Ringvorlesung zu "Open Technology For An Open Society"

Hochschulforum Digitalisierung

Die ersten beiden Veranstaltungen sind bereits vorbei, doch warten in den nächsten Wochen noch 14 weitere. Die Rede ist von der Ringvorlesung zu "Open Technology For An Open Society" des Instituts für Informatik der Freien Universität Berlin und Wikimedia Deutschland. Die Vorlesung findet mittwochs von 18.15 bis 19.45 Uhr im großen Hörsaal am Institut für Informatik statt. 

Wie verändern offene Technologien eine Gesellschaft? Foto: [https://unsplash.com/photos/J698hh61HPo Chris Barbalis]

Warum Open Technology? Und was hat das mit der Offenheit der Gesellschaft zu tun? Diese beiden Leitfragen bilden den thematischen Rahmen für die Ringvorlesung. 

Die Entwicklung von Internet und Smartphones hat dazu beigetragen, dass sich die Informatik von einer rein technischen Disziplin verändert hat. Im Fokus steht zunehmend die Wechselwirkung mit Menschen, die mit informatischen Systemen wie Internet und Smartphones interagieren. Das Bestreben, Technologien offen zu gestalten, war in der Informatik schon immer vorhanden. Offene Technologien ermöglichen es Menschen, ihre Probleme kollaborativ und auf eine kreative Weise zu lösen, die auf dem Wissen und der Arbeit von anderen aufbaut. Als Beispiele hierfür sind die Online-Enzyklopädie Wikipedia, das Linux Betriebssystem oder der MakerBot zu nennen, sowie Open Educational Resources.  

Offene Technologien haben viele Facetten. Open Access etwa bietet den Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen und Lernmaterialien und erlaubt es, Wissen zu teilen und voneinander zu lernen. Das Ziel von Open Data ist Zugang zu Datensammlungen als Gemeingut. Mit Freier oder Open Source Software können wir Sicherheitslücken in unseren Systemen entdecken und jede Person kann sie verbessern und neue, verfeinerte Versionen verbreiten. Angesichts dieser vielen Bereiche, in denen Offenheit schon Einzug gehalten hat, stellt sich die Frage, welche gesellschaftlichen Auswirkungen die Entscheidung, Wissen offenzulegen mit sich bringt. Bedingen sich die Offenheit von Technologien und die Offenheit einer Gesellschaft gegenseitig? Ab wann ist eine Technologie offen? Können wir die Auswirkungen dieser Offenheit auf die Gesellschaft nachvollziehen? Inwiefern passen offene Technologien zu unseren ethischen Grundsätzen?

Diese und weitere Fragen sollen innerhalb der Veranstaltungsreihe diskutiert werden. Ziel ist es, die Bereiche der Forschung und Zivilgesellschaft zusammenzubringen. Anhand aktueller Forschungsergebnisse, Projekten und Initiativen aus der Praxis sollen die Wechselwirkungen zwischen den beiden Bereichen überprüft werden, sowie die Diskussion über die Bedeutung von offenen Technologien in der öffentlichen und politischen Wahrnehmung angeregt werden. Die Ringvorlesung soll ein Forum bieten, in welchem praktische Erfahrungen diskutiert werden, Forschungsansätze und -ergebnisse abgeglichen und neue Ideen entstehen können. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 

Eine Übersicht über alle Termine - weitere Informationen finden Sie hier:

  • 18.10.2017: „Der Beitrag von Wissenschaft und Gesellschaft für Freies Wissen — Fallbeispiele und Perspektiven“ (Claudia Müller-Birn und Dominik Scholl)
  • 25.10.2017: „Über das Öffentliche im algorithmischen Zeitalter“ (Lorena Jaume-Palasí)
  • 01.11.2017: “The Political Importance of our Technical Decisions” (Julia Kloiber)
  • 08.11.2017: “How Open Technologies Thwart Encryption Policy & Government Surveillance” (Sven Herpig)
  • 15.11.2017: “Social Media: The Bright, the Dark and the Ugly” (Hanna Krasnova)
  • 22.11.2017: “Wikidata: Curating Data about the World with 17000 Volunteers” (Lydia Pintscher)
  • 29.11.2017: “Open Science Reality: Practices, Tools and Opportunities” (Sünje Dallmeier-Tiessen)
  • 06.12.2017: “Softwareanwender dieser Welt, vereinigt euch! Wie Open Source der deutschen Wirtschaft hilft” (Dirk Riehle)
  • 13.12.2017: “Relevanz Freier/Open Source Software für eine freie und offene Gesellschaft” (Matthias Kirschner)
  • 20.12.2017: “Trust, but Verify? Technical Constraints of Anonymous Internet Communication” (Florian Tschorsch)
  • 10.01.2018: “Open Technologies are Key for the Success of the Internet?! ” (Matthias Wählisch)
  • 17.01.2018: “Community-Netzwerk Freifunk” (Maria Krieg)
  • 24.01.2018: “Open Education and Digital Citizenship” (Nils Weichert)
  • 31.01.2018: “Data Mining Technologies at the Service of Open Knowledge” (Laurent Romary)
  • 07.02.2018: “Openness and Collaboration in Modern Scholarship Based on Digital Information Infrastructures” (Matthias Katerbow)
  • 14.02.2018: Podiumsdiskussion: “Open Science – Offenheit in Zeiten der Konkurrenz” (Christina Riesenweber, Marion Goller, Konrad Förstner, Jana Hoffmann, Angela Grosse (Moderation))