Ausschreibung zur Verbesserung der MINT-Lehrerausbildung

Hochschulforum Digitalisierung

Naturwissenschaftlicher Unterricht eignet sich besonders für den Einsatz von digitalen Medien unter der Voraussetzung, dass sie von den Lehrkräften pädagogisch-didaktisch sinnvoll eingesetzt werden. Um die Ausbildung von MINT-Lehrer(inne)n zu verbessern, schreibt die Telekom-Stiftung ein Verbundprojekt aus. Interessierte Hochschulen können sich ab dem 1. Dezember 2017 bewerben. 

Schon seit längerem beschäftigt sich die Deutsche Telekom Stiftung mit der Frage, wie man MINT-Lehramtsstudierende zu guten Lehrer(inne)n macht. 2009 veranstaltete die Stiftung einen Wettbewerb für Hochschulen, die besonders innovative Konzepte für eine bessere Lehrerausbildung hatten. Die ausgewählten Hochschulen wurden in der Weiterbildung ihrer Ideen unterstützt. Diese Ideen werden in der zweiten Projektphase in die Praxis umgesetzt, in der die ausgewählten Hochschulen als Koordinatoren in einem Entwicklungsverbund zusammenarbeiten. Ziel ist es, die Konzepte für gute Lehre bundesweit zu verbreiten. 

Seit September läuft nun eine weitere Ausschreibungsrunde der Telekom-Stiftung unter dem Projektnamen "Die Zukunft des MINT-Lernens", die untersuchen soll, wie erfolgreicher MINT-Unterricht in der digitalen Welt aussehen muss wie sich MINT-Lehrkräfte auf den Einsatz in der Praxis vorbereiten können. Gesucht werden die fortschrittlichsten lehrerbildenden Hochschulen Deutschlands, die im Rahmen eines Entwicklungsverbundes Konzepte für guten MINT-Unterricht mit digitalen Medien erarbeiten und in die Hochschulbildung für Lehramt integrieren. Die Zusammenarbeit erfolgt als eine Art Thinktank, in dem gemeinsame Positionen entwickelt und in die öffentliche Diskussion eingebracht werden sollen. Unterstützt werden die Kooperationspartner von internationalen Expert(inn)en aus der Mediendidaktik, der Lehr-Lern-Forschung und den MINT-Fachdidaktiken. 

Das Bewerbungsportal steht ab dem 1. Dezember 2017 offen. Das Projekt startet voraussichtlich im Mai 2018 und läuft drei Jahre.