Unregulierte Handlungsfreiheit beim Einsatz generativer KI ist nicht gleichbedeutend mit digitaler Autonomie. Das Diskussions-papier zeigt, wie eine intensive KI-Nutzung grundlegende akade-mische Kompetenzen beeinträchtigen und Bildungsziele gefähr-den kann. Es beschreibt, welche Verantwortung Fächer, Lehrende und Studierende tragen, um Deskilling einzudämmen und selbst-bestimmtes digitales Handeln im Studium zu ermöglichen.
Wie können Hochschulen Verantwortung übernehmen, um Bias-Sensibilität im Umgang mit KI strukturell, nachhaltig und wirksam zu verankern? Dieser Text geht der Frage auf den Grund und gibt einige Empfehlungen, auch mit Blick auf zukünftige Kompetenzen von Studierenden und Lehrenden.
Nach der ersten Auseinandersetzung mit den KI-Leitlinien deutscher Hochschulen von 2024 folgt nun eine aktualisierte und erweiterte Analyse. Das Autorenteam hat 30 Leitlinien aus allen Bundesländern untersucht und verglichen - untereinander, aber auch in Bezug auf die früheren Erkenntnisse. Dabei geht es um technische, organisatorische und ethische Fragen, vor allem für gute Lehre und Praxis und für das Prüfungswesen.