VDI-Studie: Ingenieurausbildung für die Digitale Transformation – Zukunft durch Veränderung

2.4.2019

Berufseinsteiger*innen und Studierende fühlen sich nicht auf die Digitale Transformation vorbereitet. Die Unterstützung für die Digitale Transformation ist im professoralen Kollegium an vielen Hochschulen noch ungenügend. Digitale Fachinhalte müssen stärker in die Curricula. Diese Ergebnisse gehen aus der heute auf der Hannover Messe veröffentlichten Studie "Ingenieurausbildung für die Digitale Transformation – Zukunft durch Veränderung" des Vereins Deutscher Ingenieure, Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung und HIS-Institut für Hochschulentwicklung hervor. RoboterhandHandlungsempfehlungen für die Digitale Transformation. Bild: [https://unsplash.com/photos/jIBMSMs4_kA Franck V.]

Die Studienautor*innen heben hervor, dass Deutschland seine im internationalen Vergleich exzellente Stellung als Technologie- und Produktionsstandort der Innovationskraft seines Ingenieurwesens verdanke. Um diese Position weiterhin zu halten und auszubauen, müssen die sich aus der Digitalen Transformation ergebenden neuen Anforderungen dringend und deutlich stärker in der Ausbildung unserer Ingenieurinnen und Ingenieure verankert werden.

Nachdem über 2000 Leitungen und Lehrende der Hochschulen, Studierende sowie Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger zur Digitalen Transformation im Studium befragt wurden, sind Sie zu dem Ergebnis gekommen: Das Ingenieurstudium braucht starke inhaltliche Veränderungen und Weiterentwicklungen.

Die Studie zielt darauf, den Status quo der ingenieurwissenschaftlichen Curricula zu erfassen, um daraus konkrete Handlungsempfehlungen für die Hochschulen und die Politik abzuleiten. Die Studienautor*innen sprechen sich dafür aus, dass sich die Digitale Transformation als Querschnittsthema in den Curricula allgegenwärtig niederschlagen sollte. Damit die Ingenieurinnen und Ingenieure von morgen den Herausforderungen der Digitalen Transformation gerecht werden, brauchen sie heute agile, leicht anpassbare Studiengänge, die neue Themen rasch integrieren.

Den treibenden Akteurinnen und Akteuren an den Hochschulen müsse der nötige Handlungsspielraum und die nötigen Ressourcen eingeräumt werden, um neue Inhalte und Formate schnell zu implementieren. Gezielt muss das Gestalten moderner Curricula gefördert und ein Anreiz dafür geschaffen werden. Wie das erfolgreich gelingen kann, damit beschäftigt sich der VDI in dieser Studie und steht den Hochschulen somit als Partner zur Seite. 

Von uns gibt es eine absolute Leseempfehlung. Hier geht es zu der Studie samt Handlungsempfehlungen.