Digitale Kompetenzen in der Lehrkräftebildung - Ein Interview mit Michael Schratz

Digitale Medien sind nicht aus unserem Leben wegzudenken. Sie sind auch integraler Bestandteil von Lernen und Lehre – zumindest zukünftig. Im Interview mit Univ.-Prof. Dr. Michael Schratz von der Universität Innsbruck reden wir über die Entwicklung digitaler Medien in der Lehre und wie die Lehrkräftebildung darauf reagieren kann.

Worauf muss in der Lehrkräftebildung bei der Vermittlung von digitalen Kompetenzen geachtet werden?

Wichtig ist, das aus Studierendensicht wahrzunehmen. Hier geht es um ein Konzept von Digitalisierung und nicht nur um Inhalte in einer Lehrveranstaltung. Der Austausch braucht entsprechende Räume und hier ist die Zusammenarbeit zwischen Ausbildung und Fortbildung sehr wichtig, denn gerade bei dieser schnellen Entwicklung in den neuen Medien ist die Auseinandersetzung mit dem letzten Stand der Forschung ein ganz Wichtiger.

Welche Entwicklungen lassen sich in der Lehre identifizieren und wie muss darauf reagiert werden?

Bisher gab die Lehrperson zunächst einmal durch Vorträge, Vorlesungen etc. den Input. Heute haben die Studierenden vielmehr die Möglichkeit selbst gestalterisch, personalisiert sozusagen, an das Wissen und an die Kenntnisse heranzukommen. Was die Fähigkeiten betrifft sind natürlich Haltungen sehr wichtig. Das heißt, ich muss den Sinn in dem Ganzen sehen und darf nicht vergessen, dass hier die Brüchigkeit des Lernens als menschlicher Aspekt im Vordergrund steht.

Mutter mit Kleinkindern und Tablet auf der Couch.Digitale Medien sind aus dem Alltag junger Menschen nicht wegzudenken – das gilt auch für die Bildung. Bild: [https://unsplash.com/photos/UH-xs-FizTk Alexander Dummer]

Was sind die Vorteile der Nutzung digitaler Medien in Lehrveranstaltungen?

Die Medien bieten die Möglichkeit, mit ganz neuen Elementen in einem Lernprozess zu experimentieren. Dieses Austarieren von lehr- und lernseitiger Orientierung ist eine große Chance, andere Formen des Austausches zu finden, da die Schülerinnen und Schüler schon sehr kompetent im Umgang mit den Medien sind. Die Beziehung zueinander spielt dann eine wichtige Rolle.

Wie sieht die Zukunft der Lehrkräftebildung aus?

Einerseits werden die Medien mehr genutzt und ihr Einfluss nimmt zu. Hier ist es wichtig, die Lehrkräfte mit den nötigen Kompetenzen vorzubereiten. Andererseits dürfen wir nicht aus den Augen verlieren, dass im Lernen immer noch die menschliche Auseinandersetzung im Vordergrund steht und hier keine Delegationsleistung stattfinden kann oder sollte.

 

Das Video wurde von KUXMA GmbH & Co. KG produziert. Redaktion und Regie übernahm Josephine Kuthning.

CC-BY-SA LogoDieser Text steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International - CC BY-SA 4.0. Bitte nennen Sie bei einer möglichen Nachnutzung den angegebenen Autorennamen sowie als Quelle das Hochschulforum Digitalisierung.

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