Neues Diskussionspapier: Stabilität durch Wandel? Ein Problemaufriss zur digitalen Resilienz an Hochschulen
In den letzten Jahren sind Hochschulen in einen Modus geraten, den man als „reaktives Management“ bezeichnen könnte: Pandemie-Management auf die Schnelle, ad-hoc-Lösungen für Cyber-Sicherheitslücken, irgendwie Schritt halten mit generativen KI-Tools. Dieses Papier argumentiert: Wer in einer unübersichtlichen Welt die Bildungslandschaft von morgen aktiv mitgestalten will, braucht digitale Resilienz. Denn digital resiliente Hochschulen erkennen Herausforderungen frühzeitig, bleiben bei Störungen in digitalen Infrastrukturen handlungsfähig und sie integrieren neue Technologien wie KI souveräne in Lehre, Forschung und Verwaltung.
Nach der ersten Auseinandersetzung mit den KI-Leitlinien deutscher Hochschulen von 2024 folgt nun eine aktualisierte und erweiterte Analyse. Das Autorenteam hat 30 Leitlinien aus allen Bundesländern untersucht und verglichen - untereinander, aber auch in Bezug auf die früheren Erkenntnisse. Dabei geht es um technische, organisatorische und ethische Fragen, vor allem für gute Lehre und Praxis und für das Prüfungswesen.