Mit acht neuen Publikationen in die HFD-Themenwoche 2018!

24.9.2018

Die HFD Themenwoche 2018 Shaping the Digital Turn ist angelaufen und die Community ist auf spannende Tage in Berlin bzw. vor den Monitoren vorbereitet. Während dieser Tage vor allem der Livestream in den Blick der Website-Besucher(innen) rückt, möchten wir heute zudem ganz besonders auf den Medien-Reiter aufmerksam machen. Denn die Themenwoche startet mit einem echten (Publikations-)Paukenschlag: Gleich acht neue Arbeits- und Diskussionspapiere sind ab heute (Montag) Morgen online abrufbar.PapierhaufenPapiere, Papiere, Papiere. Bild: [https://unsplash.com/photos/V29UWcALNko ron dyar]

Machen Sie sich selbst ein Bild von der Vielfältigkeit der Themen, an denen Mitglieder der HFD-Community in den letzten Wochen und Monaten gearbeitet haben

Zur Orientierung hier eine Übersicht zu den neuen Veröffentlichungen inklusive Kurz-Abstracts:

Arbeitspapiere

Die Arbeitspapiere des HFD befassen sich in vielfältigen Themenstellungen im Bereich der Hochschullehre im digitalen Zeitalter. Sie haben den Anspruch, ein Thema umfassend zu behandeln und spiegeln - so nicht anders gekennzeichnet - die Meinung des Hochschulforums wider.

Data-Literacy-Studie: Ansätze zur Vermittlung (Arbeitspapier 37)

Data Literacy – die Fähigkeit, planvoll mit Daten umzugehen und sie im jeweiligen Kontext bewusst einsetzen und hinterfragen zu können – ist im Zuge der digitalen Transformationen von zunehmender Wichtigkeit und stellt eine zentrale Kompetenz in allen Sektoren und Disziplinen dar. Die im Auftrag der Arbeitsgruppe Curriculum 4.0 durchgeführte Studie des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software-Engineering IESE und der Gesellschaft für Informatik stellt umsetzbares Wissen für Hochschulen und Fächer für die Curriculumentwicklung im Hinblick auf Data Literacy zusammen.

 

Hochschulstrategien für die Lehre im digitalen Zeitalter (Arbeitspapier 38)

Das Papier reflektiert die Erfahrungen des HFD seit seiner Gründung 2014 in der Begleitung der deutschen Hochschulen im digitalen Wandel und stützt sich hier vor allem auf die Erfahrungen aus der Pilotphase der Peer-to-Peer-Beratung im Wintersemester  2017/2018. Es bietet strategischen Entscheiderinnen und Entscheidern in Hochschulen in Form von Handlungsempfehlungen zu zentralen Handlungsfeldern im Strategieprozess Impulse und Orientierung, den digitalen Wandel in der Lehre erfolgreich zu gestalten.

 

Empfehlungen der Arbeitsgruppe Curriculum 4.0 an Hochschulen und Politik (Arbeitspapier 39)

Im Juli 2017 wurde die Ad-Hoc-Arbeitsgruppe “Curriculum 4.0” eingesetzt mit dem Ziel, übergreifende Elemente der Curriculumentwicklung vor dem Hintergrund des digitalen Wandels zu identifizieren und Good-Practice-Ansätze aufzuzeigen. In der AG wurde herausgearbeitet, welche Kompetenzen und Inhalte Studierende von heute brauchen, um auch Mitte des Jahrhunderts noch erfolgreich am Arbeitsmarkt tätig sein zu können. Aus diesen Überlegungen leiten sich Ansätze zur Reform von Curricula ab, die das Arbeitspapier in Form von acht Thesen zusammenfasst und als Empfehlungen an Politik und Hochschulen adressiert.

 

Kurzfassung der Machbarkeitsstudie für eine (inter-) nationale Plattform für die Hochschullehre (Arbeitspapier 40)

Im Auftrag des HFD hat das mmb Institut in Zusammenarbeit mit NEOCOSMO untersucht, ob und – wenn ja – wie und mit welchem Aufwand eine hochschulübergreifende Plattform für die digitale Lehre in Deutschland sinnvoll realisierbar ist. In der Kurzfassung dieser Studie werden mögliche Umsetzungsvarianten vorgestellt und diskutiert. Die Langfassung erschien bereits im Mai 2018.

 

Diskussionspapiere

Mit dem im Mai 2018 eingeführten Format des Diskussionspapiers veröffentlicht das HFD regelmäßig kürzere, prägnante Essays und Ideenpapiere, die Position von einzelnen HFD-Mitgliedern und -Arbeitsgruppen zu unterschiedlichen Themen widerspiegeln.

Diskussionspapier 1: Framework zur Entwicklung von Curricula im Zeitalter der digitalen Transformation (Version 2.0)

Das Diskussionspapier setzt die digitale Transformation als Bezugspunkt der Entwicklung von hochschulischen Curricula 4.0. Es entwickelt ein allgemeines konzeptionelles Framework mit den fünf Dimensionen Bedarf, Situierung, Flexibilisierung, Lernhaltung und Lerndramaturgie. Die erste Version des Papiers wurde im Mai 2018 veröffentlicht, zusammen mit der Aufforderung an die Community, in einem kollaborativen Verfahren Veränderungen und Ergänzungen vorzunehmen. Die Version 2.0 des Papiers erscheint im September 2018.

 

Diskussionspapier 2: Fünf Thesen zur Lehrerbildung in der digitalisierten Welt

Im Winter 2017/18 befragte der Monitor Lehrerbildung erstmals lehrerbildende Hochschulen und Länder inwieweit explizit das Lehramtsstudium in Deutschland hinsichtlich der von der KMK festgehaltenen Kompetenzen zu Digitalisierung inzwischen gestaltet ist. Ausgehend von den Ergebnissen, dass Inhalte zum Umgang mit digitalen Medien in allen Fächern sowie Teildisziplinen des Lehramtsstudiums aktuell nicht flächendeckend verbindlich festgeschrieben sind, stellen die 5 Thesen mögliche Ansatzpunkte dar um die von der KMK veröffentlichten digitalen und medienpädagogischen Kompetenzbereiche in die Lehramtsstudiengänge zu implementieren und zu diskutieren. Bereichert werden diese Thesen zudem mit hochschulischen Praxisbeispielen aus der Überblicksstudie zum Thema Digitalisierung in der Lehrerbildung (Arbeitspapier 36).

 

Diskussionspapier 3: (Wert-)Haltung als wichtiger Bestandteil der Entwicklung von 21st century skills an Hochschulen

Der Übergang von der Inhaltsfokussierung zur Kompetenzorientierung in der Hochschullehre im Zuge der Bologna-Reform hat eine neue Dynamik an den Hochschulen ausgelöst. Ein einheitliches Verständnis und eine einheitliche Verwendung zentraler Begriffe, wie etwa des Kompetenzbegriffs, waren von Anfang an nicht gegeben. Das Diskussionspapier setzt hier an und fokussiert eine Ordnung der Begriffe.

 

Diskussionspapier 4: Curriculum 4.0: 3 plus 10 Thesen zu gesellschaftlichen Trends und der zukünftigen Rolle der Hochschulen

Das Diskussionspapier setzt Überlegungen zur gesellschaftlichen Entwicklung als Bezugspunkt für die Entwicklung hochschulischer Curricula 4.0. Auf der Basis der Abschätzung gesellschaftlicher Trends werden Überlegungen zur zukünftigen Rolle und Aufgabe der Hochschulen – und davon abgeleitet – Anforderungen an die Curricula zukünftiger Hochschulen entworfen.