Drittes Treffen der Zukunfts-AG #DigitaleChangeMaker in Lüneburg - Making it really happen

Programmieren lernen mit LEGO, Experimente im virtuellen Labor und eine analoge "Fridays for Future" Demonstration. Die "Digitalen Changemaker" trafen sich im März zum dritten Mal in Lüneburg und Hamburg und erheben weiter lautstark die oft vernachlässigte Stimme der Studierenden.

Gruppenfoto der Digitalen ChangemakerDie studentische Zukunfts-AG in Lüneburg. Bild: Stefanie Pieper

Was haben wir seit unserem letzten Treffen in München erreicht? Wie geht es nach dem ersten Jahr der studentischen Arbeitsgruppe #DigitaleChangeMaker weiter? Diese und andere Fragen haben wir uns vom 15. bis 17. März bei unserem dritten Treffen in Lüneburg gestellt und beantwortet.

Begonnen wurde an der Leuphana Universität mit einer Auftaktansprache von Christian Brei (Hauptberuflicher Vizepräsident) am imposanten Zentralgebäude.

Es ging dabei um die Frage, wie man die Interaktionen, die das Grundgerüst des “Liberal Eduction”-Studienmodells der Leuphana ausmachen, organisiert. Mit Hinblick auf den DigitalPakt Schule plädierte Christian Brei dafür, die Digitalisierung nicht durch Technik allein voranzutreiben, sondern durch innovative Konzepte im Lehren und Lernen. Verbunden wurde dies mit seinen Einschätzungen zu den Pionierprojekten an der Leuphana Universität wie dem Global Classroom, der Digital School und den Möglichkeiten und Limitationen von MOOCs in Deutschland. Eine zentrale Erkenntnis für uns als Gruppe war dabei, dass diese Digitalisierungsvorhaben in der Lehre eben nicht allein stehen, sondern sich in ihrer Priorisierung gegenüber anderen Bereichen wie Infrastruktur oder der Forschung behaupten müssen.

Nach diesem Auftakt konnten große Teile der Gruppe von einer Campusführung mit einer Demonstration der Infrastruktur für Videoaufzeichnungen, der Mobile Solution Workshop Technologie und LeadershipGarage profitieren. Drei Mitglieder der DigitalenChangeMaker wurden zeitgleich von der Deutschen Universitätszeitung (DUZ) in einer Gesprächsrunde zur studentischen Perspektive rund um Themen der Digitalisierung in Studium und Lehre befragt.

Nach einer Stärkung und der Teilnahme an der überraschend großen und von vielen Schüler*innen besuchten Friday for Future - Demonstration durch die Lüneburger Innenstadt ging es dann zur TU Hamburg und den dort umgesetzten Projekten im Rahmen der Hamburg Open Online University. Begleitet wurden wir dabei von Leonhard aus dem vom HFD geförderten studentischen Podcast-Team “Bits und Bildung”.

Einen besonderen Einblick bekamen wir in die inspirierenden und lebendigen Projekte der HOOU an der TU Hamburg. Den Kontext der HOOU@TUHH veranschaulichte uns Projektleiterin Dr. Tina Ladwig auf sehr engagierte Art und Weise. Uns begeisterte RINOcloud, ein Ansatz, der Schüler*innen online über eine grafische Programmieroberfläche und LEGO Mindstorms an die Programmierung von Robotern heranführt. Dazu wurde uns das digitale Lernangebote zu Landwirtschaft im Globalen Süden namens RUVIVAL vorgestellt, das uns erneut die so wichtige Schnittmenge aus Nachhaltigkeit und Digitalisierung zeigte. Wie analoge Lernwelten durch virtuelle Lernszenarien sinnvoll bereichert werden können, wurde uns beim HOOU-Projekt “MikiE – Mikroben im Einsatz” erklärt. In dem virtuellen Labor können Lernende realitätsnah Experimente der Molekularbiologie durchführen. 

Die Besichtigungen der praktischen Projekte der HOOU wurde abgerundet durch eine beeindruckende Einführung von Ann-Kathrin Watolla in die Workflows von GitLab als Projektmanagement- und Kollaborationstool im Hack(er|a) Space der HOOU@TUHH.

Ellen Pflaum, Projektleiterin der HOOU an der HAW Hamburg gewährte, den Digitalen Changemakern einen Einblick in die Erfahrung einer mediendidaktischen Beratung und Qualifizierung. Dabei kamen Fragen zu Kompetenzorientierung und Miteinbeziehung von Studierenden in der Entwicklung und Verbesserung von Lehrmaterialien auf, bei denen wir die Lehrendenrealität in einem anderen Licht kennengelernt haben.

Der Samstag und Sonntag galt dann ganz dem Austausch zu und der weiteren Arbeit an unseren eigenen Projekten als DigitaleChangeMaker. Neben einem kurzen Update über die Entwicklungen des HFD in den letzten Monaten (z.B. das HFDcert) gab es von Ronny Röwert vom HFD kontextualisierende Informationen zu allgemeinen Entwicklungen im Bereich digitaler Hochschulbildung. Das betraf viele Themen, die uns in den kommenden Wochen und Monaten auch als studentisches Kernteam des HFD beschäftigen werden, wie etwa der Fortführung des QPL (Qualitätspakt Lehre), oder die Initiative Bologna Digital. Der Rest des Tages war von Planungen anstehender Beiträge auf Konferenzen, einer Befragung zu Bedürfnissen für digitale Medien unter Studierenden und der Erstellung eines Realisierungsplans für das gemeinsame studentische Thesenpapier zu Digitalisierung an Hochschulen geprägt. Das nächste Präsenztreffen findet im Juli in Brüssel – zusammen mit der European Student Union – für eine europäische Perspektive statt. Es bleibt spannend und wir bleiben dran!

Bilder vom Treffen in Lüneburg
CC-BY-SA LogoDieser Text steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International - CC BY-SA 4.0. Bitte nennen Sie bei einer möglichen Nachnutzung den angegebenen Autorennamen sowie als Quelle das Hochschulforum Digitalisierung.

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