Hochschulbildung für das digitale Zeitalter im Europäischen Kontext

Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit Fragen zum Bildungsbegriff und -verständnis im europaweiten Rahmen, regionalen und nationalen Unterschieden sowie der Internationalisierung von Bildungskooperationen.

Digital Higher Education im europapolitischen Diskurs

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Die Vermittlung von „Digital Skills and Competencies“ im europaweiten Bildungssektor ist ein zentrales Anliegen der EU-Kommission, die ihre Mitgliedsstaaten mit diversen Maßnahmen bei der Entwicklung von Strategien zum Erwerb digitalen Know-hows und Medienkompetenzen im Rahmen von Education and Training unterstützt. Dies eröffnet Gestaltungsspielräume hinsichtlich einer Ausdifferenzierung digitaler Hochschulbildung im EU-weiten Zusammenhang, die es insbesondere im Hinblick auf Begriffsverständnis, regionale und nationale Unterschiede sowie Internationalisierung von Bildungskooperationen auszuloten gilt. Das Hochschulforum Digitalisierung adressiert diese Themen aktuell im Rahmen der Ad-Hoc AG „Hochschulbildung für das digitale Zeitalter im Europäischen Kontext“, die im Herbst 2018 gebildet wurde und im November 2018 ihre Arbeit aufnehmen wird. 

Ziel der Arbeitsgruppe ist es, in einem agilen Prozess zur Entwicklung eines konstruktiven Verständnisses von Hochschulbildung im digitalen Zeitalter beizutragen und auf diese Weise wichtige Impulse für den europäischen Diskurs zu Digital Education zu setzen.

Themen der AG

Angesichts der Dynamik digitaler Transformationsprozesse und der zunehmenden Internationalisierung von hochschulischem Lehren, Lernen und Forschen ist es nach Auffassung des Hochschulforums Digitalisierung von essentieller Wichtigkeit, zu einem basalen gemeinsamen Verständnis von ‚akademischer Bildung‘ in ihren vielfältigen Dimensionen zu finden, um die Wirkung gemeinschaftlicher hochschulpolitischer Maßnahmen zu verstärken. In diesem Zusammenhang ist etwa von Interesse, welche Ausformung von ‚Bildung‘ und Bildungsverständnis im europaweiten Vergleich bestehen. Wo liegen Unterschiede? Wo liegen Gemeinsamkeiten?

Im Rahmen der Arbeit der Ad-Hoc AG wird auch zu klären sein, inwieweit Hochschulbildungsbegriffe im EU-politischen Diskurs eine Rolle spielen. Nicht zuletzt soll in diesem Zusammenhang der Frage nachgegangen werden, welchen Beitrag sowohl die Auseinandersetzung mit verschiedenen Ansätzen hochschulischer Bildung wie auch die Schärfung gemeinsamer Auffassungen insbesondere im Hinblick auf die Digitalisierung und kooperative Internationalisierung von höherer Bildung auf europäischer Ebene leisten können.

Adressaten

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe richten sich dabei vor allem an Hochschulvertreter sowie wissenschaftspolitische Akteure und werden in Form von Blogbeiträgen sowie einem Positionspapier allgemein zugänglich gemacht. Daneben wird es öffentliche Veranstaltungen in Form von Impulsvorträgen und Diskussionsrunden geben.

Mitglieder

Prof. Dr. Ulrich Bartosch
Professor für Pädagogik, Katholische Universität Eichstätt
Prof. Dr. Rafael Capurro
Profossor em. für Informationswissenschaft und Informationsethik, Hochschule der Medien
PD Dr. Markus Deimann
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Lerndienstleistungen, Fachhochschule Lübeck
Dr. Tina Ladwig
Projektleiterin Hamburg Open Online University HOOU@TUHH am Institut für Technische Bildung und Hochschuldidaktik, Technische Universität Hamburg
Prof. Dr. Joachim Metzner
Rektor em., Technische Hochschule Köln
Dr. Hubertus Neuhausen
Direktor der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln
Dr. Dominic Orr
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut für Bildungs- und Sozialökonomie
Christian Tauch
Bereichsleiter „Bildung“, Hochschulrektorenkonferenz
Melanie Vogel
Geschäftsführerin Vogelperspektive GmbH