MMKH-Schulung: KI-Recht im Hochschulkontext – Urheberrecht

01 Dec

MMKH-Schulung: KI-Recht im Hochschulkontext – Urheberrecht

Im Rahmen dieses Workshops des Multimedia Kontor Hamburg (MMKH) analysieren wir die tiefgreifenden Auswirkungen generativer KI auf das Urheberrecht in Lehre und Forschung. Wir klären insbesondere folgende Fragen:

  • Schutzfähigkeit von KI-Outputs: Warum genießen rein maschinell erzeugte Inhalte keinen Urheberrechtsschutz und was bedeutet dies für die Kennzeichnung als Gemeinfreiheit?
  • Rechtssicheres Prompting: Wann erreichen Ihre Anweisungen (Prompts) Schöpfungshöhe und welche Risiken bestehen bei der Eingabe urheberrechtlich geschützter Fremdmaterialien?
  • KI-Training & TDM: Unter welchen Bedingungen erlaubt das Text and Data Mining (§§ 44b, 60d UrhG) die automatisierte Analyse von Werken für die Forschung?
  • Werknutzung 4.0: Wie greifen die Schranken für Unterricht (§ 60a UrhG) und Wissenschaft (§ 60c UrhG) beim Einsatz KI-gestützter Lehrmaterialien und interaktiver Lernbausteine?

Schwerpunkte:

  • Urheberrechtlicher Werkschutz: Differenzierung zwischen KI-Output und KI-assistierter menschlicher Schöpfung
  • Gesetzliche Schrankenregeln: Praktische Anwendung der 15 %-Regel (§ 60a UrhG), der Text-Data-Mining-Schranken (§§ 44b, 60d UrhG) und erweiterten Forschungskopien (§ 60c UrhG)
  • KI-Governance: Umsetzung der Transparenzpflichten (Art. 50 KI-VO) und Dokumentationsanforderungen für Hochschulangehörige
  • Wissenschaftliche Integrität: Eigenständigkeitserklärungen und Kennzeichnungsmodelle im Zeitalter generativer Tools

Relevante Gesetze & Normen:

  • KI-VO (EU-Verordnung 2024/1689)
  • UrhG (Urheberrechtsgesetz), insbesondere § 2 (Werkbegriff) sowie §§ 44b, 60a, 60c, 60d (TDM, Lehre & Forschung)

Das vielfältige Angebot an KI-bezogenen Qualifizierungs- und Unterstützungsmaßnahmen ist eine Kooperation des Netzwerks Landeseinrichtungen für digitale Hochschullehre (NeL) sowie assoziierter Partner und der Stiftung Innovation in der Hochschullehre.