Wie frei soll und kann die Lehre sein? - Open Call!

Konferenz

Am 31. Oktober 2018 laden die Baden-Württemberg Stifung und der Stifterverband im Rahmen des Programms "Fellowships für Innovationen in der Hochschullehre" zu der 7. Lehr-/Lernkonferenz ein. Zudem werden Beiträge für die Workshops am Nachmittag gesucht, die Praxiserfahrungen rund um das Spannungsverhältnis zwischen der Freiheit der Lehre und guter/innovativer Lehre adressieren. Wir geben den Text und das Programm der Verasntaltung wieder. Die offizielle Einladung finden Sie hier.Bild: [https://unsplash.com/photos/ZTpF4KN1rFQ Fancycrave]

Die seit 2011 jährlich stattfindenden Lehr-/Lernkonferenzen bieten ein Forum, um die im Fellowship-Programm geförderten Lehrvorhaben sowie andere Beispiele innovativer Lehrpraxis öffentlich vorzustellen, in einen studienfachübergreifenden Austausch über gute Hochschullehre sowie ihre Bedingungen und Voraussetzungen zu treten und Anregungen für die eigene Lehrpraxis mitzunehmen.

Die diesjährige Konferenz befasst sich mit der Fragestellung: Wie frei soll und kann die Lehre sein? Zur Diskussion stehen unter anderem die folgenden Fragen:
●  Als wie frei erleben Lehrende die Lehre?
●  (Wo) Nehmen Lehrende Einschränkungen und Beschneidungen wahr? Inwieweit halten sie diese für gerechtfertigt?
●  Wie viel Steuerung braucht die Lehre?

Hintergrund dieses Konferenzthemas ist eine intensive und kritische Auseinandersetzung der Fellows mit dem 2017 veröffentlichten Positionspapier des Wissenschaftsrates "Strategien für die Hochschullehre". Etliche der geförderten Fellows sehen die Freiheit von Forschung und Lehre gemäß Art. 5 Abs. 3 GG zunehmend durch rechtliche Bestimmungen, vielfach aber auch durch den hochschulpolitischen Diskurs, gefährdet. Andererseits erleben viele von ihnen, dass unter Berufung auf verfassungsrechtlich garantierte Grundrechte eine strategische Steuerung von Studium und Lehre und entsprechende Interventionen dezidiert abgelehnt werden und nötige Reformen dadurch ausbleiben.

Für die Keynotes konnten Prof. Dr. Julian Krüper, Inhaber der Professur für Öffentliches Recht, Verfassungstheorie und Interdisziplinäre Rechtsforschung an der Ruhr-Universität Bochum, und Prof. Dr. Stefan Kühl, Fakultät für Soziologie, Universität Bielefeld, gewonnen werden.

 

ab 9:30 Uhr
Empfang
 

10:00 Uhr
Begrüßung
André Baier, Institut für Konstruktion, Mikro- und Medizintechnik, Technische Universität Berlin (Fellow 2015)
Prof. Dr. Dr. Oliver Reis, Institut für Katholische Theologie, Universität Paderborn (Fellow 2016)
Dr. Franz-Josef Schmitt, Institut für Chemie, Technische Universität Berlin (Fellow 2014)
 

10:20 Uhr
Intermezzo: Positionsstrahl – Die Lehre ist (zu) frei
 

10:40 Uhr
Keynote: Wie frei soll und kann Lehre sein?
Möglichkeiten und Grenzen der Mobilisierung von Verfassungsrecht zur Verbesserung der Lehre
Prof. Dr. Julian Krüper, Lehrstuhl für Öfentliches Recht, Verfassungstheorie und interdisziplinäre Rechtsforschung, Ruhr-Universität Bochum (Fellow 2013)
 

11:30 Uhr
Intermezzo: Schwarmintelligenz zwischen Freiheit und Zwang
 

12:00 Uhr
Mittagspause
 

13:00 Uhr
Parallele Foren unter anderem zu folgenden Themen:
●  Forschendes Lernen ohne Anwesenheitspflicht
●  Die Perspektive der Lehrbeauftragten
●  e-Assessment
●  Prüfungen: Orte der Freiheit oder des Zwanges?
●  Wissenschaftsfreiheit auch für wissenschaftliche Mitarbeiter und Studierende
 

15:00 Uhr
Kaffeepause
 

15:30 Uhr
Keynote: Freiheiten und Zwänge der Lehre
Prof. Dr. Stefan Kühl, Fakultät für Soziologie, Universität Bielefeld
 

16:00 Uhr
Podiumsdiskussion: Wie frei soll und kann die Lehre sein?
mit Vertretern aus den Foren
 

17:00 Uhr
Verabschiedung, Ende der Konferenz
 

Gesamtmoderation: Jan-Martin Wiarda
Stand: 24. Juli 2018

Open Call

Interessenten sind eingeladen, aktiv an der Konferenz mitzuwirken. Für die Workshops am Nachmittag sind Beiträge gesucht, die anhand konkreter Praxiserfahrungen das Spannungsverhältnis der Freiheit der Lehre einerseits und guter/innovativer Lehre andererseits illustrieren. Die Workshops dauern 90 Minuten. Für Impulsvorträge dort sind 10 bis 15 Minuten eingeplant.

Interessenten, die sich an den Workshops beteiligen möchten, schicken bitte bis zum 7. September 2018 ein Abstract (maximal 1.500 Zeichen) an bettina.jorzik@stifterverband.de.

Mi, 31.10.2018 - 9:30
Zu Kalender hinzufügen

Umweltforum Auferstehungskirche
Pufendorfstr. 11
10249 Berlin