Workshops Netzwerktreffen 2018

Am Vormittag des Netzwerktreffens am 25. September 2018 werden unterschiedliche Workshops angeboten. Auf dieser Seite finden Sie detaillierte Beschreibungen der Workshops.

Es ist Workshop-Tag. Bild: [https://unsplash.com/photos/bF2vsubyHcQ Joanna Kosinska]

Workshop 1: Wie motiviere ich Lernende? Gamification & Motivational Design in Blended-Learning-Szenarien

Referent

Björn Lefers, Coordinator of Learning Innovation & Growth bei Kiron Open Higher Education Intrapreneurship & Instructional Design an der HWR Berlin

Inhalt

Kurze Einführung in wissenschaftliche Theorien und Modelle zu Motivation und Gamification. Darauf aufbauend Vorstellung von Modellen, die digitale Startups nutzen, um Verhaltensänderungen von Nutzern herbeizuführen.

Lessons Learned und Best Practices bei der praktischen Umsetzung der Theorien und Modelle im Rahmen eines Blended-Learning-Studiengangss in Business Administration  (50% Online, 50% Präsenz) an der HWR Berlin mit mehr als 50 Professoren und Lehrenden.

Die Vorstellung verschiedenster motivationaler Elemente erfolgt auf Basis des von Björn Lefers entwickelten Blended-Learning-Periodensystems. Vertiefung je nach Interesse der Teilnehmenden. Mögliche Themen sind z. B.:

  • Online

Learning-Management-System-Ebene:

Auswahl und Konfiguration von Gamification-Plugins in WordPress und Moodle (Björn Lefers hat mehrere Open-Source-Plugins für Moodle konzipiert und mit Entwicklern umgesetzt).

Ein sinnvolles Belohnungssystem entwickeln mit Punkten, Badges, Leaderboards und anderen Gamification-Elementen, welches sozialen Austausch fördert.

Inhalte-Ebene:

Schlanke Produktion von motivierenden Lernmaterialien (interaktive Lerninhalte mit H5P, Cartoon-Lernvideos, Screencasts, Quizzes, etc.)

uvm.

  • Präsenz & Verzahnung

Open Badges zur Sichtbarmachung von Kompetenzen

uvm.

Abschließend (berechtigte) Kritik an Gamification, Ausblick und Diskussion.

Methodik

Der Workshop ist eine Mischung aus Präsentation, Gruppendiskussion, Interaktion (z. B. Quizzes) und Ausfüllen des Blended-Learning-Periodensystems durch die Teilnehmenden.

Lernziele/ Learning Outcomes

Am Ende des Workshops kennen Teilnehmende verschiedene Theorien und Modelle zu Motivation/ Gamification und haben motivierende Elemente identifiziert, die sie selbst (u. a. technisch) umsetzen können und wollen.

Zielgruppe

Der Workshop richtet sich an Personen die (z. B. beratend) in Elearning- oder Medienzentren tätig sind, Lehrende/ Professoren, Forschende, LMS-Administrierende, Instructional Designer, Produkt Manager, Studierende und Menschen, die das Thema interessiert.

Workshop 2: Lerncommunities - welche Räume brauchen wir? 

Referentinnen

Ann-Kathrin Watolla, Institut für Technische Bildung und Hochschuldidaktik, Technische Universität Hamburg
Dr. Tina Ladwig, Institut für Technische Bildung und Hochschuldidaktik, Technische Universität Hamburg

Inhalt

In dem Workshop werdem Einblicke in das bisherige Forschungsprojekt open.learning.spaces gegeben und gemeinsam mit den Teilnehmenden Gestaltungsoptionen für virtuelle und physische Lernräume und deren Zusammenspiel im Hinblick auf die Unterstützung von Lerngemeinschaften erarbeitt. Dabei geht es zunächst darum, durch ein Mapping ein aktuelles Bild von Lernräumen an Hochschulen durch die Teilnehmenden zu erstellen. Anschließend wird der Blick in die Zukunft gerichtet, um zukünftige Lernräume von Lerncommunities zu beschreiben. Neben den virtuellen und physischen Lernräumen sollen dabei auch informelle und formelle Lernräume berücksichtigt werden. Der Workshop schließt mit einer gemeinsamen Machbarkeitsanalyse unter verschiedenen (wie z.B. finanziellen) Gesichtspunkten. Das Ziel des Workshops ist es, Handlungsempfehlungen für die Gestaltung von Lernräumen für Communities an Hochschulen abzuleiten und entsprechende Einflußfaktoren auf die Umsetzungsmöglichkeiten dieser Lernräume zu identifizieren.

Zielgruppe

Gestalter(innen) und Nutzer(innen) von Lernräumen an Hochschulen (Lehrende, Lernende, Supportmitarbeitende in Serviceeinrichtungen)

Workshop 3: Das Bündnis Freie Bildung - Forderungen für Freie Bildung (in der Hochschule)

Referenten

Christian Friedrich, Wikimedia Deutschland
Dr. Norbert Kleinefeld, elan e.V.
Dominik Theis, Wikimedia Deutschland

Inhalt

Das Bündnis Freie Bildung (BFB) hat sich im Jahr 2014 formiert um die Interessen verschiedener Akteure im Kontext Freier Bildung und Offener Unterrichtsmaterialien (OER) zu aggregieren und als politische Forderungen an Entscheiderinnen und Entscheider heranzutragen.

Die Welt der Freien und offenen Bildung hat sich seitdem weiterentwickelt: OER finden sich im Koalitionsvertrag wieder, im Rahmen einer Förderlinie des BMBF wurden verschiedene einzelne Projekte rund um OER sowie Vernetzungsprojekte wie die OER Infostelle oder die OERcamps gefördert. Dies hat zu einer gestiegenen Aufmerksamkeit geführt - ‘open’ ist nicht mehr nur ein Nischenthema.

In dieser Session wird zunächst ein kurzer Blick auf die letzten fünf Jahre Freie Bildung geworfen, dann anhand von bestimmten Themenfeldern Freier Bildung Positionen des BFB diskutiert, gemeinsam mit den Teilnehmenden hinterfragt und erweitert. Die Durchführung und die Ergebnisse des Workshops sollen, das Einverständnis der Teilnehmenden vorausgesetzt, entsprechend auch auf den Web-Auftritten des BFB sowie den Webseiten der BFB Mitglieder dokumentiert und zugänglich gemacht werden.

Ablauf

  • Vorstellung des BFB und der Session-Geber, Blitzlicht: 5 Jahre Freie Bildung (10 Minuten)
  • Vorstellung der Themenschwerpunkte des BFB; Abstimmung der Workshop-Teilnehmenden, welche Themen bearbeitet werden sollen (15 Minuten), z.B. Content & OER, z.B. Software & Infrastruktur, z.B. Hochschulverwaltung & Lehre, z.B. Pädagogik & Didaktik.
  • Arbeit in Teams, Ergänzung, Diskussion der Forderungen aus Hochschulsicht (60 Minuten).
  • Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse (35 Minuten).

Workshop 4: Das Zusammenspiel von Akteuren in Strategie und Support digitaler Hochschulbildung stärken

Referentinnen

Prof. Dr. Antje Michel, Fachhochschule Potsdam
Dr. Martina Mauch, Fachhochschule Potsdam

Inhalt

Viele Hochschulen stehen vor der Herausforderung, sich hinsichtlich ihrer strategischen Ziele in Bezug auf die digitale Lehre zu positionieren. Nach Abschluss oder während dieses strategischen Prozesses, stellt sich zum einen die Frage, wie eine Verzahnung der strategischen und der operativen Ebene im Support digitale Lehre organisatorisch realisiert werden kann. Zum anderen besteht die Herausforderung, ein handlungsfähiges Teamkonzept für den Support aus unterschiedlichen Drittmittel-Projektstrukturen und existierenden historisch gewachsenen E-Learning Support-Strukturen zu entwickeln. Je nachdem wie ein Projekt angelegt ist, kann es zu unklaren Rollen und Verantwortungen zwischen zentralen und dezentralen E-Learning Support-Strukturen kommen. Beispielsweise, wenn Tätigkeiten wie First-Level Support und E-Learning-Beratung sowohl von zentralen als auch von dezentralen Strukturen angeboten werden. Die Angebote zur digitalen Lehre einer Hochschule werden dadurch für die Lehrende und Studierende unübersichtlich.

  • Wie können die strategische und die operative Ebene im Arbeitsfeld digitale Lehre optimal miteinander verzahnt werden?
  • Wie findet eine Hochschule die für sie passende Balance zwischen zentralen und dezentralen Zuständigkeiten?
  • Wie können Ansprechpersonen transparent und eindeutig kommuniziert werden?
  • Wie lassen sich Schnittstellen in der Zusammenarbeit der am E-Learning-Support beteiligten Mitarbeiter*innen sinnvoll definieren?

Lernziele

Workshopteilnehmer*innen sind abschließend in der Lage bei Herausforderungen im Arbeitsalltag die organisationalen Stolpersteine zu identifizieren. Sie kennen Möglichkeiten, um das Zusammenspiel von E-Learning Akteuren zu verbessern. Sie können ihre Belange aus operativer und strategischer Perspektive reflektieren. Methodik: Moderierter Erfahrungsaustausch, Selbstreflexion, Gruppenarbeit

Zielgruppe

Der Workshop richtet sich an Personen, die sich mit der Unterstützung, Beratung oder Weiterentwicklung der digitalen Lehre an der Hochschule befassen.

Workshop 5: Gemeinsam für OER in Deutschland. Erfahrungen aus dem Projekt JOINTLY

Referent(inn)en

PD Dr. Markus Deimann, Institut für Dienstleistungen Fachhochschule Lübeck
Annett Zobel, geschäftsführender Vorstand, edu-sharing

Inhalt

Das BMBF-geförderte Projekt „JOINTLY  - gemeinsam für OER“ hat eine Vernetzungsfunktion innerhalb der Förderlinie „Open Educational Resources – OERinfo“ und begleitet 23 Projekte. Im Workshop berichten wir von unseren Erfahrungen und zeigen auf, wie eine produktive Arbeitsumgebung für synchrone und asynchrone Kollaboration aufgebaut wird. Dabei wurden Materialien für Schulungen und Trainings gemeinsam, d.h. über die verschiedenen Projekte hinweg, erstellt und diskutiert. So konnte auch ein Peer-Review-Verfahren der Qualitätssicherung entstehen. Wir geben abschließend Tipps und Tricks für effektive Vernetzung. 

Workshop 6: From Zero 2 Hero: Einstieg in digitale Lehre über Fächergrenzen

Referenten

Dr. habil. Malte Persike, Institut für Psychologie, Johannes Gutenberg Universität Mainz 
Dr. Ing. Heribert Nacken, Lehr- und Forschungsgebiet Ingenieurhydrologie, RWTH Aachen

Inhalt

Führen Sie Ihre Lehrveranstaltungen nach dem Flipped oder Inverted Classroom Prinzip durch? Verwenden Sie in Ihren Lehrveranstaltungen Voting-Systeme wie Pingo oder Kahoot? Benutzen Sie Think-Pair-Share, Gruppenarbeit oder Classroom Games? Haben Sie schon einmal über Constructive Alignment nachgedacht? Der Einsatz durchdachter, qualitativ hochwertiger und medial aufbereiteter Lernangebote klingt oft nach einer kaum zu stemmenden Aufgabe für Lehrende, die nur wenig Erfahrung mit der Erstellung digitaler Lernszenarien haben. Heribert Nacken (RWTH Aachen) und Malte Persike (Uni Mainz) entwickeln in einem vom Stifterverband und der Reinhard-Frank-Stiftung geförderten Projekt ein Selbstlernangebot für Lehrende, über das wir mit Ihnen diskutieren möchten. Digitale Anfänger erhalten darin praxisnahe Anleitungen zum Einsatz moderner und digitaler Lernformate in den eigenen Lehrveranstaltungen. Im Workshop möchten wir mit Ihnen Strategien und Formate beleuchten, wie Studierende im Rahmen praxisnahen und problemlösenden Lernens motiviert und aktiviert werden können, wie Lehrveranstaltungen gestaltet werden können und wie wir diese Ziele und Prozesse in Blended Learning Szenarien mit digitalen Tools fördern können.

Workshop 7: Digitalisierung von Übungs- und Prüfungsaufgaben als neue Chance für alte Item-Formate

Referent

Dr. Michael Striewe, paluno - The Ruhr Institute for Software Technology; Universität Duisburg-Essen

Inhalt

Der Workshop befasst sich mit den erweiterten Möglichkeiten bei der Aufgabenstellung mit klassischen Item-Formaten (Multiple Choice, Fill-In, usw.), die sich durch die Nutzung von modernen E-Assessment-Systemen ergeben können. Insbesondere sollen Aspekte der dynamischen und individuellen Generierung von Items diskutiert werden. Ziel des Workshops ist ein Erfahrungsaustausch zwischen den Beteiligten bzw. die gemeinsame Suche nach geeigneten Lösungen für konkrete Herausforderungen in diesem Bereich. Der Workshop soll daher hauptsächlich aus einer moderierten Diskussion bestehen, je nach Teilnehmerzahl im Plenum oder in Kleingruppen. Ein einführender Impulsvortrag mit praktischen Beispielen ist möglich.

Zielgruppe

Der Workshop richtet sich primär an Lehrende, die bestehende analoge Item-Pools mit klassischen Items erstmalig digitalisieren oder bestehende digitale Item-Pools mit klassischen Items verbessern möchten.

Workshop 8: Kulturwandel hin zu Offenheit an der Hochschule? Erfahrungsaustausch zu Awareness- und Support-Ansätzen unter den Vorzeichen von Openness am Beispiel des openLab als Nexus offener Praktiken im Umgang mit digitalen Medien 

Referent

Tobias Steiner, Universitätskolleg DIGITAL, Universität Hamburg

Inhalt

Im Workshop wird initial die Entstehung des integrativ-partizipativen Ansatzes des openLab als „Nexus“ zu Themen der Openness (Steiner 2017) im universitären Kontext vorgestellt und von  Erfahrungen mit einem sich aktiv auf die sich verändernden Rahmenbedingungen anpassenden und somit stetig weiterentwickelnden Awareness- und Unterstützungsangebot berichtet. Im openLab des Universitätskolleg DIGITAL der Universität Hamburg spielt die Awareness-Schaffung für verschiedene Facetten von Openness (siehe Mayrberger&Thiemann 2018) und eine damit einhergehende Auseinandersetzung mit Aspekten der Produktion und Dissemination von offenen digitalen Lehr-Lern-Materialien und Publikationen eine wichtige Rolle. Daran anschließend sind alle Teilnehmenden zum aktiven Austausch und Diskussion zu Offenheit in der Hochschule eingeladen. Anhand des vorgestellten und weiterer, gerne durch die Teilnehmenden mit in die Diskussion eingebrachter Beispiele zu Support- und Awareness-Szenarien sollen die zahlreichen Herausforderungen und mögliche Lösungsansätze bzw. Strategien diskutiert werden, die der oft kommunizierte „Kulturwandel“ (bspw. HRK 2016, BMBF 2017) als Change-Prozess im Kontext von Openness und Open Educational Practices (dazu auch: 10.5281/zenodo.1181884 ) im Hochschulkontext mit sich bringt. Dies kann von Fragen nach der Erst-Entwicklung von Support-Konzepten („Wo fange ich an?“) bis zur Auseinandersetzung mit gegenläufigen Logiken strategischer Förderung und mittelfristiger Verankerung an der Hochschule (bspw. „Förderung X läuft aus, wie machen wir weiter?“) rangieren. Einen ersten Eindruck zum Angebot des openLab (Infomaterial, Tutorials, Workshop- & Support-Angebot, etc.) finden Sie unter hier.

Zielgruppe

Mediendidaktiker*innen, Mediensupport, Interessierte an den Themen Awareness und Unterstützung zu Openness (Open Education, Open Science bzw. Open Scholarship) im Hochschulkontext

Die Teilnehmenden werden gebeten, eigene Mobilgeräte (Tablets, Notebooks) zum Workshop mitzubringen.

Workshop 9: Einsatz digitaler Aufgaben in der Hochschullehre der Mathematik 

Referent

Dr. Florian Heiderich, Institut für Mathematik, Universität Siegen

Inhalt

Es werden zunächst Potentiale und Herausforderungen beim Einsatz digitaler Aufgaben in der Hochschullehre der Mathematik aufgezeigt. Daran anschließend werden existierende Plattformen verglichen und die Plattform WeBWorK, sowie eine dazugehörige Bibliothek von über 36.000 frei verfügbaren Aufgaben und Interfaces und die Einbettungsmöglichkeiten in andere Systeme vorgestellt.

Lernziel

Sensibilisierung für die Potentiale und Herausforderungen beim Einsatz von digitalen mathematischen Aufgaben; Überblick über Plattformen

Zielgruppe

  • Lehrende, die mathematische Aufgaben einsetzen (Mathematiker, Naturwissenschaftler, Ingenieurwissenschaftler, Wirtschaftswissenschaftler, ...)
  • Wissenschaftler aus der Hochschuldidaktik der o.g. Disziplinen
  • Mitarbeiter in der Hochschulentwicklung