Bewerbung zum Sommercamp "Echt kommunikativ? Analoge und digitale Begegnungen im öffentlichen Raum" jetzt möglich!

26.2.2019

Vom 15. bis 18. August 2019 beschäftigt sich ein Sommercamp der Schrader Stiftung mit der Veränderung von Kommunikation und Begegnung im öffentlichen Raum. Die Teilnehmer(innen) entwickeln in interdisziplinären Teams Dialogprojekte zum Thema „Echt kommunikativ? Analoge und digitale Begegnungen im öffentlichen Raum“. Studierende höherer Fachsemester, junge Wissenschaftler(innen) und junge Berufstätige können sich jetzt für die Teilnahme bewerben. Bewerbungsschluss ist der 1. März 2019. Der Artikel gibt weitgehend die Pressemitteilung zur Veranstaltung wieder.

Viele Smartphones filmen ein KonzertWahrnehmung durch die Linse des Smartphones. Bild [https://unsplash.com/photos/N0g-deioHO4 Gian Cescon]

Thema

Sowohl der Charakter öffentlicher Räume als auch die Gewohnheiten zwischenmenschlicher Kommunikation haben in den vergangenen Jahren erhebliche Veränderungen erfahren. Öffentliche Räume zeichnen sich durch vielfältige Nutzungen aus. Gruppen eignen sich öffentliche Räume an, verbringen dort Zeit oder bereichern sie mit Kunstprojekten. Andere installieren Augmented-Reality-Technologien oder nutzen sie für Versammlungen jeglicher Art. Wenn öffentliche Räume gestaltet, verändert, neu erfunden werden, ist dies zumeist Anlass intensiver Beteiligung engagierter Bürgerinnen und Bürger. Auch Narrative der Stadt und ihrer Räume verändern sich. Das Internet kommt als virtueller Raum hinzu. Zwischenmenschliche Kommunikation wandelt sich durch die Digitalisierung und die Möglichkeiten neuer Technologien, die insbesondere, aber nicht nur die jüngeren Generationen selbstverständlich nutzen. Nichtsdestotrotz bleibt der analoge Austausch mit „echten“ Begegnungen zwischen Menschen eine unverzichtbare Komponente für die Einzelnen und das Gemeinwesen.

Wie verändern sich Kommunikation und Nutzung des öffentlichen Raums durch die Digitalisierung aller Lebensbereiche? Welche Rolle spielt dabei die scheinbar allgegenwärtige, somit auch die öffentlichen Räume treffende Kommerzialisierung? Wie können uneingeschränkter Zugang, vielfältige soziale Begegnungen, demokratische Meinungsäußerung etc. gewährleistet werden? Welche Chancen eröffnet die mit den digitalen Technologien einhergehende Vernetzung für das Entstehen neuer öffentlicher Räume, neuer Gemeinschaften? Wie kann die kommunikative, gemeinschaftsbildende Funktion gesichert und weiterentwickelt werden? Braucht unsere Gesellschaft Orte für Kommunikationstraining: für die einen, um sich über die neuen Technologien und deren Anwendung kundig zu machen, für die anderen, um Kompetenzen wie das Lesen von Körpersprache, das Beginnen von Gesprächen, das aktive Zuhören (neu) zu lernen? Ist es Zeit für neue Narrative? Und wie können sie geprägt sein? Diese und weitere, hier noch nicht einmal angedachte, Fragen rund um analoge und digitale Kommunikation im öffentlichen Raum warten auf eine kreative Erörterung und innovative Handlungsempfehlungen. 

Zielsetzung

Ziel des Sommercamps ist es, in einer interdisziplinär zusammengesetzten Gruppe von Studierenden höherer Semester, jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie jungen Berufstätigen ein Dialogprojekt zum Thema „Echt kommunikativ? Analoge und digitale Begegnungen im öffentlichen Raum“ zu entwickeln. Eingeladen sind insbesondere Menschen aus den Gesellschaftswissenschaften und den gestaltenden und planerischen Ingenieurswissenschaften.

 

Die fachliche Unterstützung erfolgt durch:

  • Silvia Haas, Koordinierungsstelle für Beteiligung und Engagementförderung der Stadt Leipzig
  • Jan Liesegang, Architekt, Raumlabor Berlin / School of Architecture, Bergen, Norwegen
  • Hanna-Lena Neuser, Studienleiterin, Evangelische Akademie Frankfurt am Main
  • Dr. Anna-Lisa Müller, Institut für Geographie, Universität Bremen

 

Bewerben können sich:

  • Studierende höherer Semester
  • Junge Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftler in der Promotionsphase
  • Junge Berufstätige (maximal drei Jahre Berufserfahrung)

 

Bitte schicken Sie Ihre Bewerbung bis spätestens 1. März 2019 mit einem qualifizierten Lebenslauf und einem Motivationsschreiben (mit maximal 3.000 Zeichen) als PDF-Datei sowie Ihre Kontaktdaten an: sommercamp@schader-stiftung.de.

 

Das Motivationsschreiben kann sich an folgenden Fragen orientieren:

  • Was verbinden Sie mit der Fragestellung rund um Kommunikation im öffentlichen Raum?
  • Welche Kenntnisse und Erfahrungen könnten Sie zur Debatte beitragen?
  • Was fordert Sie heraus in der Konzeption eines Dialogprojekts?

Die Tagungs-, Reise- und Übernachtungskosten werden übernommen. 

 

Termin und Ort des Sommercamps

Das Sommercamp findet von Donnerstag, 15. bis Sonntag, 18. August 2019 statt. 

Veranstaltungsort: 
Schader-Forum
Goethestraße 2
64285 Darmstadt

Programmverantwortung:
Dr. Kirsten Mensch,
Schader-Stiftung Tel: 06151/175913
E-Mail: mensch@schader-stiftung.de