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Ann-Kathrin Stoltenhoff

Liebe Frau Prof. Dr. Zorn,

vielen Dank für diesen außerordentlich wichtigen Beitrag, der deutlich macht, was häufig in der Debatte um die so behaupteten Chancen und Potenziale der Digitalisierung nicht ausbuchstabiert wird: dass Technologien bestimmte Nutzungsweisen eingeschrieben sind und damit auch bestimmte Personen/-gruppen von einer gleichberechtigten Nutzung ein- oder ausgeschlossen werden (vgl. dazu beispielhaft Tigges 2008). Dabei müssten sich gerade jene, die sich von digitaler Technik Antworten auf zeitgenössische erziehungsiwssenschafliche Kernfragen erhoffen, mit der Heterogentität/Diversität von Lernenden auseinandersetzen. Die Vielfalt von Lernenden wäre ja ein überaus gutes Argument für individuelles, selbstorganisiertes Lernen mit digitalen Technologien, wenn dies schon bei der Entwicklung und dem Design von Bildungstechnologien berücksichtigt würde. Dazu bedarf es jedoch pädagogischer Konzepte. Die Entwicklung digitaler Tools müsste der Erkenntnis über die Zusammensetzung einer Gruppe von Lernenden und den für diese avisierten Bildungsziele nachgeordent sein. Nicht umgekehrt.

Dem utopischen Moment, welches dem aktuellen Digitalisierungsdiskurs im pädagogischen Kontext innewohnt, sollten Erziehungswissenschaftler_innen grundsätzlich mit Skepsis begegnen. Eine ähnliche Begeisterung findet sich nämlich im (vergessenen oder verdrängten) öffentlich geführten, medienpädagogischen Diskurs der ausgehenden 1990er Jahre, der gleichfalls von einer Vermischung pädagogischer, technischer, ökonomischer und politischer Argumentationslinien gezeichnet war und wesentlich die Vorstellung prägte, eine flächendeckende Ausstattung von Schulen mit der jeweils neuesten Informationstechnologie würde zu einem Bildungsfortschritt führen ("Schulen ans Netz" etc.).

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