Internationalisierung & Marketingstrategien

Die Digitalisierung der Hochschulen hat das Potenzial, diese von Grund auf neu aufzustellen.

Internationalisierung und Digitalisierung werden an Hochschulen derzeit kaum zusammen gedacht. Dabei setzen gerade moderne Technologien und das Internet die Orts- und Zeitgebundenheit der Lehre außer Kraft. Digitale Medien können daher nicht nur einen beträchtlichen Beitrag zur Effizienz- und Qualitätssteigerung bestehender Prozesse der Internationalisierung und des Marketings leisten, sondern erlauben und fordern es, die Hochschullehre und Studienorganisation von Grund auf neu, grenzüberschreitend und digital zu denken.

Lehrende und Hochschulen können durch den Einsatz digitaler Lehr- und Lernformate noch intensiver und flexibler mit anderen Lehrenden und Hochschulen international kooperieren und sich weltweit noch stärker vernetzen. Sie können ihre digitalen Angebote nutzen, um Forschung und Lehre qualitativ zu stärken, aber auch, um Reputationseffekte zu erzielen, sich auf dem weltweiten Bildungsmarkt zu positionieren und internationale Studierende und Fachkräfte nach Deutschland zu ziehen. 

Die Themengruppe bearbeitet diese Themen entlang der beiden Schwerpunkte „Internationale Hochschulkooperationen“ und „internationales Marketing und Recruiting“. Ziel der ist es dabei gleichermaßen pragmatische Lösungen zur Einbindung digitaler Medien in bestehende Prozesse auszuarbeiten, wie auch mögliche langfristige Entwicklungen der Internationalisierung der Hochschullehre und Studienorganisation und des internationalen Marketings zu formulieren und strategische Handlungsempfehlungen für deutsche Hochschulen und die Politik zu erarbeiten.

Dr. Dorothea Rüland:

Die flächendeckende Mediendurchdringung der Hochschulbildung ist bereits in vollem Gange. Im Zeichen digitaler Lern- und Lehrszenarien ergeben sich für die Hochschulen neue Wertschöpfungsketten - der globale Handlungsspielraum wird erweitert und es eröffnen sich Chancen, die strategische Internationalisierung der deutschen Hochschulen voranzutreiben. Dabei folgt Internationalisierung keinem Selbstzweck, sondern erweist sich als zentraler Faktor zur Steigerung der Qualität von Forschung und Lehre. Das mit der Digitalisierung einhergehende Internationalisierungspotenzial und die damit verbundenen Herausforderungen fanden im öffentlichen Diskurs bislang kaum Beachtung. Die Themengruppe „Internationalisierung und Marketingstrategien“ möchte den Fokus der Debatte auf Internationalisierungsfragen lenken und eruieren, welche Weichenstellungen die deutschen Hochschulen heute vornehmen sollten, um auch künftig im internationalen Wettbewerb zu bestehen - denn nur was sich ändert, bleibt.

Veröffentlichungen der Themengruppe

Zur Rolle und Bedeutung von digitalen Medien in Internationalisierungsstrategien deutscher Hochschulen: In dem Arbeitspapier werden Hintergründe und praktische Bedingungen für das Zusammenspiel von Internationalisierungs- und Digitalisierungsstrategien deutscher Hochschulen vorgestellt. Es wird auf verschiedene Motive zur Internationalisierung von Hochschulen und die Rolle von Internationalisierungsstrategien eingegangen sowie ein kurzer Überblick über den Einsatz digitaler Medien im Hochschulkontext gegeben.

Digitale Modelle internationaler Hochschulkooperationen in der Lehre: Die Studie stellt internationale Hochschulkooperationen im deutschen Sprachraum dar, die in besonderem Maße von digitalen Lehr- und Lernanwendungen und Kommunikationswerkzeugen profitieren. Auf Grundlage dieser Darstellung werden Chancen und Risiken dieser Kooperationsformate ermittelt.

Auslandsmobilität und Digitale Medien: In der Studie wird erkundet, ob der Einsatz und die Nutzung digitaler Medien im Hochschulkontext aus Sicht der und nach Einschätzung von Studierenden einen Beitrag dazu leistet, studienbezogene Auslandsaufenthalte zu unterstützen und zu fördern.

Mitglieder: 
Svenja Bedenlier
Doktorandin im Projekt „Forschungsbasiertes Lernen im Fokus - FLiF“, Universität Oldenburg
Wolfgang Deicke
Leiter des bologna.labs, HU Berlin
Michael Gaebel
Referatsleiter Higher Education Policy, European University Association
Prof. Dr. Rolf Granow
Geschäftsführer oncampus GmbH, Präsidiumsbeauftragter für E-Learning und Weiterbildung, FH Lübeck
Susanne Hamelberg
Referentin Business Development, Berlin Career College, Universität der Künste Berlin
Stefan Hase-Bergen
Leiter des Bereichs Marketing (Vertretung für Frau Dr. Rüland), DAAD
Karen Hauff
Senior Advisor Higher Education, Hochschulbildung und Wissenschaft, Deutsche Gesellschaft fürInternationale Zusammenarbeit
Katrin Haufe-Wadle
Referentin für digitale Hochschulbildung, DAAD
Dr. Muriel Kim Helbig
Präsidentin der Fachhochschule Lübeck
Simon Morris-Lange
Stellvertretender Leiter des SVR - Forschungsbereichs, Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration
Dr. Christine Redecker
Scientific Officer, JRC Institute for Prosprective Technological Studies (IPTS)
Armin Rubner
Referat VI.6 eUniversity-Konzepte und -Dienste (Leitung) – vormals Virtuelle Hochschule LMU – Ludwig-Maximilians-Universität München
Dr. Dorothea Rüland
Themenpatin, Generalsekretärin, DAAD
Felix Seyfarth
Kurator und wissenschaftlicher Koordinator der Leuphana Digital School, Lüneburg
Prof. Dr. Olaf Zawacki-Richter
Professor für Wissenstransfer und Lernen mit neuen Technologien, Weiterbildung und Bildungsmanagement, Universität Oldenburg