Das Hochschulforum

Das Hochschulforum Digitalisierung bildet als unabhängige nationale Plattform den Rahmen, um über die vielfältigen Einflüsse der Digitalisierung auf die Hochschulen und insbesondere auf die Hochschullehre zu diskutieren. Das Hochschulforum unterstützt Hochschulen bei der strategischen Verankerung der Digitalisierung sowie der Nutzung in der Lehre und entwickelt gemeinsam mit ihnen zukunftsweisende Szenarien für Hochschulen in der digitalen Welt.

Das Hochschulforum Digitalisierung wurde 2014 gegründet. Es ist eine gemeinsame Initiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft mit dem CHE Centrum für Hochschulentwicklung und der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Gefördert wird es vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

 

Ziele

Das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) verfolgt vor allem drei Ziele:

 

1. Umsetzung von Hochschulstrategien

Die Digitalisierung ist nicht losgelöst von den bestehenden grundlegenden Herausforderungen im Hochschulsystem zu betrachten. Gestiegene Studierendenzahlen und die damit einhergehende Heterogenität zählen ebenso dazu wie eine nur langsam steigende Studierendenmobilität ausländischer Studierender und teilweise hohe Studienabbrecherzahlen von Bachelor-Studierenden. Die steigende Nachfrage nach hochwertig ausgebildeten Fachkräften und nach akademischen Weiterbildungsangeboten wird im Hinblick auf den sich abzeichnenden demografischen Wandel neue Lösungskonzepte erfordern. Die Digitalisierung kann zur Lösung dieser grundlegenden Herausforderungen deutscher Hochschulen beitragen. Vielmehr als eine bloße Digitalisierungsstrategie sollten Hochschulen daher Strategien für das digitale Zeitalter entwickeln, die aus dem individuellen Profil der Hochschule erwachsen und sich an deren spezifischen Bedürfnissen orientieren. Das HFD begleitet Hochschulen in der Erarbeitung und Umsetzung ihrer Strategien und unterstützt diese durch die Identifizierung zukunftsweisender Trends und die Entwicklung von Zukunftsperspektiven.

 

2. Kompetenzaufbau in der Lehre

Auch Lehrende brauchen die Kompetenzen, um die Digitalisierung aktiv zu gestalten und für die eigene Lehre nutzen zu können. Es gibt in der Lehre Vorreiter, die zielgerichtet digitale Lehr-/Lernformate einsetzen, um beispielsweise Studierenden individuellere und flexiblere Studienbedingungen zu ermöglichen. In der Breite werden diese neuen Möglichkeiten jedoch vielfach noch nicht ausgeschöpft.

Der Technologieeinsatz in der Lehre ist dabei kein Selbstzweck. Vielmehr steht die Erschließung pädagogisch-didaktischer Mehrwerte durch digitale Lehr- und Lernformate im Vordergrund. Die Lehrenden müssen befähigt werden, die Mehrwerte digitaler Formate zu erkennen sowie darin unterstützt werden, die neuen Anwendungsmöglichkeiten proaktiv in der Lehre einzusetzen. Darüber hinaus müssen Hochschulen oder Hochschulverbünde zentrale Unterstützungsstrukturen aus- bzw. aufbauen. Ziel ist, dass digitale Lernformate überall dort, wo sie pädagogisch-didaktische Mehrwerte liefern, ein integraler Bestandteil der Lehre insgesamt werden. Das HFD unterstützt Lehrende und unterstützende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung im Aufbau von Kompetenzen in diesem Bereich und leistet mit der Entwicklung skalierbarer Fortbildungsmodule einen Beitrag zur flächendeckenden Nutzung digitaler Medien in der Lehre.

 

3. Generierung neuer Ideen und Entwicklung von Zukunftsszenarien

Die Themenbereiche des HFD entwickeln sich dynamisch. Das Hochschulforum setzt auf flexible Prozesse, um als zentraler Impulsgeber den Diskurs und die erfolgreiche Umsetzung der Digitalisierung der Hochschullehre in Deutschland mitzugestalten. Aktuelle Themen werden durch Ad-Hoc-Arbeitsgruppen bearbeitet, die sich ein Jahr lang konkrete Frage- und Problemstellungen auseinandersetzen, um neue Lösungen und Handlungsansätze zu entwickeln. Die Erkenntnisse der Arbeitsgruppen werden durch Studien, Leitfäden und andere Publikationen in die Öffentlichkeit getragen.