Education in a Digital Era

Am 11. Dezember 2014 fand in Brüssel eine Konferenz unter dem Titel Education in a digital Era statt. Eingeladen hatte die EU-Kommission. Für das Hochschulforum Digitalisierung fand sich Frau Dr. Brand aus der Themengruppe V - Curriculum Design & Qualitätssicherung bereit, ihre Eindrücke der Veranstaltung zu schildern.

Rund 300 Bildungsexperten und -expertinnen waren auf Einladung  der EU-Kommission und der italienischen Bildungsministerin, Stefania Giannini, zur Tagung „Education in a digital Era“ am 11.12.2014 nach Brüssel gekommen. Die Keynotes von Stefania Giannini, (italienische Ministerin für Bildung, Universitäten und Forschung), Tibor Navracsics (der neue Kommissar für Bildung, Kultur, Jugend und Sport), Silvia Costa (Vorsitzende der Kommission für Kultur und Bildung des europäischen Parlaments) und Lord David Puttnam (Leiter von Atticus Education – The Media Business School) bezogen sich auf alle Bildungsbereiche wie Schule, Hochschulen, berufliche Bildung und Lebenslanges Lernen. In den späteren Paneldiskussionen lag der Fokus häufig auf der Schulbildung.

Stefania Giannini prognostizierte, dass die traditionelle Oncampus-Bildung bleibt, für spätere Lebensphasen braucht es jedoch gemischte Bildungsformate wie z.B. MOOCs. Die Digitalisierung erschließt neue Wege zu Wissen und neue Formen des Kontaktes mit Zielgruppen. Es sollten ein European Network of Digital Innovators und eine digitale Agenda für Schulen und Hochschulen etabliert werden. Europa müsse zu einem großen Campus werden.

Tibor Navracsis ging auf die Herausforderungen für die europäische Politik ein: Hohe Jugendarbeitslosigkeit, Jugendarmut sowie dem Wettbewerb und Bildungsoffensiven in außereuropäischen Ländern. Bildung sei mehr als die Produktion von Humankapital für den Arbeitsmarkt, aber natürlich stützte sie das wirtschaftliche Wachstum.

Silvia Costa hob hervor, dass unser Bildungssystem geblieben ist obwohl sich die Welt verändert hat. Technik ermöglicht die Verbindung von Lehrenden und Lernenden. Junge Menschen brauchen qualitativ gut Bildung, formales, non-formales und informelles Lernen ist die Herausforderung für Institutionen.

Lord David Puttnam meinte, dass Bildung sich von text- zu bildbasiert verändert hat. Er setzt Videoclips ein, um nicht nur die kognitive Ebene anzusprechen. Der heutigen Jugend fehlt aufgrund der Veränderungen in Wirtschaft und Umwelt eine Roadmap. Sie müssen ihre Bühne für ihr Talent finden. Es gibt eine Kluft zwischen Ausbildung und den Anforderungen des Arbeitsmarktes.

Die Paneldiskussionen wurden – bis auf das abschließende Podium mit Bildungsministern/in  – jeweils mit einem kurzen Impulsvortrag eröffnet:

Panel 1: Increasing the quality and relevance of learning

Panel 2: Increasing the impact of educators

Panel 3: Addressing Inequalities through Better Access and Lower Cost

M.E. war die Perspektive häufig sehr reaktiv: Die technische Entwicklung ist da, also muss die Bildung sich ändern. Europa muss Herausforderungen und Probleme wie Arbeitslosigkeit, Klimawandel, Verknappung von Ressourcen, den digitalen Wandel meistern. Hierfür muss erzogen und ausgebildet werden. Technik im online-Klassenzimmer  oder als eEducation kann hier unterstützen. Schule und Ausbildung von Lehrenden müssen angepasst werden.

Es gab auch andere Stimmen, die auf die veränderte Gesellschaft und die Notwendigkeit von Orientierungen gerade für junge Menschen hinwiesen. Fragen nach Vorstellungen zur Gesellschaft von morgen, blieben – auch vom Ministerpanel – unbeantwortet.

Xavier Prats Monné (European Commission Director General for Education and Culture) meinte in seiner Schlussbemerkung, dass in Europa weitaus mehr Pessimismus herrsche als an anderen Plätzen der Welt. Die Transformation von Bildung beruht nicht auf Fakultäten und Fachdisziplinen, Wissen und Wissensgenerierung haben sich verändert. Den Wandel und die Digitalisierung der Bildung kann niemand alleine bewirken. Bildung muss eine kritische Rolle in europäischer Politik innehaben. Institutionen müssen innovativer werden. Kein Bildungssystem ist besser als seine Lehrenden. Zudem sind mehr Daten und Erkenntnis über den Wandel von Bildungsprozessen notwendig. Es drehe sich nicht immer ums Geld; in der Bildung ginge es letztlich um Werte, schloss er.

https://www.openeducationeuropa.eu/

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