Hop-on: Wege für Geflüchtete zum beruflichen Bildungsabschluss sowie zum Studium

14.2.2018

Die Informationsplattform Hop-on zeigt Geflüchteten Wege zu beruflichen Bildungsabschlüssen auf. Nun wurde die Plattform mit Informationen für Studieninteressierte erweitert und ins Englische übersetzt.

Logo von Hop-on.

Das Kooperationsprojekt wurde im Rahmen der Hamburg Open Online University (HOOU) zunächst mit der TU Hamburg und der INBAS GmbH initiiert. In der ersten Projektphase lag der Fokus auf Wegen zum Berufsabschluss für erwachsene Geflüchtete und Migrant(inn)en in Deutschland. Gemeinsam mit Kiron und der DQG GmbH wurde Hop-on nun weiterentwickelt.

Das Herzstück von Hop-on ist der persönliche Fahrplan, der auf Grundlage von Zielen der Nutzenden und den Voraussetzungen, die sie mitbringen, die nächsten Schritte zu einem Bildungsabschluss aufzeigt. Analog zur beruflichen Bildung werden nun auch Fragen zum Studium in Deutschland beantwortet. Der Fahrplan wurde um Abfragen erweitert, die zu einer Empfehlung für die nächsten Schritte auf dem Weg zu einem Studienabschluss führen. Akademische und berufliche Bildung werden nicht getrennt betrachtet, sondern als zwei gleichberechtigte Möglichkeiten, einen anerkannten Bildungsabschluss zu erreichen.

Die Informationsinstrumente werden ergänzt durch Erfahrungsberichte von Erwachsenen, die einen beruflichen oder akademischen Abschluss anstreben oder bereits erworben haben.Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Asylantragstellende stehen bei Hop-on weiterhin im besonderen Fokus. Außerdem eignet sich das Angebot für ehrenamtliche und hauptamtliche Helfer(innen) in der Arbeit mit Geflüchteten. 

Die Plattform kann auf Deutsch, Arabisch, Persisch und seit neuestem auch auf Englisch genutzt werden.

OER und GitLab

So funktioniert der Fahrplan zum Bildungsabschluss. Bild: [https://hopon-newcomers.com/de/ Hop-on]

Alle Inhalte und Instrumente von Hop-on sind als Open Educational Resources (OER) konzipiert und werden unter einer Creative Commons-Lizenz veröffentlicht. Die Texte stehen im Markdown-Format in der GitLab-Instanz der TU Hamburg frei zugänglich zur Weiterverwendung bereit. Auf den Einsatz von Datenbanken wurde verzichtet, weil sie sich für die Neu- bzw. Umnutzung von OER als technisches Hindernis erwiesen haben. Daher wurde für die Erzeugung der einzelnen Hop-on-Module der statische Webseitengenerator GitBook eingesetzt, eine eigens entwickelte Django-Anwendung führt die Teile zusammen. GitBooks können mehrsprachig generiert werden und fügen sich in einen automatisierten Workflow zwischen GitLab und Crowdin ein. Durch diese modulare Kombination verschiedener Tools und Techniken kann der immer wichtiger werdenden Anforderung Rechnung getragen werden, OER für Zielgruppen mit hoher Diversität zu entwickeln, zu übersetzen und zu kontextualisieren.

Jede(r) kann sich über GitLab oder CrowdIn einbringen und Hop-on mitgestalten. Sei es mit einer Übersetzung von Inhalten, Kommentaren und Hinweisen auf Fehler oder der Mitentwicklung der Technik - das Team freut sich über jede Beteiligung und Feedback. Sie können die Mitarbeiter(innen) auch direkt unter team@hopon-newcomers.com kontaktieren.

Weitere digitale Bildungs- und Informationsangebote

Wir haben Hop-on in unsere Liste der digitalen Bildungs- und Informationsangebote für Geflüchtete und Migrant(inn)en aufgenommen. Hier geht es zu den Links auf Deutsch, Englisch und Arabisch.