„Digital Qualifiziert“ Podcastserie für Forschende, Supportmitarbeitende und Studierende

„Digital Qualifiziert“ Podcastserie für Forschende, Supportmitarbeitende und Studierende

17.06.22

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Mit der Podcastreihe “Digital Qualifiziert” wollen Christian Erlacher und Mathias Bornschein gemeinsam mit ihren Gästen Lösungen im Bereich der Kompetenzen und Qualifikationen finden. Denn die digitale Transformation verändert die Welt und damit in weiten Teilen auch die tägliche Arbeit und Zusammenarbeit von Wissenschaftler:innen, wissenschaftsunterstützendem Personal und Studierenden. Neue Anforderungen und Bedarfe stellen Hochschulen und Forschungseinrichtungen vor gesellschaftliche, organisatorische und kulturelle Herausforderungen. Hier setzt „Digital Qualifiziert“ an und beantwortet unter anderem die Frage, warum es sich lohnt, einmal nach Quadrataturamplitudenmodulation zu googeln.Bild linke Seite: Foto eines Mikrofons und Kopfhörern auf gelbem Hintergund. Text rechts: "Digital Qualifiziert" - Podcastserie für Forschende, Supportmitarbeitende und Studierende.

Die Podcastreihe ist ein Ergebnis der Arbeitsgruppe “Digital qualifiziertes Personal”, der Schwerpunktinitiative “Digitale Information” der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen. Kolleg:innen aus Universitäten, Hochschulen der Angewandten Wissenschaften und außeruniversitären Forschungs- und Ressortforschungseinrichtungen beschäftigen sich seit 2018 intensiv mit der Frage, welchen Einfluss diese digitale Transformation auf das qualifizierte Personal von heute und morgen hat. Sie suchen dabei neben den Fragen, welche Kompetenzen und Qualifikationen – oder kurz: Skills – zukünftig benötigt werden, auch nach systematischen Kooperationsmöglichkeiten, um diese nachhaltig in der Lehre und Fortbildung zu verankern. 

Neben dem Diskussionspapier “Wege zur digitalen Qualifikation” sollten im Jahr 2020 innerhalb eines Hearings Stimmen verschiedener Expert:innen der Wissenschaft- und Hochschullandschaft eingefangen und am Ende in einem Ergebnispapier veröffentlicht werden. Aufgrund der Einschränkungen der COVID-19-Pandemie konnte die geplante Veranstaltung in dieser Form jedoch nicht stattfinden. Die Arbeitsgruppe entschied sich, stattdessen die Ideen, Meinungen und Empfehlungen der Expert:innen innerhalb einer Podcastreihe zu sammeln und durch die Veröffentlichung einem großen Kreis an Interessent:innen zur Verfügung und Diskussion zu stellen. In bisher 16 Episoden kamen im Podcast “Digital Qualifiziert” unter anderem die Rektorin der Fernuniversität Hagen Ada Pellert, der Generalsekretär der Volkswagenstiftung Georg Schütte, der wissenschaftliche Direktor des August-Wilhelm-Scheer Instituts Dirk Werth und die Mitglieder der Arbeitsgruppe “Digital qualifiziertes Personal” zu Wort. Nicht zuletzt wollte beantwortet werden, ob wir demnächst alle Python sprechen, KI und das Blockchainprinzip verstehen müssen oder ob sich die neuen Bedarfe und das „digital Mindset“ in Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft gar nicht grundlegend von bisherigen Anforderungen unterscheiden.

Ohne zu viel zu verraten, kann man sicherlich sagen, dass alle Gesprächsteilnehmer:innen der Podcastreihe eine Veränderung der Skills durch die COVID-19-Pandemie, in den drei Dimensionen Kernkompetenzen, Spezialkompetenzen und digitales Mindset beobachten konnten, die schon im Diskussionspapier “Wege zur digitalen Qualifikation” der AG identifiziert wurden. 

Aber was sind denn erforderliche – und hier zitieren wir gerne Mathias Winde, Programmleiter beim Stifterverband und Gesprächsgast im Podcast „Digital Qualifiziert“ – Skills? Nicht überraschend und dennoch auch nicht offensichtlich haben uns Dirk Werth, Georg Schütte und Evelyn Korn klar bestätigt, dass insbesondere die Classic Skills und die 4-K (Kommunikation, Kollaboration, kritisches Hinterfragen und Kreativität) unerlässlicher Teil des Digital Mindsets sind und zukünftig weiter an Bedeutung gewinnen werden. Gerade in diesen Bereichen, so waren sich alle Gesprächspartner:innen einig, sollte ein Fokus in der zukünftigen Aus- und Weiterbildung liegen, was im Großen und Ganzen auch mit einer Veröffentlichung des Stifterverbands zusammen mit McKinsey übereinstimmt. 

Große Einigkeit in den 16 Folgen und von Ada Pellert besonders hervorgehoben, bestand darin, dass lebenslanges Lernen ein Bestandteil des Arbeitsalltags ist. Digitale Lehrmethoden werden dabei einhellig als Baustein in der Lehre gesehen, der gekommen ist, um zu bleiben. Aber auch der persönliche Austausch vor Ort bleibt weiterhin wichtig. 

„Digital Qualifiziert” zeigt neben den Übereinstimmungen auch, dass viele Fragen nach der Zukunft des Lehrens, des Lernens und der Kooperation auf Allianzebene noch nicht beantwortet sind. Hier geben uns zum Beispiel die Empfehlungen von Evelyn Korn, Michael Jäckel und Hans Pongratz Hinweise, wie man neue digitale Methoden und technische Möglichkeiten effizient und effektiv einsetzen kann. So berichtet Jürgen Handke von seinen konkreten Erfahrungen der letzten Jahre in der Hochschularbeit und gibt Auskunft über frühere Konzepten des Inverted Classrooms oder den Einsatz von Robotern in der Ausbildung zukünftiger Lehrer:innen.

Auch der Stellenwert von Daten, Data- und Information Literacy oder rechtliche Fragen und Ethik werden in den Folgen näher beleuchtet und hervorgehoben. 

Und natürlich geht es in den Folgen auch um konkrete Empfehlungen und um die Frage, wie Studierende und Mitarbeitende künftig wissen, welche Skills benötigt und persönlich erweitert werden sollten. Learning analytics bieten dabei nach Gabriele Vierzigmann großen Mehrwert für die Weiterentwicklung der Lehrer:innenangebote, beinhalten nach Jürgen Handke, Dirk Werth und Malte Persike mit der “Netflixlehre” jedoch auch Chancen und Risiken für Beschäftigte.

Die zentrale Frage nach der strukturellen Zusammenarbeit und womöglich nötiger Veränderungen, die wir als Allianz-Organisationen als wichtigen Beitrag sehen, haben wir unseren Gästen natürlich auch gestellt. Obwohl wir von Georg Schütte oder Evelyn Korn interessante Best Practices gehört haben, hat uns Michael Jäckel auch auf Grenzen der Kooperation aufmerksam gemacht. Dieser Podcast kann allerdings keine abschließende Antwort geben. Aber diese Fragen stehen ganz im Mittelpunkt des Hearings, welches nach zwei Jahren nun doch am 6. Juli 2022 in Berlin stattfinden soll. Und zusammen mit einer auf dem Podcast aufbauenden Masterarbeit werden wir damit die Grundlage für ein Paper der Arbeitsgruppe mit konkreten Empfehlungen legen.

Wenn Sie also in der Zwischenzeit erfahren wollen, wie wichtig es ist, in einer digitalen Welt auch weiterhin analog zu existieren, warum Helmut Schmidt auch 2021 noch Recht hatte oder warum es sich lohnt, einmal nach Quadrataturamplitudenmodulation zu googeln, dann hören Sie gern rein und empfehlen die Podcasts weiter.

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