der Analyse von verschiedenen weltweit, inklusive in Deutschland, implementierten Praxisbeispielen möchte ich ein theoretisches Modell für die Verbesserung des personalisierten Lernens entwickeln und zur Implementierung und Anwendung an Hochschulen vorschlagen.

2. Wie kamst Du auf die Idee zu Deiner Masterarbeit und warum ist sie gerade in Hinblick auf die Corona-Pandemie besonders relevant?
Ich war schon immer an der Digitalisierung und den Verbesserungsmöglichkeiten der Lehre interessiert und wollte meine Abschlussarbeit unbedingt an der Schnittstelle zwischen der Computerlinguistik und Didaktik verfassen. Das letzte Online-Semester, das für alle eine neue und ungewöhnliche Erfahrung und Herausforderung war, hat mich auf die Idee zu meiner Masterarbeit gebracht, in der ich für die meistens fehlende Personalisierung des Lernens plädiere. Die Corona-Pandemie hat den Prozess der Digitalisierung und Entwicklung der technischen Lösungen rasant beschleunigt und dank der technischen Fortschritte der Künstlichen Intelligenz und semantischen Technologien kann Personalisiertes Lernen besser als je zuvor ermöglicht werden.

3. In welchen Bereichen suchst Du noch Expert*innenwissen? Wo und wie erhoffst Du Dir ideelle Unterstützung vom HFD und dessen Netzwerk?
Zurzeit suche ich noch Expert*innenwissen im Bereich Semantisches Web und der Implementierung von unterschiedlichen Learning Environments.

 

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The success factors for the development and implementation of a digitalization strategy in the HEIs

Panourgias Papaioannou / Hochschule Osnabrück / Master Research and Innovation in Higher Education (MARIHE)/Fakultät Wirtschaft-und Sozialwissenschaften

1. Kannst Du Dich und Deinen Forschungsschwerpunkt und deine Forschungsmethode kurz vorstellen?
Mein Name ist Panourgias Papaioannou und ich mache derzeit meinen Master in Research and Innovation in Higher Education (MARIHE) an der Hochschule Osnabrück. Als Teil meines Masters hatte ich die Möglichkeit, an der Donau-Universität Krems in Österreich und an der Universität Tampere in Finnland zu studieren. Bereits im ersten Semester erkannte ich die Notwendigkeit der Entwicklung einer digitalen Strategie an der Universität. Aber was macht eine digitale Strategie erfolgreich? Deshalb habe ich mich entschieden, das Thema zu erforschen und mein Forschungsschwerpunkt sind die Erfolgsfaktoren bei der Entwicklung und Umsetzung einer digitalen Strategie in den Hochschulen. Was die Forschungsmethode betrifft, so habe ich mich für eine qualitative Methode entschieden und Interviews mit allen Beteiligten an den Hochschulen in Deutschland geführt. Interviews ermöglichen es mir, den Hintergrund jeder Institution zusammen mit ihren Zielen besser zu verstehen.

2. Wie kamst Du auf die Idee zu Deiner Masterarbeit und warum ist sie gerade in Hinblick auf die Corona-Pandemie besonders relevant?
Die Digitalisierung war und ist Teil des akademischen Lebens. Die Digitalisierung beschränkt sich nicht auf Lehren und Lernen, sondern umfasst die Mobilität rund um den Campus, Marketing, IT-Infrastruktur, Forschung und vieles mehr. Die Universitäten sollten sich dieser neuen Realität annehmen. Die aktuellen Schüler kümmern sich um alles vom Handy aus. Es ist höchste Zeit für einen digitalen Wandel. Wie die Europäische Kommission den Bürgern empfiehlt, sollten auch die Institutionen für das digitale Zeitalter fit sein. Corona hat diese Änderung wirklich notwendig gemacht. Blended Learning ist oft keine Option. Viele Universitäten im In- und Ausland arbeiten vollständig online, und deshalb sollten wir eine digitale Strategie entwickeln und verbreiten, die allen Beteiligten klar sein wird. Die Bedeutung des Themas für unser tägliches Leben hat mich dazu gebracht, es unter Anleitung meines Supervisors Prof. Dr. Ziegele auszuwählen und in eine konkrete Form zu schreiben.

3. In welchen Bereichen suchst Du noch Expert*innenwissen? Wo und wie erhoffst Du Dir ideelle Unterstützung vom HFD und dessen Netzwerk?
Ich würde gerne ein kurzes Gespräch mit einem/ einer deutschen Rektor*in führen, um sein/ ihr breites Verständnis für die Digitalisierung in der Hochschule zu verstehen. Darüber hinaus wäre es eine großartige Chance für mich, mit einem/ einer amerikanischen Professor*in in Kontakt zu treten, der sich für die Digitalisierung interessiert, um die amerikanischen digitalen Praktiken zu verstehen. Abschließend möchte ich ein Gespräch mit einem/ einer Mitarbeiter*in der Stiftervebandes führen, der an den Universitäten auf dem Gebiet der Digitalisierung arbeitet. Jede Art von Feedback zu den Erfolgsfaktoren bei der Entwicklung und Umsetzung der Digitalisierung in den Hochschulen ist sehr zu begrüßen.

 

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Dies war der erste Teil mit der Vorstellung der Fellows und ihrer Projekte. Der zweite Beitrag folgt bald auf unserem Blog.

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