Kick-Off & 6 Workshop-Termine von April bis Dezember 2022 Infopoint Hochschullehre: Grundlagenveranstaltungen

Kick-Off & 6 Workshop-Termine von April bis Dezember 2022 Infopoint Hochschullehre: Grundlagenveranstaltungen

23.06.22
halb dunkelblaue, halb orangefarbene Fläche. Davor weiße Schrift: Infopoint Hochschullehre: Grundlagenveranstaltungen. Kick-Off & 6 Workshop-Termine von April bis Dezember 2022  Darunter weiße Logos des Hochschulforums Digitalisierung und der Stiftung Innovation in der Hochschullehre

+++ Eine Kooperation des Hochschulforums Digitalisierung und der Stiftung Innovation in der Hochschullehre. +++ 

Nach erfolgreichem Abschluss der ersten „Infopoint Hochschullehre“-Veranstaltungsreihe zum Thema Digitale Prüfungen führte das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) und die Stiftung Innovation in der Hochschullehre (StIL) diese Reihe von Frühjahr bis Dezember 2022 fort. In diesem Jahr rückten Grundlagenveranstaltungen verschiedene Disziplinen in den Fokus. Hier finden Sie Aufzeichnungen der Workshops.

halb dunkelblaue, halb orangefarbene Fläche. Davor weiße Schrift: Infopoint Hochschullehre: Grundlagenveranstaltungen. Kick-Off & 6 Workshop-Termine von April bis Dezember 2022  Darunter weiße Logos des Hochschulforums Digitalisierung und der Stiftung Innovation in der Hochschullehre

Warum Grundlagenveranstaltungen? Diese werden sowohl aus Sicht der Lehrenden als auch der Studierenden häufig als herausfordernd erlebt (siehe Handbuch Studienerfolg). In gemeinsamer Diskussion widmen wir uns den Fragen der Lehrenden u.a.: 

  • Wie kann man dazu beitragen, dass die im Grundlagenstudium (im eigenen Fach) erworbene Kompetenzen und das Wissen auch im dritten Semester noch vorhanden sind?
  • Wie kann die Zufriedenheit/Motivation der Lehrenden und Studierenden erhöht werden? 
  • Welche innovativen Formate und Methoden eignen sich zur Förderung der fachbezogenen Denk- und Arbeitsweisen von Studierenden?

Rund um diese Fragen stellen Expert:innen aus verschiedenen Fächern ihre erprobten Lehrkonzepte vor und berichten von ihren Erfahrungen:

  • Passung der vorgestellten Ansätze für den eigenen Kontext
  • Kontinuierliche Berücksichtigung der Studierendenperspektive
  • Begleitung und Betreuung von Studierenden
  • Gestaltung des Selbststudiums
  • Initiierung und Begleitung nachhaltigen Lernens der Studierenden
  • Etablierung von Social Learning/Peer Learning
  • Verbesserung der Rahmenbedingungen für die erfolgreiche Umsetzung
  • Einführung von digitalen Prüfungen

Alle weiteren Veranstaltungen finden online über Zoom statt. Sie haben in einem monatlichen Turnus jeweils unterschiedliche Fächer/Fachbereiche zum Thema. Es stehen pro Workshop ca. 40 Plätze zur Verfügung. 

Die Veranstaltungen sind in zwei Teile gegliedert: Es wird einen dreistündigen synchronen Workshop-Teil und einen kürzeren asynchronen Vorbereitungsteil geben. Hierzu wird den Teilnehmenden der Vortrag des Experten/der Expertin im Vorhinein zur Verfügung gestellt.

Community-Building ist uns wichtig: Rund um die Veranstaltungsreihe können Sie sich über Mattermost mit Kolleginnen und Kollegen Ihres Faches vernetzen und über die Veranstaltungen hinaus austauschen.

Informationen zu den Workshops des ersten Teils finden Sie hier.

Übersicht über die Workshops (2. Teil) 

05.09.2022 | 9:30 – 12:30 Uhr | Grundlagenveranstaltungen in professionsorientierten Studiengängen am Beispiel der Lehrer*innenbildung | Prof. Dr. Mandy Schiefner-Rohs (TU Kaiserslautern) 

Professionsorientierte Studiengänge zeichnen sich zum einen dadurch aus, dass sie auf ein klares Berufsziel hin ausgerichtet sind und zum anderen in der curricularen Ausgestaltung auch staatlichen Einflüssen unterliegen. Das Ziel des Studiums i.S. eines konkreten Berufes ist somit mehr oder weniger deutlich vor Augen. Grundlagenveranstaltungen bzw. die Studieneingangsphase zielt dann in eine akademische Sozialisation bei gleichzeitigem Berufsausbildungsanspruch. Am Beispiel der Lehrer*innenbildung wird gemeinsam eruiert, wie dieser Spagat gelingen kann und welche Formen der Gestaltung von Grundlagenveranstaltungen sich anbieten, damit sich Studierende sich sowohl mit ihren späteren Berufsperspektiven kritisch reflexiv auseinandersetzen als auch erste Erfahrungen mit Wissenschaft machen können. Anhand zweier Lehrkonzeptionen wird gemeinsam diskutiert, wie diese zum einen in den digitalen Raum und zum anderen auf weitere professionsorientierte Studiengänge übertragen werden können. Der Workshop soll vor allem Ideen dafür liefern, die Studieneingangsphase und damit Grundlagenveranstaltungen mit Blick auf Hochschulsozialisation zu denken.

 

05.10.2022 | 9:30 – 12:30 Uhr | Testen – Lehren – Lernen im Grundlagenstudium der Fachdidaktik Deutsch | Prof. Dr. Matthias Ballod (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)

Lehramtsstudierende müssen im Laufe ihres Studiums den Rollenwechsel vom Lerner zum Lehrer vollziehen und dazu auch lernen andere zu prüfen, zu korrigieren und ihnen qualifiziertes Feedback zu geben. Vom ersten Fachsemester an wird dieser Shift in allen Einführungsseminaren erfahrbar. Das Konzipieren von Tests-Design und das Entwickeln von Fragen ist integraler Bestandteil zur Verzahnung kompetenzorientierten Lehrens und Lernens. Das Basiswissen wird dabei nicht nur sukzessive vermittelt, sondern ist Teil eines Selbstlern-Prozesses und der Selbsttestung. Das Seminarkonzept eröffnet die doppelseitige Bezugnahmen zu Fachwissen und eigener Kompetenz, beim eigenen Lernen/Lernen sowie selbst Prüfen/Überprüfen. Entsprechend wird aufgezeigt, wie eine sinnvolle Erfahrung in der Rückkopplung mit Seminarkonzept, Fachvermittlung und Peer-Feedback funktioniert,  passende Verknüpfung von Präsenzphasen und Online-(Selbst)Lernen sowie das Zusammenspiel innovativer Erfolgskontrollen in Lehr-Lern-Szenarien von Schule und Hochschule. Erfahrungen aus über 20 Jahren Experimentierens mit dieser Form der Handlungsorientierung wird vor- und zur Diskussion gestellt.

Hier finden Sie die Präsentation als PDF zum Download.

Teil 1

Teil 2

 

11.10.2022 | 14:00 – 17:00 Uhr | Studierende für Sozialwissenschaften begeistern – Einführung in die empirischen Methoden | Prof. Dr. Kai-Uwe Schnapp (Universität Hamburg)

Das Kennenlernen der Methoden empirischen Arbeitens spielt eine zentrale Rolle für die “Werdung” von Sozialwissenschaftler’innen. Gleichzeitig gehört die Auseinandersetzung mit den Methoden – von der Wissenschaftstheorie über die Erhebungsmethoden bis zur Statistik – oft nicht zu den Lieblingsübungen vieler Studierender. Eine zentrale Frage ist daher, wie Studierende zur Auseinandersetzung mit den empirischen Methoden motiviert werden können. Wir werden über Inhalte, Lehrmethoden und die Persönlichkeit der Lehrperson als Motivationsfaktoren sprechen, die Einfluss auf die Sozialisationsleistung von Einführungsveranstaltungen haben.

 

09.12.2022 | 09:30 – 12:30 Uhr | Digitales Training juristischer Methodenkompetenzen – Bedarfe, Formate, Tools, Gelingensbedingungen | PD Dr. Martin Zwickel (FAU Erlangen-Nürnberg)

Wie kann es gelingen, Studierenden rechtswissenschaftlicher Studiengänge ein gezieltes Training juristischer Arbeits-/Methodenkompetenz (z. B. Schreiben juristischer Klausuren, Methodik wissenschaftlichen Arbeitens, Umgang mit der digitalisierten juristischen Arbeitswelt von morgen) zu ermöglichen? Ziel des Workshops ist es, den Bedarf an einem digitalen Training von Methodenkompetenzen zu diskutieren, um anschließend anhand der Vorstellung  konkreter Beispiele denkbare Formate, Tools und Gelingensbedingungen eines digitalen juristischen Kompetenztrainings für die Studieneingangsphase zu erarbeiten. Einzelne Elemente dieses Kompetenztrainings sollen für Lehrende der Rechtswissenschaft in eigenen Veranstaltungen nutzbar sein.  

 

Neuer Termin: 13.12.2022 | 10:00 – 13:00 Uhr | Curriculumentwicklung: Medizin im Digitalen Zeitalter | Prof. Dr. Sebastian Kuhn (Universität Marburg)

Die Digitalisierung in der Medizin ist ein fundmentaler Wandlungsprozess, dessen Einfluss auf das zukünftige Berufsbild der Ärztin oder des Arztes noch nicht voll abgeschätzt werden kann. Um den zukünftigen Herausforderungen gerecht zu werden, müssen Medizinstudierende und Ärzt:innen den aktuellen fundamentalen Veränderungsprozess verstehen und neue Kompetenzen erwerben. Sie müssen neue digitale Behandlungskonzepte einordnen können, praktische Fertigkeiten erlernen und ihre Haltung zur digitalen Medizin reflektieren. Es gilt, die für die Patienten sinnvollen Entwicklungen in der Praxis anzuwenden, Fehlentwicklungen zu erkennen und diese zu meiden. 

Ziel des Workshops ist es die dafür notwendigen Prozesse für die Schaffung von Curricula für die digitale Transformation der Medizin zu reflektieren. Hierbei möchten wir drei Aspekte adressieren, die uns helfen effektiv zu sein. Diese sind:

  • Neue curriculare Inhalte und Kompetenzen
  • Innovative Lehr-/Lernformate im Präsenz- und digital-unterstützten Unterricht
  • Neuartige Zusammensetzung und -arbeit der Lehrenden und Studierenden

Hier finden Sie die Folien zum Workshop.