Aktivitäten des CHE

Das CHE - Centrum für Hochschulentwicklung ist einer der Konsortialpartner des Hochschulforums Digitalisierung. Es ist auch auf anderen Ebenen im Bereich der Hochschulbildung im digitalen Zeitalter aktiv. 

Monitor Lehrerbildung Schwerpunkt Digitalisierung und Lehrerbildung

In jedem Land und an jeder Hochschule ist das Lehramtsstudium unterschiedlich geregelt - der Monitor Lehrerbildung stellt diese Vielfalt des Lehramtsstudiums, der ersten Phase der Lehrerbildung, übersichtlich dar. Als Experten-Tool richtet sich der Monitor Lehrerbildung insbesondere an Akteure im Bildungswesen und in der Politik, die an Entwicklungen in der ersten Phase der Lehrerbildung beteiligt sind. Er bietet kostenlose, aktuelle Informationen für faktenbasierte Diskussionen und Entscheidungen.

Im Monitor Lehrerbildung wurde parallel zur Ad-Hoc AG Lehrerbildung und Digitalisierung des HFD eine Veröffentlichung "Lehramtsstudium in der digitalen Welt - Professionelle Vorbereitung auf den Unterricht mit digitalen Medien?!" erstellt. Ziel des Monitors Lehrerbildung ist es, empirisch Ergebnisse durch Befragung der Länder und Hochschulen, über den Ist-Stand und Strukturen in der deutschen Lehrerbildung und Digitalisierung zu liefern. Das Ergebnis: Lehrangebote zum pädagogisch sinnvollen Einsatz von Tablet oder Smartboard sind noch immer kein Muss im Studium. Bildungsexperten fordern deshalb, das Arbeiten mit digitalen Medien flächendeckend zum Pflichtbestandteil des Lehramtsstudiums zu machen — für alle Fächer und Schulformen.

Publikation „Hochschulen brauchen Strategien für das digitale Zeitalter“

Wie können Hochschulen die Chancen der Digitalisierung zur institutionellen Profilierung nutzen? Dieser Frage geht ein Autor(inn)enteam des CHE Centrum für Hochschulentwicklung in einem Gastbeitrag nach. Der Artikel ist Teil des internationalen Sammelbandes „Zukunft und Aufgaben der Hochschulen“, der am 23. August 2017 erschienen ist. Wir geben an dieser Stelle einen Ausschnitt der CHE Meldung wieder.

Digitale Technologien finden in vielen gesellschaftlichen Bereichen Anwendung und verändern auch die Hochschulen. Noch sehen viele Institutionen die neuen Technologien als Herausforderung und sind von einem strategischen Ansatz weit entfernt.

CHE Geschäftsführer Jörg Dräger fordert ein Umdenken: „Nicht die Digitalisierung ist die Herausforderung für die Hochschulen. Das Gegenteil ist der Fall: Richtig eingesetzt hilft die Digitalisierung den Hochschulen, bestehende Herausforderungen wie die gestiegene Nachfrage nach akademischer Bildung zu bewältigen.“

Darüber hinausgehend sollten Hochschulen aber auch auf den Einsatz digitaler Hilfsmittel setzen, um ihr eigenes Profil zu schärfen. So können das angestrebte Angebotsportfolio, die gewünschten Zielgruppen und die Entwicklungsziele der Hochschule besser kommuniziert und erreicht werden. Die Autor(inn)en sind davon überzeugt, dass mittelfristig keine Hochschule auf den Einsatz digitaler Angebote verzichten kann − sei es zur Modernisierung oder zur Profilierung der Hochschule.