Curriculum 4.0

Die Arbeitsgruppe Curriculum 4.0 erarbeitet übergreifende Elemente der Curriculumsentwicklung vor dem Hintergrund des digitalen Wandels.

Bild: [https://unsplash.com/photos/FoKO4DpXamQ Eric Rothermel]

Die zunehmende Digitalisierung von Gesellschaft und Arbeitsmarkt stellt neue Anforderungen an Hochschulabsolventen. Strukturen von Kommunikation und Informationsaustausch – und damit gesellschaftlicher Willensbildung – verändern sich. Arbeitnehmer werden in Zukunft verstärkt in interdisziplinären, interprofessionellen und technisierten Kontexten arbeiten müssen. Die Interaktion von Mensch und Maschine nimmt weiter zu. Die Kompetenzanforderungen an Hochschulabsolventen ändern sich. Veränderte Kompetenzanforderungen und Inhalte haben Auswirkungen auf das gesamte Curriculum eines Studiengangs.

Ziel

Ziel der Arbeitsgruppe ist es, übergreifende Elemente der Curriculumentwicklung vor dem Hintergrund des digitalen Wandels herauszuarbeiten sowie Good-Practice-Ansätze aufzuzeigen.

Hierfür gilt es, herauszuarbeiten, welche Kompetenzen und Inhalte Studierende von heute brauchen, um auch Mitte des Jahrhunderts noch erfolgreich am Arbeitsmarkt tätig sein zu können. Die Arbeitsgruppe erarbeitet daher übergreifende Inhalte und Kompetenzprofile, die Hochschulen in ihre Curricula implementieren können. Aus diesen Überlegungen leiten sich Reformen von Curricula ab. Zudem wird die Arbeitsgruppe einen an die wichtigsten Fachgesellschaften gerichteten Fragebogen erarbeiten.

Beschreibung des Vorgehens

Die Arbeitsgruppe trifft sich regelmäßig sowohl physisch als auch online. Sie bereitet inhaltlich die Ausschreibung der Studie zu übergreifenden Kompetenzen und Studieninhalten in der digitalen Welt vor und begleitet den Prozess der Erarbeitung. Die Mitglieder der Gruppe beschreiben anhand einer vorgegebenen Struktur Good Practice-Beispiele für wegweisende Studiengangsreformen. Jedes Gruppenmitglied ist hierbei gefragt, ein Reformprojekt zu beschreiben.

Die Arbeitsgruppe erstellt einen an Fachgesellschaften  gerichteten Fragebogen mit der Aufforderung, Veränderungsbedarfe sowohl mit Blick auf die Lernergebnisse als auch in der konkreten Gestaltung der Curricula vor dem Hintergrund des digitalen Wandels darzulegen. Geplant ist eine Befragung der zehn Fachgesellschaften, in deren Studiengängen die meisten Studierenden eingeschrieben sind. Die Ergebnisse werden vom im Anschluss gesammelt HFD veröffentlicht.

Zeitplan

Datum Tätigkeit

Mai 2017

 

Ernennung der Arbeitsgruppenmitglieder

 

Juni 2017

 

Video-Telefonkonferenz aller Gruppenmitglieder

 

Juli 2017

 

Erstes Arbeitsgruppentreffen: Inhaltliche Feinabstimmung, Festlegung des Zeitplans, Verteilung der Verantwortlichkeiten, Entwurf der Studienausschreibung

 

Oktober 2017

 

Zweites Arbeitsgruppentreffen

 

Dezember 2017

 

Drittes Arbeitsgruppentreffen: Diskussion der Vorergebnisse der Studie, Diskussion Sachstand Good-Practice-Beispiele

 

Januar 2018

 

Workshop mit den Gewinnerhochschulen des Wettbewerbs Curriculum 4.0 von Carl-Zeiss-Stiftung und Stifterverband

 

März 2018

 

Viertes Arbeitsgruppentreffen: Diskussion der Studie, Diskussion Good-Practice-Sammlung

 

Juni 2018

 

Fünftes Arbeitsgruppentreffen: Diskussion und Beschluss vom Abschlusspapier der Arbeitsgruppe

 

September 2018 Präsentation der Ergebnisse auf der Themenwoche des Hochschulforums Digitalisierung

 

Mitglieder

Prof. Dr. Peter Baumgartner
Professor für technologieunterstütztes Lernen und Multimedia, Donau-Universität Krems
Christian Brei
Leiter der Universitätsentwicklung und Verwaltung, Leuphana Universität Lüneburg
Prof. Dr. Angelika C. Bullinger-Hoffmann (Elternzeitbedingt vertreten durch Aline Lohse)
Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement, TU Chemnitz
Arne Gerdes
Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Fakultät für Mathematik und Informatik sowie Abteilung Didaktik der Physik, Georg-August-Universität Göttingen
Prof. Dr. Dr. Friedrich W. Hesse
em. Direktor des Leibniz-Instituts für Wissensmedien (IWM), Tübingen und Vizepräsident der Leibniz-Gemeinschaft
Priv.-Doz. Dr. med. Sebastian Kuhn, MME
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Aline Lohse (Vertretung Prof. Dr. Angelika C. Bullinger-Hoffmann)
Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Promovendin, Professur Arbeitswissenschaft und Innovationsmanagement, TU Chemnitz
Prof. Dr. Antje Michel
Professorin für Informationsdidaktik und Wissenstransfer, FH Potsdam
Prof. Dr. Philipp Pohlenz
Professor für Hochschulforschung und Professionalisierung der akademischen Lehre, Studiendekan, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Stefanie Quade
Dozentin Innovations- und Projektmanagement & Beratung zu E-Didaktik an der HWR Berlin, Autorin DesignAgility
Prof. Dr. Tobias Seidl
Professur für Schlüssel- und Selbstkompetenzen, Hochschule der Medien Stuttgart
Prof. Dr. Birgit Spinath
Vizepräsidentin Deutsche Gesellschaft für Psychologie, Professur für Pädagogische Psychologie, Universität Heidelberg