Ausschreibung: Machbarkeitsstudie für eine nationale Plattform für die Hochschullehre

Das Hochschulforum Digitalisierung beabsichtigt im Rahmen einer freihändigen Vergabe mit öffentlichem Teilnahmewettbewerb den Auftrag "Machbarkeitsstudie für eine nationale Plattform für die Hochschullehre" zu vergeben.

Da eine Konkretisierung der zu erbringenden Leistung noch aussteht, plant das HFD eine an den Teilnahmewettbewerb anschließende Dialogphase, in der der Auftragsgegenstand gemeinsam mit den Teilnehmern ausgearbeitet wird. Zentral ist hierfür ein gemeinsamer Workshop am 08.09.2017 in Berlin. Die Dialogphase schließt ab mit der Aufforderung zur Angebotsabgabe.

 

Bewerbung

Interessierte sind zur Bewerbung um die Teilnahme am Vergabeverfahren aufgefordert. Die Frist zur Einreichung der Teilnahmeanträge ist der 03.07.2017, 12:00 Uhr.

Die Bekanntmachung mit den Details zum Verfahrensablauf finden Sie rechts neben diesem Text. Bei Interesse fordern Sie bitte die Bewerbungsunterlagen per E-Mail bei Frau Antonia Dittmann an.

 

Fragen und Antworten

Bewerber(innen) haben die Möglichkeit, bis 23.06.2017 per E-Mail Fragen zur Ausschreibung einzureichen. Fragen und Antworten werden rechts neben diesem Text veröffentlicht.

 

Hintergrund, Gegenstand und Ziel des Auftrags

Das Hochschulforum Digitalisierung hat sich in seinem Abschlussbericht der ersten Projektphase (2014-2016) dafür ausgesprochen, eine nationale Plattform für die Hochschullehre zu schaffen.

Hintergrund hierfür sind zum einen Herausforderungen in der Nutzung ausländischer, vornehmlich US-amerikanischer MOOC-Plattformen wie beispielsweise edX und Coursera: Insbesondere der Schutz von Studierendendaten kann bei nicht-europäischen Angeboten in der Regel nicht sichergestellt werden. Zudem lässt sich beobachten, dass US-amerikanische, aber auch europäische Anbieter wie beispielsweise iversity ihr Geschäftsmodell zunehmend in der Weiterbildung verankern.

Zum anderen geht es um die Erschließung von Potenzialen zur Stärkung des deutschen und mittelfristig auch europäischen Hochschulsektors. Die Schaffung einer zentralen, sicheren und nachhaltigen Plattform für die Hochschullehre bzw. die Prüfung, Weiterentwicklung und/oder Verknüpfung bestehender Plattformen könnte hierfür wegweisend sein. Grundsätzlich sind damit folgende Potenziale verbunden:

  • Nutzung durch alle deutschen Hochschulen für die eigene Lehre
  • Unterstützung der hochschulübergreifenden Kooperation in der Lehre (auf nationaler und mittelfristig auch auf europäischer Ebene)
  • Bündelung bestehender Ressourcen durch den Austausch und die Nutzung offener Lehr-Lern-Materialien (z.B. OER)
  • Schaffung eines zentralen Zugangs für Studierende zu Lehr-Lern-Materialien und ECTS-basierten Kursen ihrer eigenen sowie kooperierender Hochschulen
  • Qualitätssicherung von Lehr-Lern-Materialien und Kursen

Im Rahmen der Machbarkeitsstudie sollen die Möglichkeiten zur konkreten Umsetzung einer solchen Plattform analysiert und bewertet werden.

Grundsätzlich sind sowohl technisch als auch konzeptionell unterschiedliche Varianten möglich. So muss es sich beispielsweise nicht um eine neu zu schaffende Plattform handeln. Denkbar wäre auch die Prüfung und Weiterentwicklung bzw. Verknüpfung bestehender Plattformen. Teil der Machbarkeitsstudie soll es daher sein, gemeinsam mit dem Auftraggeber unterschiedliche Varianten auf- und auszuarbeiten und diese auf ihre Machbarkeit hin zu prüfen.

Kernelemente einer Machbarkeitsprüfung sind die Anforderungen an die Plattform für die erfolgreiche Nutzung durch die Hochschulen, die Möglichkeiten der technischen Umsetzung, die Finanzierung inkl. der Erörterung und Prüfung langfristiger Finanzierungsoptionen, der zeitliche Umsetzungsrahmen und die rechtlichen Rahmenbedingungen.