DINI legt Thesen zur Digitalisierung von Forschung und Lehre vor

15.5.2018

Mit ihren „Thesen zur Informations- und Kommunikationsinfrastruktur der Zukunft“ legt die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation (DINI) ein neues Positionspapier zur Digitalisierung in Forschung und Lehre vor. Wir geben an dieser Stelle die Pressemitteilung wieder.

Cover der StudieCover der Studie

Die rasant fortschreitende Digitalisierung in Forschung und Lehre stellt Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen vor vielfältige Herausforderungen. Beispielsweise erwarten Forschende, Lehrende und Studierende innovative, möglichst zeit- und ortsunabhängige, digitale Dienstleistungen von ihren zentralen Infrastruktureinrichtungen.

Wissenschaftliche Bibliotheken, Medienzentren und Rechenzentren sind gefordert, das Management großer Mengen von digitalen Forschungsdaten zu unterstützen, den offenen Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen zu realisieren (Open Access) sowie das Forschen, Lehren und Lernen in virtuellen Umgebungen zu fördern.

Vor zehn Jahren veröffentlichte die DINI erstmals Thesen zur Gestaltung der Informations- und Kommunikationsstruktur an Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen. Diese Thesen wurden jetzt vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und technologischer Entwicklungen aktualisiert.

Anhand der vier Handlungsfelder „Digitale Transformation“, „Openness“, „Forschung“ sowie „Lehren und Lernen“ beschreiben die DINI-Thesen zentrale Herausforderungen für wissenschaftliche Bibliotheken, Medienzentren und Rechenzentren.

Das Positionspapier richtet sich an die Leitungsebene wissenschaftlicher Einrichtungen sowie an die Wissenschaftspolitik. Die Thesen zeigen Handlungsfelder und Wege auf, um Serviceleistungen für Forschung und Lehre mit innovativen Informations- und Kommunikationstechnologien effizient zu gestalten.

Wir haben die Thesen zur Informations- und Kommunikationsinfrastruktur der Zukunft in Kurzform aufgelistet. Die komplette Fassung finden Sie online oder in der Seitenspalte.

Digitale Transformation

I.These: Neue, komplexe Serviceanforderungen entstehen durch die Ausschöpfung digitaler Potentiale.

II.These: Die Hochschulen benötigen eine Strategie für die digitale Transformation.

III.These: Das integrierte Informationsmanagement muss sich zu einem offenen Informationsökosystem entwickeln.

Openness

IV.These: Der offene Zugang zu Information muss für jeden zu jeder Zeit an jedem Ort für Zwecke der Bildung und Wissenschaft sichergestellt werden.

V.These: Der Zugang zu wissenschaftlichen Daten und Publikationen ist notwendige Voraussetzung für Open Science und Open Educational Resources.

Forschung

VI.These: Ein integriertes Forschungsmanagement muss auf der Grundlage digitaler Prozesse erfolgen.

VII.These: Das Forschungsdatenmanagement muss sich arbeitsteilig über alle Ebenen des Wissenschaftsbetriebes erstrecken.

VIII.These: Wiederauffindbarkeit und Nachnutzbarkeit erfordern ein nachhaltiges Konzept für Metadaten.

Lehren und Lernen

IX.These: Lehren und Lernen müssen sich dem digitalen Wandel anpassen.

X.These: Moderne Lernräume erfordern die Überwindung institutioneller Grenzen und müssen von den Studierenden wesentlich mitbestimmt werden.

XI.These: Moderne Lernräume sind architektonisch und technisch offen zu gestalten und mit hybriden Infrastrukturen zu erweitern.

 

Über die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation (DINI)

DINI e. V. ist der überregionale Zusammenschluss von wissenschaftlichen Bibliotheken, Medienzentren, Rechenzentren und Fachgesellschaften in Forschung und Lehre in Deutschland. DINI ist Partner von Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen bei der Weiterentwicklung der Informationsinfrastrukturen.